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Das Evangelium: Menschen können durch Glauben für gerecht erklärt werden

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Einleitung

Ich habe heute eine bunte Zuhörerschaft. Den einen Teil muss ich siezen, den anderen könnte ich duzen, ich werde mich für das Sie entscheiden. Mein Name ist Ansgar Przesang und gerne können Sie mich später ansprechen, per Du oder per Sie. Mazin hatte mich gebeten, anlässlich seiner Taufe zu predigen und so werden wir uns die nächsten 20-30 Minuten mit einem Bibeltext beschäftigen. ich möchte aber mit einem Dank beginnen:
Wir freuen uns, dass Sie zu dieser Taufe gekommen sind. Das ist ein Beweis Ihrer Freundschaft zu Mazin und Angela.
Ich weiß noch, wie es meinen Eltern ging, als sie 1986 zu meiner Taufe kamen: Sie hatten mich zwar als Säugling taufen lassen, und hatten damit eine Idee, was eine Taufe ist, aber da sie sonst keine Gottesdienste besuchen, war ihnen das ganze Fromme einfach fremd, ja durchaus auch befremdlich.
Und so danke ich Ihnen, dass Sie sich auf den Weg gemacht haben. Vielleicht sind Sie etwas kritisch gegenüber Mazins Vorhaben, vielleicht aber auch ein klein wenig neugierig. Beide Haltungen sind uns herzlich willkommen. Viele von uns hatten dieselben Gefühle, bevor wir uns mit dem christlichen Glauben beschäftigten..
Ich werde im Folgenden versuchen, ein wenig Licht in die Sache zu bringen.

Hauptteil

Taufvers

Auf der ersten Seite des Begleitheftes steht ein Satz aus der Bibel:
Römer 3,28 NeÜ
Denn wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Mensch durch Glauben für gerecht erklärt wird und nicht durch das Einhalten von Vorschriften.
Diesen Satz hat sich Mazin als Taufspruch ausgesucht. Eine gute Wahl, finde ich!

Das Evangelium

Dieser Satz wurde vor fast 2000 Jahren niedergeschrieben. Er beschreibt das sogenannte “Evangelium”. Seit der Zeit, in der dieser Satz aufgeschrieben wurde, sprechen Christen immer wieder vom Evangelium. Dieses Wort “Evangelium” stammt aus dem Griechischen und bedeutet ganz simpel “gute Nachricht” oder “frohe Botschaft”. Christen haben eine gute Nachricht erhalten und geben sie weiter. Und diese gute Nachricht lautet
Ein Mensch wird durch Glauben für gerecht erklärt und nicht durch das Einhalten von Vorschriften.

Was ist daran das Gute?

Was ist das Gute an jener Botschaft? Nun, dieser Satz erklärt uns, dass Menschen für gerecht erklärt werden können. Dass das überhaupt möglich ist.
Nun, wer sich sonst nicht mit der Bibel beschäftigt, der wird es womöglich gar nicht für nötig erachten, dass irgendjemand oder gar er selbst für “gerecht erklärt” wird. Und wer derart denkt, für den ist die vermeintlich Frohe Botschaft schon reichlich farblos.
In vielen Ländern wird die Frage von Gerechtigkeit vor Gericht geklärt: Da ist ein Ankläger, da ist ein Angeklagter und da ist der Richter, der entscheidet, ob jemand gerecht gehandelt hat oder halt nicht. Diese Form von Rechtsprechung ist uns allen geläufig und auch allgemein anerkannt.
Paulus, der diesen Satz geschrieben hat, hat ebenfalls ein Gericht vor Augen, wenn er sagt, dass ein Mensch durch Glauben für gerecht erklärt werden kann.
Paulus hatte in dem gleichen Schriftstück schon etwas Anderes erklärt und festgehalten. In den Augen Gottes, des Richters, ist kein einziger Mensch gerecht:
So steht es in der Schrift: „Keiner ist gerecht, auch nicht einer. Keiner hat Einsicht und fragt nach Gott. Alle haben sie den rechten Weg verlassen und sind unbrauchbar geworden. […]” (Röm 3,20)
Das kann man anzweifeln, da kann man Einwände erheben, aber Paulus ist da ganz realistisch: Entscheidend ist nicht, ob ein Angeklagter seinen Richter oder die Gesetze toll findet oder ablehnt: Der Richter entscheidet am Ende, nicht der Angeklagte.

