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Vergeben können und Versöhnung finden

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Es ist erschütternd, wie schnell Menschen bereit sind, ihre Beziehungen zu kappen - manchmal nur wegen einer unversöhnten Meinungsverschiedenheit. Da liegt ein Hund vergraben, es stinkt gewaltig nach Zerstörung und Unfriede. Wir wissen, dass echte Vergebung zu versöhnten Beziehungen führt. Aber wie finden wir den Weg zur echten Vergebung? Und wie gehen wir Schritte zur Versöhnung? Gott hat es uns vorgemacht, indem er die Menschen mit sich selbst versöhnte. Darin liegt eine ungeheure Kraft und Befähigung für uns.

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Alle wollen ihren Frieden

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen:
1. “Ich wünschte mir, du würdest mir verzeihen und alles wäre wieder wie vorher...”
2. “Lass mich in Ruhe...”
Beide Sätze habe ich erst kürzlich gehört. Beide sagen vor allem: “Ich will meinen Frieden!” Der Unterschied ist: der erste glaubt, den Frieden nur zu bekommen, wenn der andere wieder nett zu ihm ist. Das ist der Harmonie-Typ. Der zweite glaubt, den Frieden nur zu bekommen, wenn er nicht vom anderen gestört wird. Das ist der Distanz-Typ. Beide wollen aber vor allem ihren Frieden.
Gott denkt anders. Wir sind ja heute im Gottesdienst, um Gott besser kennen zu lernen. Gott ist anders! Er will nicht seinen Frieden. Sondern er will unseren Frieden. Er will nicht Ruhe vor uns - oder dass wir doch wieder nett mit ihm sind. Sondern er will unser Bestes. Und darum will er, der Gott des Friedens, mit uns sein und unsere Herzen und Gedanken mit seinem Frieden erfüllen (vgl. Römer 15,33; Philipper 4,7)
Mein Predigttext steht in 2 Korinter 5,19. Dieser Satz hat es in sich!
Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. 2 Korinther 5,19 nlb
Es geht um Vergebung und Versöhnung. Vergebung, dass Gott darauf verzichtet, die Verfehlungen anzurechnen. Versöhnung, dass unsere zerrüttete Beziehung zu Gott wieder geheilt wird.
Kein: “Lasst mich in Ruhe!” sondern: “Ich lasse euch nicht in Ruhe, damit wir versöhnt werden können.”
Kein: “Ich wünschte, ihr wärt wieder nett zu mir!” sondern: “Ich entscheide mich, eure Sünden zu vergeben, damit wir versöhnt werden können.”
Wir sind damit mitten im Evangelium. Das ist unsere gute Botschaft. Wir lernen Gott und sein Angebot wieder etwas besser kennen!
Beginnen wir zuerst damit:

