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Predigt - Das 10-Sekunden Prinzip

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Tu als nächstes einfach das, von dem du ziemlich sicher bist, dass Jesus es möchte. Nach dem Buch: "Das 10-Sekunden-Prinzip" von Clare de Graaf

Notes
Transcript

Einleitung

Eine Frau stand an der Supermarkt Kasse an. Vor ihr eine Mutter mit 3 kleinen Kindern, die das Bezahlen und Einkaufen sehr schwierig machten. Eines ihrer Kinder stand mit laufender Nase im mittlerweile leeren Einkaufswagen, ein anderes heulte mit 100 Dezibel und klammert sich an das Bein der Mama, das dritte Kind (ein Junge) war irgendwohin davongelaufen. Zwischenzeitlich war die einzige Kreditkarte der verzweifelten Mutter nicht akzeptiert worden. Sie hatte die Hälfte ihres Inhalts ihrer Handtasche auf das Laufband geschüttet und wühlte verzweifelt durch das Durcheinander von Schlüsseln, Hygieneartikeln und Babyspielzeug um irgendwie genug Bargeld zusammen zu bekommen. Wie jede gute Mutter suchte sie gleichzeitig in den Augenwinkeln die Umgebung nach ihrem verschollenen Sohn ab. Die bedauernswerte Mutter war verzweifelt, und sie war kurz davor die Beherrschung zu verlieren. In diesem Moment sagte die Frau hinter ihr zu der Kassiererin: „Das hier sollte das Problem lösen“ und reichte der Kassiererin eine Kreditkarte. Die Kassiererin schaute verdutzt von der Kreditkarte zu der jungen Mutter und keiner wusste was als nächstes zu tun war. Die junge Mutter sagte: „Das wäre nicht nötig“ und schob sich verlegen die Haare aus dem Gesicht. „Ich weiß, aber ich meine es ernst. Bitte lassen Sie mich das für Sie tun – und für ihre Kinder.“ Sie signalisiert der Kassiererin mit dem Bezahlen fortzufahren. „Ich habe ein Auge auf ihre Einkäufe, wenn sie ihren Sohn suchen wollen“, sagte die Frau. Die junge Mutter tat sich sichtlich schwer damit zu verstehen, was gerade passiert und brachte nur ein leises „Danke“ heraus. Dann fing sie an, ihre Handtasche wieder einzuräumen und eilte mit einem Kind auf dem Arm und dem anderen an der Hand los, um den verlorenen Sohn zu finden. Als die junge Mutter nach kurzer Zeit mit allen 3 Kinder wieder zurückkam, wandte sich die großzügige Frau ab, um zu gehen. „Einen Moment noch, bitte“, rief die junge Mutter: „Vielen herzlichen Dank – aber kennen wir uns?“ Die Frau lächelte: „Nein, ich kann mich nicht erinnern, sie schon einmal gesehen zu haben.“ „Aber warum haben sie dann für mich meine Einkäufe bezahlt?“
„Ich bin Christ“ sagte die Frau: „und als ich hinter ihnen an der Kasse stand, hatte ich den Eindruck dass Gott mich bat für ihre Einkäufe zu bezahlen. Also habe ich es getan - so einfach ist das. Da alles was ich habe, ohnehin Gott gehört, hat er ihre Rechnung bezahlt, nicht ich. Danken sie einfach Gott, wenn sie möchten. Ich wünsche ihnen einen schönen Tag.“ Mit einem letzten Lächeln drehte sich die Frau um und ging.
Diese Frau tut etwas, wozu uns die Bibel auffordert. Ich zeige es euch, und zwar heißt es in Matthäus 5,16
Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. Dann werden sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen. Matthäus 5,16
Gehorchen ist nicht immer einfach
Gott gab dieser Frau in der Geschichte einen Impuls, oder sagen wir Gedanken. Und diese Frau hat gehorcht und diesen Gedanken ausgeführt. Das klingt einfach, oder? Aber tatsächlich ist es egal, wie lange du Christ bist: Auf Gottes leise Stimme zu hören, ist nicht immer so leicht und braucht Übung. Aber wenn man verstanden hat, dass wir als Christen tatsächlich den Geist Gottes (=Heiligen Geist) haben, dann kann man lernen sich immer mehr von ihm führen zu lassen. Wenn wir Gott ganz bewusst gesagt haben, dass er unser Herr im Leben sein darf, dann schenkt er uns den Heiligen Geist. Und mit dieser Geist kann uns leiten und helfen zu erkennen, was Gott von uns möchte.
Die Bibel sagt in 1.Kor 2,11+12:
So wie jeder Mensch nur ganz allein weiß, was in ihm vorgeht, so weiß auch nur der Geist Gottes, was Gottes Gedanken sind. Wir haben nicht den Geist dieser Welt bekommen, sondern den Geist Gottes. Und deshalb können wir auch erkennen, was Gott uns geschenkt hat.
1.Kor 2,11+12
Was ich euch heute zeigen will, ist eine Lebensregel, ein Prinzip, das euch helfen kann. Dieses Prinzip ist einfach, aber es bringt trotzdem sehr gut auf den Punkt, was es bedeutet Jesus nachzufolgen. Um was es heute geht, ist das 10-Sekunden-Prinzip.