Der Richter ist zornig

Paulus informiert uns: dieser Richter lässt
“[…] seinen Zorn sichtbar werden. Vom Himmel herab wird er über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen hereinbrechen, die durch Unrecht die Wahrheit niederhalten.” (Röm 1, 18).
Wovor es um Gericht geht, das ist die Gottlosigkeit und die Ungerechtigkeit der Menschen. Die steht zur Verhandlung.
Gottlosigkeit: Das meint, dass ein Mensch so lebt, als ob der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, nicht da wäre.
Ungerechtigkeit: Das meint, dass ein Mensch so lebt, also ob es keine Vorschriften gäbe.
Darum geht es im drohenden Gericht: Menschen wie ich und wie Sie leben so, als ob es keinen Gott gäbe und er keine Vorschriften erlassen hätte. Das Fachwort hierfür ist “Sünde”. Die Sünde von uns Menschen besteht darin,
dass wir unser eigenes Ding machen wollen,
dass wir regieren wollen,
dass wir selber entscheiden wollen,
dass wir den eigentlichen Machthaber und seine Vorschriften ignorieren.
Und das akzeptiert Gott nicht. Es erregt seinen Zorn. Ich finde, dass das sehr verständlich ist. Dieser Zorn Gottes ist gerecht.

Was ist nun die gute Nachricht?

Was ist nun jene “frohe Botschaft” in dem Satz Römer 3,28 “Ein Mensch wird durch Glauben für gerecht erklärt und nicht durch das Einhalten von Vorschriften.”?
Ein wichtiger Punkt der frohen Botschaft ist, dass ein Mensch für gerecht erklärt werden kann! Es gibt eine Lösung für unser Dilemma! Unsere Sünde ist unbestreitbar vorhanden. Gottes gerechter Zorn ist da. Aber es gibt eine Lösung! Der Ungerechte kann für gerecht erklärt werden.

Exkurs: Sind Sie ein besonders aufmerksamer Zuhörer?

Dann beachten Sie bitte, dass ich nicht gesagt habe, dass Gott mein ungerechtes Handeln für gerecht erklärt.
Er erklärt auch nicht mein ungerechtes Denken für gerecht.
Und die vielen Situationen, in denen ich gutes hätte tun oder denken können, es aber nicht getan habe, auch das erklärt er nicht plötzlich für gut und gerecht: Weder meine fehlende Barmherzigkeit noch meine fehlende Bereitschaft anderen zu vergeben, bevor sie selbst darum bitten, werden von Gott plötzlich gut genannt.
All das nennt Gott Sünde.
Die Frohe Botschaft ist nun, dass ein Mensch für gerecht erklärt werden kann: der Mensch, nicht sein Tun! Gott erklärt eine ungerechte Tat, also Sünde, keineswegs als gerecht - er erklärt aber einen Menschen, der sündigt, für gerecht. Der Sünder und nicht die Sünde wird für gerecht erklärt. Wie soll das gehen? Was bedeutet das?