Der Schmerz der Unversöhntheit

Wenn Gott sich entscheidet, die Welt mit sich zu versöhnen, in welchem Zustand ist die Welt dann? Im unversöhnten Zustand. Gott selber ist aber der Gott des Friedens. Er kommt in der Person von Jesus Christus auf uns zu und unternimmt alles, um dieses Unversöhntheit zu überwinden. Römer 5,10 erklärt sogar:
Wir sind ja durch den Tod seines Sohnes mit Gott versöhnt worden, als wir noch seine Feinde waren. Römer 5,10a nlb
Feinde! Feinde Gottes! Uff… ist dir das bewusst! In unserem natürlichen unversöhnten Zustand sind wir Feinde Gottes. Das muss sich ändern! Es schmerzt, wenn wir das erkennen!
Wenn jemand Gott nicht kennt, oder ihm nicht nah ist, dann nimmt er den Schmerz der Unversöhntheit nicht wahr. Aber er ist da, dieser Schmerz der Unversöhntheit. Das ist auch zwischen Brüdern so, die sich verkracht haben. Die Zwillingsbrüder Jakob und Esau waren Todfeinde, als Jakob vor Esau in ein anderes Gebiet flüchtete. Der Schmerz der Unversöhntheit hielt sich in Grenzen. Jakob gründete eine Familie und wurde ein wohlhabender Mann. Das hiess damals: viele Tiere und Knechte und Mägde. Und viele Kinder. Nun machte er sich auf den Weg, zurück in seine Heimat zu gehen. Plötzlich war der Schmerz der Unversöhntheit wieder voll präsent. Wie wird Esau reagieren? Beabsichtigt er immer noch, seinen Bruder Jakob zu töten? Hier ist die Biblestory dazu, wie Jakob mit dem Schmerz der Unversöhntheit umgegangen ist.
Biblestory: 1 Mose 32-33
Jakob sendet Boten zu seinem Bruder Esau. Sie richten ihm aus: “Esau, mein Herr. Ich, dein Diener Jakob, habe bei unserem Onkel Laban gelebt und bin wohlhabend geworden. Ich hoffe, du nimmst uns freundlich auf.”
Die Boten kommen mit der Nachricht zurück, dass Esau mit einem Trupp von 400 Männern entgegenkomme. Jakob erschrickt. Er teilt seine Leute und alles, was er hat, in zwei Gruppen. Wenn Esau die eine Gruppe angreift, würde wenigstens die andere Gruppe davonkommen.
Dann betet Jakob: “Herr, du hast mir befohlen, wieder zurück zu kehren. Ich bin es nicht wert, dass du mir so treu bleibst. Bitte rette mich vor meinem Bruder Esau. Ich habe Angst! Aber du hast doch versprochen, dass meine Nachkommen zahlreich wie Sand am Meer sein werden.”
Danach bereitet Jakob ein Geschenk für Esau vor: 200 Ziegen, 20 Ziegenböcke, 200 Mutterschafe, 20 Widder, 30 säugende Kamele, 40 Kühe, 10 Stiere, 20 Eselinnen und 10 Eselsfohlen. Diese sendet er in einzelnen Herden dem Esau entgegen. Jakob denke: “Ich will Esau mit den Geschenken freundlich stimmen.”
In der nächsten Nacht bringt Jakob auch seine beiden Frauen, beide Nebenfrauen und deine elf Söhne über eine Fuhrt auf die andere Seite des Jabbok-Flusses. Er bleibt allein zurück. Plötzlich ist da ein Mann, der mit Jakob kämpft. Die ganze Nacht lang. Am Morgen will der Mann gehen: “Lass mich los.” Aber Jakob sagt: “Ich lasse dich nicht los, bevor du mich gesegnet hast.” - “Wie heisst du?” - “Jakob!” - “Von jetzt an heisst du Israel. Denn du hast sowohl mit Gott als auch mit Menschen gekämpft und gesiegt.” - Und der Mann segnet Jakob und verschwindet. Jakob realisiert: “Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch noch am Leben.” Aber seit diesem Kampf hinkt Jakob.
Als der Tag anbricht, sieht Jakob Esau mit seinen 400 Mann herankommen. Jakob sammelt seine Familie und geht vor ihnen her auf Esau zu. Er verneigt sich sieben Mal, bis sie sich begegnen.
Esau aber rennt Jakob entgegen, fällt ihm um den Hals und küsst ihn. Beide weinen.
Dann fragt Esau nach der Familie von Jakob - und dieser stellt alle dem Esau vor. “Und”, fragt Esau, “was wolltest du mit den vielen Herden?” - “Das ist mein Geschenk für dich!” - “Och nein, ich habe genug, behalte sie doch!” - “Nein, bitte nimm meine Geschenke an, wenn du mich annimmst.”
Jakob fährt fort: “Als ich dich sah, war mir, als ob ich Gott selbst sehen würde! Du hast mich so freundlich aufgenommen.”
Der Schmerz der Unversöhntheit überwältigte Jakob. Was tat er? Er handelt zuerst aus Angst, dann betet er, danach setzt er auf Versöhnung.