Das 10-Sekunden-Prinzip

Tu als nächstes einfach das, von dem du ziemlich sicher bist, dass Jesus es möchte.
(und entscheide dich sofort dafür – innerhalb der nächsten 10 Sekunden – bevor du es dir wieder anders überlegst!)
Darum geht es. Um nicht mehr und nicht weniger. So wie die Frau aus der Geschichte im Supermarkt. Wenn du einen guten Gedanken hast, der Jesus auch gefallen würde - dann tu ihn.
Was ihr mit diesem Prinzip erleben könnt und welche unglaubliche Kraft hinter diesem Prinzip steht, dazu kommen wir jetzt.
Es gibt nämlich 3 Grundregeln, die uns dabei helfen diesen Prinzip anzuwenden. Jede Grundregeln hilft mir dabei das Prinzip besser zu verstehen und anzuwenden. Denn darum soll es gehen, dass wir in der Lage sind das 10-Sekunden-Prinzip anzuwenden. Los gehts...

1. Regel

Wenn wir halbwegs sicher sind, dass Jesus uns um etwas bittet, sollten wir es sofort tun.
Bei mir ist es folgendermaßen und vielleicht kennt ihr das:
Ich habe immer mal wieder den Gedanken oder Impuls, etwas Gutes zu tun. Oft müsste ich aber, um dem Impuls nachzugehen, aus meiner Komfort-Zone heraus. Ich mach euch ein paar Beispiele: - Einen Tramper mitnehmen oder jemandem helfen, der mit seinem Auto liegen geblieben ist - jemanden, der wenig Freunde hat im Krankenhaus besuchen - eine Familie, deren tragische Geschichte ich in der Zeitung gelesen habe, Geld schenken - mit einem Arbeitskollegen über den Glauben zu reden - jemandem eine ermutigende Karte schreiben, ein Lob aussprechen oder großzügig sein. - jemanden anrufen, etwas verschenken, nachgeben, entschuldigen, verzeihen, und so weiter..
Oder manchmal bittet mich jemand, ob ich unter der Woche an ihn denken kann weil etwas schwieriges ansteht und ich denke, ich könnte auch jetzt direkt für dich beten… spüre sogar den inneren Drang dazu, aber ich tue es nicht.
Und die Liste könnte ich noch lange fortführen. Aber egal wie gut der Impuls ist, in den meisten Fällen tue ich es nicht.
Warum? Weil es neben der ersten Stimme auch noch die zweite Stimme gibt. Wir reden uns ein, dass es die Stimme der Vernunft wäre… aber in Wahrheit ist es meine eigene Stimme. Ich selbst wehre mich nämlich dagegen dem Impuls nachzugehen, weil es mich etwas kosten könnte, weils unbequem ist.
Und wenn ich einen Impuls habe, etwas Gutes zu tun, dann beginnt immer direkt in meinem Kopf ein kleines Wortgefecht zwischen dem Impuls und meiner eigenen Stimme. Ich rede mir selber ein, dass bestimmt jemand anderes hilft, oder dass es auf andere komisch wirkt was ich tun würde, oder dass man vorsichtig sein muss, oder 1000 andere Gründe um nicht aktiv zu werden. Und wenn das Wortgefecht in meinem Kopf nur lange genug dauert, dann verschwindet der Impuls langsam, der ersten Stimme zu gehorchen.
Das liegen gebliebene Auto verschwindet im Rückspiegel. Die Zeitung landet im Müll. Das Gebetsanliegen gerät in Vergessenheit. Und der anfängliche Impuls, jemand anderem etwas Gutes zu tun, vergeht. Und der Alltag geht weiter.
Genau das beschreibt auch der Apostel Paulus in der Bibel, er sagt folgendes:
Ich mache also ständig dieselbe Erfahrung: Das Gute will ich tun, aber ich tue unausweichlich das Böse. Ich stimme Gottes Gesetz aus tiefster Überzeugung und mit Freude zu. Dennoch handle ich nach einem anderen Gesetz, das in mir wohnt. Dieses Gesetz kämpft gegen das, was ich innerlich als richtig erkannt habe, und macht mich zu seinem Gefangenen. Es ist das Gesetz der Sünde, das mein Handeln bestimmt.
Römer 7,21-23
Ich glaube, wir alle können nachempfinden, was Paulus hier meint. Und wir alle reden uns gerne aus der Verantwortung, diskutieren mit uns selbst wenn es darum geht, das zu tun was richtig ist. Und genau deshalb ist es so wichtig, nicht zu lange zu warten. Sondern wenn man dem Impuls verspürt etwas Gutes zu tun, sich sofort dafür zu entscheiden - innerhalb der nächsten 10 Sekunden - bevor du es dir wieder anders überlegst.
1. Regel: Wenn wir halbwegs sicher sind, dass Jesus uns um etwas bittet, sollten wir es sofort tun. (Daher die 10 Sek)
Wenn man abwartet, dann fängt man an, diese Eindrücke von Gott zu überdenken. Zweifel und Angst werden sofort die Gelegenheit ergreifen, uns ihre Fragen zu flüstern und davon abzubringen. Wenn das geschieht, gewinnt normalerweise die andere Stimme.