“...für gerecht erklärt...” am Beispiel der Taufe

Lassen Sie mich das anhand der heutigen Taufe verdeutlichen. Mazin wird nachher ins Wasser gehen und dort untergetaucht werden. Er geht als Ungetaufter ins Wasser, und kommt als Getaufter wieder heraus. Aber irgendwie ist der Mazin, der rauskommt, derselbe Mazin, der kurz vorher reinging, oder?
Vorher ist er ein wenig aufgeregter, hinterher deutlich entspannter, vorher trocken, hinterher nass. Aber Mazin bleibt Mazin, vorher stark pigmentierter Fan eines gewissen Fußballclubs, hinterher stark pigmentierter Fan desselben Fußballclubs.
Was hat sich geändert? Richtig: sein Status: Er wird dann ein Getaufter sein, und zwar für immer.
Wie jedes Bild hat auch der Vergleich der Taufe so seine Grenzen. Aber es kann aufzeigen, was Paulus meint, wenn er sagt:
“Ein Mensch wird durch Glauben für gerecht erklärt und nicht durch das Einhalten von Vorschriften.” (Röm 3,28)
Jeder Mensch, der bestimmte Bedingungen erfüllt, wird für gerecht erklärt. Gott ändert seinen juristischen Status, auch wenn er selbst weiterhin ein Mensch bleibt. Der Richter, ausgestattet mit der entsprechenden Macht, erklärt: Dieser Mensch ist gerecht. Bevor wir uns der letzten Frage zuwenden, wie er denn einen ungerecht lebenden Menschen für gerecht erklären kann, nehmen Sie bitte diese zwei Inhalte des Evangeliums mit, zwei wichtige Punkte, die zur Guten Nachricht und zur Frohen Botschaft gehören:
Ein Mensch kann wieder ins Reine kommen mit seinem Schöpfer. Er steckt zwar in der Sackgasse seiner Trennung von Gott, aber Gott holt ihn da heraus. Ein Mensch kann endlich so werden, wie er von Gott ursprünglich geplant war. Es gibt eine Lösung für den verzweifelten Menschen, es ist eine Tatsache: er kann wieder heil werden. Um es persönlich zu formulieren: Sie können mit Ihrem Gott wieder ins Reine kommen! Der erste Punkt ist also, dass der Mensch wieder Hoffnung haben kann.

“… nicht durch das Einhalten von Vorschriften...”

Wie aber soll das klappen? Nun, unser Text sagt, dass das nicht durch das Einhalten von Vorschriften möglich ist.
Jahrtausende lang hatten die Menschen die Vorschriften Gottes, das ist historisch ausführlich belegt. Die bekanntesten werden die “Zehn Gebote” genannt. aber die meisten haben diese und weitere Vorschriften Gottes ignoriert.

Beispiel Reichsbürger

Vor wenigen Tagen fuhr ich auf einem Autobahnrastplatz. Mir fielen langsam die Augen zu und in der Körpermitte drückte etwas. Da sah ich plötzlich vier Einsatzfahrzeuge der Polizei in ihre markanten Grün - und sie parkten etwas ungünstig um einen kleinen PKW herum und die Beamten standen auf der Fahrbahn. Eine Polizistin durchsuchte eine schimpfende Frau, die mit ihren Händen an der Wand des WC-Häuschens stand. Einige Meter entfernt wurde ein Mann vernommen.
Zum Ende meiner Pause waren die beiden von der Polizei weggeführt worden und ich sah auf dem zurückgebliebenen Auto des Paares diverse Aufkleber kleben. Diese Aufkleber sprechen der Bundesrepublik Deutschland ihre Souveränität und Rechtmäßigkeit ab. Und demzufolge anerkennen sie auch keine Gesetze, die nach der tragischen Nazi-Herrschaft verabschiedet wurden. Solche Leute sind meines Wissens keine Nazis, aber sie leben im Gebiet der Bundesrepublik, anerkennen aber deren Ordnung nicht, kurzum: kein Vertreter der Gewaltenteilung wird von ihnen akzeptiert: Ob Gesetzgeber, Rechtsprechung, oder Exekutive.
Ich nahm an, dass sie deswegen auf der Autobahn aufgefallen waren, weil sie keine Zulassung für ihr Fahrzeug hatten, keine TÜV-Plakette oder ähnliches. Und das erregte, im Bild gesprochen, den Zorn des Gesetzgebers.