Aus Angst teilte er sein Hab und Gut auf. Manchmal machen wir Ähnliches: wir stellen einen Teil von dem, was wir haben, sicher. Wir wollen lieber nur die Hälfte verlieren. Solche Dinge machen wir, wenn wir dem anderen Misstrauen. Auch wenn wir Gott misstrauen, dann geben wir nicht alles hin für ihn. Wir behalten uns immer noch einen kleinen Bereich, über den wir selbst die Kontrolle behalten wollen.
Das Gebet stärkt ihn. Er erinnert sich wieder daran, was Gott ihm versprochen hat. Wer er eigentlich in Gottes Augen ist: ein Segensträger. Wenn du am Schmerz der Unversöhntheit leidest, dann bring diesen Schmerz vor Gott. Bete. Erzähle von deiner Angst. Zähle auf, was du alles befürchtest. Dann erinnere Gott (und dich selbst) daran, wer er ist, und an die Zusprüche, die er uns gibt. Es heisst ja: “Wenn wir Jesus immer besser kennenlernen, gibt seine göttliche Kraft uns alles, was wir brauchen, um ein Leben zu führen, über das sich Gott freut! Er hat uns durch seine Herrlichkeit und Güte berufen.”(2 Pe 1,3)
Jakob investiert viel in die Versöhnung mit seinem Bruder. Er beschenkt Esau grosszügig. Er ehrt ihn, indem er Esau als Herr und sich selbst als Diener bezeichnet. Er verneigt sich vor Esau. Was bist du bereit, in eine Versöhnung zu investieren? Bist du bereit, dich vor dem zu bücken, der etwas gegen dich hat - und gegen den du etwas hast? Sind wir nicht eher geneigt, möglichst aufrecht vor den andern hinzustehen, möglichst zu zeigen: “Mich musst du ernst nehmen.” Versöhnung suchen hat aber viel mit Demut zu tun. Wenn ich Versöhnung will, wirkliche Versöhnung, verstehst du, dann funktioniert das nur mit Demut.
Bevor Jakob dem Esau begegnet, greift Gott ein. Der Kampf mit diesem geheimnisvollen Mann am Flussufer vom Jabbok. Der Segen. Der neue Name Israel. Das war ein Schlüsselmoment im Leben von Jakob. Sein Fazit: ich habe Gottes Angesicht gesehen. Und als er am Tag darauf dem Esau begegnet, sagt er: ich habe in deinem Angesicht Gottes Angesicht gesehen.
Das ist es! Gottes Angesicht im anderen sehen. Egal, wem du begegnest: er ist ein Ebenbild Gottes. Ich übertrage das: begegne dem anderen, als würdest du Jesus in ihm begegnen.
Ich leitete einmal eine Gruppe Teenager. Die Gruppe war sehr unkonzentriert - wie Teenies das manchmal sind. Und ich wurde immer ungeduldiger - wie Erwachsene das manchmal sind. Irgendwann riss mir der Geduldsfaden und ich habe die Teenies beschimpft und - nach dem Motto: “Ich will meinen Frieden” - habe ich ihnen eine Aufgabe gegeben und bin eine Zeitlang aus dem Raum gegangen. Danach war die Beziehung zwischen der Gruppe und mir gestört. Es war ein “unversöhnter Zustand”. Die nächsten Treffen waren nun einfach kühl, sachlich. “Ich will meinen Frieden”. Eine andere Teenyleiterin beobachtete das und fand: das darf nicht so bleiben. Sie investierte sich in die Versöhnung zwischen den Teenies und mir. Es gab eine Aussprache, Gebete. Ich hörte den Teenies zu. Sie hörten mir zu. Es gab Versöhnung und unser Miteinander wurde sogar besser als vorher.
Ich bin überzeugt: wenn ich den Teenies so begegne, als würde ich Jesus begegnen, dann hat das einen gewaltigen Einfluss darauf, wie unsere Beziehung ist. Bei wem möchtest du das heute ausprobieren?
Noch etwas zur Geschichte von Jakob und Esau:
Ich werde den Zweifel nicht ganz los, dass Jakob einfach dem Schmerz der Unversöhntheit aus dem Weg gehen wollte - aber dass er sich nicht auf eine totale Versöhnung einlassen wollte. So wie die Geschichte in 1 Mose 33 weitererzählt wird, lädt Esau Jakob ein, am selben Ort zu wohnen. Jakob windet sich da irgendwie heraus und wird schliesslich nicht in Seïr bei Esau im Süden, sondern in Sichem im Westen sesshaft.
Vielleicht liegt es daran, dass das Problem, welches zur Unversöhntheit geführt hat, gar nicht angesprochen wurde. Es wird von keiner Aufarbeitung der Schuld zwischen Jakob und Esau erzählt. Aber Fakt ist: Versöhnung, die langfristig halten soll, braucht klare Vergebung. So wie es in 2 Korinther 5,19 heisst: “Gott verzichtet darauf, uns unsere Übertretungen anzurechnen.”
Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. 2 Korinther 5,19 nlb