2. Regel

Wenn Gott uns einen Eindruck oder Impuls gibt, dann stimmt es immer mit dem überein was die Bibel lehrt und wie Gott ist.
Bevor ich anfange Jesus einfach spontan zu gehorchen - wie weiß ich dass diese Stimmen, diese Eindrücke, Impulse die ich bekomme, wirklich von ihm sind?
Zunächst einmal spreche ich grundsätzlich lieber von „Eindruck“ oder „Impuls“, wenn ich die Stimme beschreibe. Das nimmt den Druck raus. Es macht mich tatsächlich eher nervös, wenn andere Leute davon sprechen: „Gott hat mir gesagt.“ – „Der Herr hat zu mir gesprochen“. Eine solche Aussage lässt keine Rückfrage zu, kein Hinterfragen. Solange Gott zu mir nicht mit einer hörbaren Stimme spricht, spreche ich immer davon, dass ich einen Eindruck oder Impuls habe. Gott spricht nämlich tatsächlich viel öfters durch einen Gedanken, verbunden mit einem starken Gefühl, dass es gut wäre das oder jenes zu tun. Es fühlt sich richtig an.
Wenn man die Bibel liest kann es auch vorkommen, dass wir solche Eindrücke oder Impulse haben. Es kann nämlich durchaus passieren, wenn man die Bibel liest, dass eine Geschichte, ein Gleichnis oder Bibelvers so in mein Leben spricht, dass ich das Gefühl habe, es ist Gott selbst der mir hier etwas sagen will.
in Johannes 10 sagt Jesus dass die Schafe des Hirten ihm folgen, weil sie seine Stimme kennen. Einem fremden aber folgen sie nicht, sondern laufen davon, weil sie seine Stimme nicht kennen.
Dann sagt Jesus: Ich bin der gute Hirte, ich kenne meine Schafe und sie kennen mich.
Joh 10; 4-5 + 14
Wenn Gott zu uns spricht, also uns einen Gedanken oder Eindruck oder Impuls schenkt, dann muss dieser Gedanke zu dem passen, wie Gott ist und was er sonst in der Bibel sagt. Oder in anderen Worten, Gott würde dir nie etwas sagen, was der Bibel widerspricht.
Wenn als jemand behauptet, Gott habe zu ihm gesagt er solle die Frau vom Nachbarn auspannen. Dann kann das nicht Gott gewesen sein, weil Gott in der Bibel ganz klar sagt, dass wir keinen Ehebruch begehen sollen.
Wir merken also, es hilft auf jeden Fall Gott und sein Wort zu kennen.
Je mehr wir über das Wesen und die Worte Jesu Christi wissen, desto sicherer werden wir darin, ihm nachzufolgen.
Wiederholung 2. Regel : Wenn Gott uns einen Eindruck oder Impuls gibt, dann stimmt es immer mit dem überein was die Bibel lehrt und wie Gott ist.