Wir Menschen sind in der Bredouille

Es ist meiner Meinung nach nicht Aufgabe der christlichen Predigt, diese Bewegung der Reichsbürger zu beurteilen. Aber das Ganze illustriert eine verzwickte Situation: Auch wenn diese beiden Menschen den bundesrepublikanischen Staat und seine Organe wie die Bundespolizei nicht anerkennen, so wurden sie trotzdem durchsucht, vernommen und mit dem Einsatzfahrzeug abgeführt. Ihr Fahrzeug wurde wohl später abgeschleppt und in Gewahrsam genommen.
Kurzum: Ihr Nichtanerkennen des Gesetzgebers oder seiner Gesetze bewahrt sie nicht vor den Konsequenzen. Ein Kind, das denkt, dass es nicht gesehen wird, wenn es sich die Augen zuhält, täuscht sich einfach. Und so können wir lange streiten, ob der Schöpfer des Universums auch über sein Universum bestimmen darf und ob seine Vorschriften korrekt sind oder nicht, ob Dinge und Verantwortungen nicht ganz anders sein sollten. Aber am Ende bleibt es die Tatsache: wir haben kein Universum, das hat nur er. Und er regiert und bestimmt. Und er ist zornig.
Wir müssen der Fairness halber eingestehen, dass es sehr ernsthafte Menschen gegeben hat, die sich an alle Vorschriften von Gott halten wollten. Aber es gelang ihnen nur ungenügend. David war ein Mann, der von der Bibel den Ehrentitel erhält: “Mann nach dem Herzen Gottes” - auch er sündigt massiv und mehrfach und über längere Zeit. Und Mose, der wie kein anderer mit und von Gott reden konnte, versagte an wichtigen Stellen.
Vielleicht verstehen Sie jetzt die Bredouille, in der der Mensch steckt. Ob man Gott nun anerkennt oder nicht: Am Ende ist Gott zornig, weil wir einfach nicht so sind wie wir sein sollen.
Paulus sagt: “Ein Mensch wird durch Glauben für gerecht erklärt und nicht durch das Einhalten von Vorschriften.” (Röm 3,28)
Wenn Gott einen Menschen wie Sie und mich für gerecht erklärt, dann -wie wir gesehen haben- erklärt er keineswegs unsere bösen Taten für gut. Nein, unsere egoistischen oder ehebrecherischen Gedanken und Taten bleiben Sünde. Er erklärt uns auch nicht für gerecht, wenn wir den bösen Taten und Gedanken eine Überzahl von guten entgegensetzen. Nein, er erklärt uns eben nicht durch das Einhalten von Vorschriften für gerecht.

“…durch Glauben...”

Die Rechtfertigung, erlauben Sie mir hier, diesen theologischen Fachbegriff einzuführen, die Rechtfertigung des sündigenden Menschen erfolgt durch Glauben.
Es wäre jetzt ziemlich simpel, hier jedweden Glauben einzusetzen: Der Glaube an ein gutes Ende, der Glaube an ein höheres Wesen, der Glaube, dass Jesus ein guter Mensch gewesen sei.… all das meint Paulus nicht.
Kein Mensch möchte aus dem Zusammenhang gerissen zitiert werden. Ich empfehle, den ganzen Römerbrief zu lesen, wenigstens die ersten Kapitel. Wenn Sie keine Bibel haben, sprechen Sie uns bitte an. Wenn Sie nicht alleine lesen wollen: Bitte sprechen Sie uns an. Wenn Sie Fragen haben, auch kritische, dann sprechen Sie uns an. Nicht immer werden wir sofort die richtige Antwort haben, aber wir sind sicher, dass Gott dem aufrichtig Suchenden helfen wird, Gott zu finden. Und wenn wir dabei liebevoll stotternd eine Hilfe sein dürfen, sind wir dabei!
Paulus schreibt, dass wir durch Glauben für gerecht erklärt werden. Welchen Glauben meint er?
Wenn wir das beantworten lösen wir auch ein Problem, das wir vorhin schon ansprachen…. Was war das für ein Problem? Erinnern Sie sich noch? Wir hatten folgendes festgestellt:
Gott erklärt eine ungerechte Tat, also Sünde, keineswegs als gerecht - er erklärt aber einen Menschen, der sündigt, für gerecht. Der Sünder und nicht die Sünde wird für gerecht erklärt. Sünde bleibt Sünde. Um den Sünder aber für gerecht erklären zu können.... was muss geschehen?
Nehmen Sie einen Häuslebauer, der bei seiner Bank einen großen Kredit aufgenommen hat, ihn aber nicht zurückzahlen kann. Was muss geschehen, um das Schuldkonto des Schuldners als ausgeglichen bezeichnen zu können? Nein: Man kann nicht einfach die Auszahlung des Darlehens, also das Eintreten von Schuld, leugnen. Die Schuld ist doch entstanden: Vor Jahren und über Jahre. Was muss geschehen, damit die Bank sagen kann, ja sagen muss: Die Schulden existieren nicht mehr? Was muss geschehen, damit die Bank schreiben kann: Dieser Kunde hat keine Schulden mehr?
Genau: Die Schuld muss von jemand anderem bezahlt werden.
Denken Sie über diesen Satz ein paar Sekunden nach. Die unbestreitbare Schuld muss von jemand bezahlt werden, der für diese Schuld überhaupt nichts kann. Ein Dritter muss eintreten für meine Schuld. Ein anderer muss bezahlen.
Und das ist der Glaube des Evangeliums: Ein zutiefst sündiger Mensch hat durch das Einhalten von Vorschriften keine, absolut keine Chance auf Gottes Wohlgefallen! Durch den Glauben, dass Jesus Christus in der Lage war, die Schuld zu bezahlen, und er es aus Liebe zu uns auch getan hat, durch einen solchen Glauben kann Gott öffentlich erklären: Du warst schuldig. Ein anderer hat bezahlt. Du bist nicht mehr schuldig. Du bist gerecht.