Echte Versöhnung folgt der Vergebung

Versöhnung bedeutet: Heilung einer zerrütteten Beziehung. Wie kann echte Versöhnung geschehen? Wie kann in eine kaputte Ehebeziehung wieder geheilt werden? Es gibt ja in der Bibel diese starke Aussage über die Ehe:
Eine Frau darf sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. Wenn sie es bereits getan hat, soll sie ehelos bleiben oder sich mit ihrem Mann aussöhnen. Dasselbe gilt für den Mann: Er darf sich nicht von seiner Frau trennen. 1 Korinther 7,10b-11 ngü
Zum Thema der Scheidung und der Wiederheirat gibt es natürlich noch mehr zu sagen. Aber hier wird der Weg der Versöhnung angesprochen. Dieser Weg ist der Königsweg. Davor hat man aber Respekt. Man will sich doch nicht nochmal auf gleiche Art und Weise verletzen lassen. Man möchte doch auch in der Ehe seinen Frieden. Und wenn der andere nicht nett zu mir ist, dann soll er oder sie mich doch bitte in Ruhe lassen. Alles verständlich.
Auch Jakob zog nicht zu Esau nach Seïr, sondern nach Sichem. Auch ich hatte mich mit der Teenagergruppe arrangiert auf einen kühlen, sachlichen Umgang. Versöhnung scheint zu schmerzhaft zu sein. Wir lassen es lieber beim oberflächlichen Frieden.
Stopp!
Gott sagt: meine lieben Kinder! Ich gebe meinen Sohn für euch in den Tod, damit wir versöhnt werden können. Ich übertrage euch nun auch die Botschaft der Versöhnung!
Als Christen kommen wir nicht mit einem oberflächlichen “Ich will meinen Frieden” davon! Wir haben das Amt der Versöhnung. Und wir realisieren: das funktioniert nur, wirklich nur, wenn die Vergebungs-Arbeit gemacht wird.
Gott sagt: ich rechne den Menschen ihre Sünden nicht an. Vergebung heisst also genau das: ich entscheide mich, dir nichts mehr nachzutragen. Ich entscheide mich, deine Schuld, die du bei mir hast, loszulassen. Unabhängig davon, ob ich das Gefühl habe, dass du diese Vergebung verdienst. Vgl. Mt 5,23-24.
Im Vaterunser beten wir ja: “Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern” (Mt 6,12) . Die Logik ist dabei: meine Schuld lasse ich von Jesus vergeben - und ich bin gleichzeitig bereit, alle aus der Schuld zu entlassen, gegen die ich etwas habe.
Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat. Epheser 4,32 nlb
Einer unserer Jungscharleiter entschied sich, mit seiner Freundin zusammen zu ziehen. Wir sind aber überzeugt, dass ein Paar zuerst heiraten soll, bevor es zusammen zieht. Sonst macht die Ehe als Bund vor Gott und miteinander keinen Sinn. Nun, unser Jungschileiter hat das anders gesehen. Weil ein Leiter in der Gemeinde eine wichtige Vorbildfunktion hat, ist er logischerweise aus dem Jungscharteam ausgetreten. Die ganze Geschichte ging aber nicht einfach so locker und sachlich ab. In den Gesprächen gab es Verletzungen und Gegenverletzungen. Es entstand ein unversöhnter Zustand. Der Schmerz der Unversöhntheit war so stark, dass sich das Paar auch aus der Gemeinde zurückzog. Verständlich, nicht wahr? Wir haben es ja alle in uns, dieses: “Ich will meinen Frieden”. Aber Gott sah das anders. Dieser Schmerz der Unversöhntheit war so stark, dass wir ein Vergebungs-Fest organisierten. Wir, dieses Paar, das Jungschar-Team und wir als Gemeindeleiter, trafen uns an einem schönen Ort. Dann sprachen wir die ganze Geschichte durch. Offen. Es wurden Klagen ausgesprochen. Was man dem andern vorwirft. Und Gott war dabei. Die Kraft der Vergebung war da. Es gab Aha-Erlebnisse. Das Paar selber war mittlerweile verheiratet. Es akzeptierte und unterstützte nun unser Ausschliessen bezüglich Leiter, die unverheiratet zusammenwohnen wollen. Und sahen den Wert der Ehe mittlerweile anders. Dieses Vergebungs-Fest war ein Versöhnungsfest. Es gab eine Erneuerung. Die war aber nur möglich, weil wir all das, was vorgefallen war, durchsprechen konnten und einander zugesprochen haben: “Ich vergebe dir!”