3. Regel

Das Prinzip setzt nicht voraus, dass wir zu 100% sicher sind, dass ein Eindruck von Gott kommt, bevor wir gehorchen.
Die Frage die oft kommt lautet: “Wie kann ich denn sicher sein, dass ein Eindruck von Gott kommt?”
Kann ich mit Sicherheit sagen, dass jeder Eindruck, den ich meine von Gott zu bekommen, auch wirklich von Gott kommt? Nein.
Wahrscheinlich werden wir hier auf der Erde immer ein kleines bisschen Unsicherheit haben, wenn es darum geht Gottes Stimme wahrzunehmen.
Was ich sicher weiß: Der Heilige Geist spricht wirklich zu uns Gläubigen - Und auch wenn die Bibel nicht exakt beschreibt wie der Heilige Geist zu uns spricht so wissen wir, er tut es. Denn andernfalls gäbe es keinen Grund, warum wir um Führung oder Weisheit in Situationen bitten sollten, die nicht klar in der Bibel angesprochen werden.
Um halbwegs sicher zu sein, dass du einen Impuls oder Eindruck von Gott nachgehen sollst, musst du eigentlich nur glauben, dass es etwas ist, was Jesus vielleicht selbst täte wenn er du wäre. Oder stell dir vor, du könntest Jesus fragen: Würde er sagen, ja das ist eine gute Idee, mach das.
In den Psalmen heißt es
Ich gebe mir Rechenschaft über mein Leben und richte mich wieder neu nach deinen Geboten aus.
Ich zögere nicht und will keine Zeit verlieren, das zu tun, was du befohlen hast. Psalm 119, 59-60
Aber nehmen wir einmal an, dass ein Eindruck, den du hattest, wirklich tatsächlich nicht von Gott kam. Was ist das schlimmste, das passieren kann? Du hast dich gegenüber jemand anderem immer noch freundlich und gut verhalten; oder du hast dich davon abgehalten etwas zu tun, was du nicht tun sollst?
Wenn das was wir tun, auch Jesus getan haben könnte und sich mit dem deckt, was die Bibel vorgibt, können wir eigentlich nichts falsch machen.
Anders ausgedrückt: Im besten Fall war es Die Stimme Gottes, im schlechtesten Fall eine gute Tat, die du getan hast. So oder so können wir also eigentlich nur richtig handeln, wenn wir unseren inneren Eindrücken nachgehen sofern die 3 Grundregeln beachtet werden.

Zusammenfassung - Das 10-Sekunden-Prinzip

Tu als nächstes einfach das, von dem du ziemlich sicher bist, dass Jesus es möchte.
(und entscheide dich sofort dafür – innerhalb der nächsten 10 Sekunden – bevor du es dir wieder anders überlegst!)
Dieses Prinzip wird dir, wenn du es regelmäßig anwendest, dabei helfen, dem Heiligen Geist mehr Raum zu geben & dich von Gott führen zu lassen.
Das 10 Sekunden Prinzip ist gedacht für den Alltag, wenn es darum geht das zu tun was gut und richtig ist und Gottes Willen entspricht. Es gibt Entscheidungen mit großer Tragweit bei denen es sich empfiehlt, sich etwas mehr Zeit zu lassen. Also wenn es darum geht, wen ich heiraten, welche Stelle ich annehme, ob ich viel Geld investieren oder ein Kind adoptieren soll. In solchen Fällen nehmt euch mehr als 10 Sekunden Zeit.
Das 10-Sekunden-Prinzip ist gedacht für den Alltag. Es soll helfen, täglichen Versuchungen zu widerstehen und göttlichen Impulsen zu folgen, nämlich freundlich ermutigend und großzügig zu sein. Mit anderen Worten, wenn es um den Basisgehorsam geht.
Und Gehorsam in den kleinen Dingen ist so wichtig.
Ich glaube, dass der Charakter eines Menschen weniger von großen und dramatischen Entscheidungen geprägt wird als von dem Einfluss den viele gehorsame kleine Taten auf sein Leben haben.
Der Sinn nach dem 10-Sekunden-Prinzip zu leben, liegt darin, dass es uns hilft Gehorsam zu entwickeln, angefangen bei den kleinen Dingen.
Challenge: 30 Tage lang nach diesem Prizip zu leben!
Bete, dass Gott dir hilft. Lies die Bibel und tu was sie sagt. Bete täglich für alles, was anliegt. Und gehorche Gott mutig.
Ich mache euch Mut, eure Zeit und Kraft einzusetzen, um im Glauben immer stärker zu werden.
Körperliches Training hat einen gewissen Wert, aber geistliches Training ist noch viel wichtiger, denn es verspricht Gewinn in diesem wie auch im zukünftigen Leben. 1. Timotheus 4, 8 (Neues Leben Bibel)
Gebet
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