Abschluss

an alle

Nichts Anderes bezeugt Mazin hier. Nichts Anderes haben Millionen von Christen bezeugt, die auch nach ihrer Bekehrung noch mit der Sünde kämpfen.
Wir sind als Christen nicht wirklich bessere Menschen, auch wenn unser Glaube schon etliche Veränderungen in unserem Verhalten bewirkt. Aber wenn Sie uns genau ansehen, werden Sie weiterhin viel Makel entdecken. Wir sind als Christen keine besseren Menschen, aber wir sind besser dran: Denn “Ein Mensch wird durch Glauben für gerecht erklärt und nicht durch das Einhalten von Vorschriften.” (Röm 3,28)
Und so laden wir Sie ein:
Akzeptieren Sie Gott und seine Meinung über Sie.
Akzeptieren Sie, dass all Bemühen, ein besserer Kerl oder eine bessere Kerline zu werden, nicht das Kernproblem löst.
Freuen Sie sich über die Frohe Botschaft, dass Sie wieder heil werden können. Durch den Glauben.

Persönliches Wort an Mazin

Mazin, mein junger Bruder im Glauben: Dein Taufvers ist eine frohe Botschaft und ich freue mich zusammen mit allen Gläubigen hier über deinen Glauben an das Evangelium. Wir haben uns Mühe gegeben, Deine Taufe als Feier zu gestalten, weil wir uns mit der Himmelswelt über jeden Sünder freuen, der zu Gott findet.
Der Sohn Gottes hat Deine Schuld genauso wie meine Schuld bezahlt. Daran zu glauben, rechtfertigt uns vor Gott und rettet uns vollständig und absolut sicher vor seinem berechtigten Zorn.
Ich will Dir aber auch eine Empfehlung mitgeben: Es stimmt, dass Werke uns nicht gerecht machen können. Kein einziges.
Die Bibel lehrt aber auch, dass
ein Jünger ein Vorbild für gute Werke sein soll (Titus 2,7)
dass Christen, die sagen, dass sie Ehrfurcht vor Gott haben, sich mit guten Werken schmücken sollen (Tit 2,13)
dass Christus sich hingegeben für eine Christenheit hingegeben hat, die “eifrig sein soll in guten Werken “(Tit 2,14)
dass wir in der Gemeinde darauf achten haben sollen, dass andere sich um gute Werke bemühen, damit sie kein fruchtloses Leben führen (Tit 3,14).
Ich auferlege Dir, den Titusbrief in den nächsten drei Monaten jeden Monat einmal zu lesen. Markiere dir alles, was Dir auffällt für ein Glaubensleben eines jungen Mannes.
In der Bibel steht viel über gute Werke, die Menschen erbringen! Sie tun es nicht, um ins Himmelreich zu kommen, sondern um sich wie Bürger des Himmelsreichs zu verhalten. Gott bereitet diese guten Werke vor, damit wir sie tun (Eph 2,10).
Und er belohnt seine Leute für gute Werke - manchmal im Hier und Jetzt, auf jeden Fall sollen sie sich Schätze im Himmel sammeln (Mt 6,20).
Da wo Dein Glaube dich trägt, durch diesen Glauben die Rettung vor Gottes Zorn in Anspruch zu nehmen und dich als Gerechtgesprochener taufen zu lassen, da ehre Deinen Retter, indem du alle guten Werke fleißig tust, die er für Dich vorbereitet hat.
Lass Dich drücken!
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