Die Botschaft der Versöhnung

Noch einmal unser Predigttext:
Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. 2 Korinther 5,19 nlb
Er hat uns die herrliche Botschaft der Versöhnung anvertraut. Im folgenden Vers wird das noch ausgedeutscht.
So sind wir Botschafter Christi, und Gott gebraucht uns, um durch uns zu sprechen. Wir bitten inständig, so, als würde Christus es persönlich tun: »Lasst euch mit Gott versöhnen!« 2 Korinther 5,20 nlb
Um solche Botschafter von Christus zu sein, wollen wir selber Vergeben können und Versöhnung finden. Ich gebe uns diese drei Schritte mit. Nicht, damit wir unseren Frieden haben, sondern damit echter Friede geschieht:
Nimm Vergebung und Versöhnung von Gott an
Vergib denen, die an dir schuldig geworden sind
Mach den ersten Schritt zur Versöhnung
Vergiss dabei nicht: Bei Jakob hat Gott eingegriffen - und so konnte er im gefürchteten Esau Gottes Angesicht erkennen. Bei meiner Teenygruppe und mir hat Gott eingegriffen und einer Teenyleiterin aufs Herz gelegt, Versöhnung zu vermitteln. Bei unserem Jungschiteam hat Gott eingegriffen und eine Versöhnung ermöglicht, nachdem wir Vorwürfe, Anklagen, Schuld ausgesprochen und vergeben haben.
Vergeben kannst du alleine.
Zur Versöhnung braucht’s den anderen.
Der Schlüssel ist: lass dich versöhnen mit Gott! Lebe versöhnt mit Gott.

Nachtrag

Aus “Motivationen”
Wenn Vergebung durch etwas geschehen würde, das wir bewerkstelligen könnten, würde das von der Herrlichkeit dessen ablenken, was Jesus für uns tat. Es würde Gottes Vergebung die Außergewöhnlichkeit nehmen. Es wäre kein Unterschied zu unserer Vergebung, die wir denen gewähren, die etwas wieder gutmachen, was sie uns angetan haben. Dahingegen ist göttliche Vergebung etwas, das Sie nie erlebt haben. Sie wurde uns entgegengebracht, als wir noch Sünder gegen Gott waren, und nicht einfach, nachdem wir den Versuch unternahmen, uns zu ändern. Durch diese verblüffende Liebe können wir „nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade“ (Hebr 4,16). Und das ist erst der Anfang. Diese Liebe wird auch unsere Reaktion auf die Umstände des Lebens verändern.
Welch, E. T. (2009). Motivationen: Warum Tun Wir, Was Wir Tun? (Bd. 3, S. 22). D-Waldems: 3L Verlag.
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