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Volk

Der rote Faden  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented   •  37:59
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1. wir wollen lernen, die Bibel nach dem EVA-Prinzip zu lesen. 2. Der rote Faden in der Geschichte des Volkes Israel (Exodus - Maleachi) 3. Tiefenbohrung 1 - Segen oder Fluch?! Bund Gottes 4. Tiefenbohrung 2 - Triumph oder Leiden - die Messias-Erwartung Vertiefung Gruppen

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Transcript

Den Blick schärfen [hermeneutischer Impuls]: E.V.A.

max. 5 Minuten
Bibellesen ist, wie ein Monet-Bild betrachten. [Achtung: Bild evt. urheberrechltich geschützt.]
DIY Bible Study Interpreting the Bible Is Like Appreciating a Monet Painting

Biblical interpretation is like appreciating a Monet painting. At first, everything is a bit blurry, but once you stand farther back, you see how all the blurry shapes fit together into something beautiful. In this regard, there is absolutely no substitute for reading all of the Bible and reading it regularly; the more parts of the Bible that are in your head, the more the Bible will make sense. The Scriptures illuminate one another.

Eine wichtige Regel ist also. die Bibel mit der Bibel auslegen! Bibelstellen werfen Licht auf andere Bibelstellen.
Um das anzuwenden, hilft es, den Bibeltext zuerst zu entdecken, dann zu verstehen, dann anzuwenden (EVA).
Flipchart: E.V.A. aufschreiben
Entdecken: was steht genau hier? Wer kommt hier vor? Wo findet das statt? In welchem Zusammenhang steht dieser Text?
Verstehen: Was für ein biblisches Buch habe ich vor mir? Wo gehört es in der grossen Geschichte Gottes mit den Menschen, der Heilsgeschichte hin (denk an die fortlaufende Offenbarung!) Welche Art von Text ist es (Erzählung, Gesetzestext, Weisheit, Brief, Prophetie…)?
Anwenden: Übertrage es “durch Jesus hindurch” auf unsere Zeit und unser Leben. Was lernst du über Gott? Welche Aufforderung oder Warnung gilt für uns allgemein - und für dich persönlich?
Flipchart: Andreas-Kreuz als Bild für die Auslegung “durchs Kreuz hindurch”
Evt. ein Beispiel? Gen 17 - Beschneidung als Gebot, das ewig gilt - dann Galaterbrief oder Römer 2,29, die zeigen, wie es hier gemeint ist. Erklärung: Jesus hat das Gesetz erfüllt… (durch Jesus hindurch erklären). Bsp. mit wunderschönen Jesaja-Verheissungen: die sind zuerst für Israel geschrieben und gemeint. Für uns gelten sie nicht “einfach so”, sondern nur durch Jesus hindurch. D.h. Jesus erlöst uns und fügt uns in Gottes Volk ein. Nun dürften wir Anteil haben an den Verheissungen… etc.
Achtung: nicht jeder Bibeltext muss automatisch etwas drin haben, was du für dich persönlich nimmst. Es ist wie beim Essen: manchmal esse ich - und weiss danach nicht mehr, was ich eigentlich im Teller hatte. Trotzdem bin ich gesättigt.
Nun lasst uns aber in unsere zweite Etappe einsteigen:

Volk: Israels Geschichte [roter Faden erzählt]

20 Minuten
Letztes Mal haben wir uns 20 Minuten Zeit genommen, um ein einziges biblisches Buch anzuschauen. Jetzt sind es ganze 38 Bücher.
AT hat 39 Bücher. 2. Mose bis Maleachi
Überblick über die biblische Bibliothek: ich erzähle die Geschichte, also vor allem den roten Faden von 2. Mose bis 2. Chronik (= blaue Bücher im linken Regal, AT). Impluse aus den anderen Büchern können eingestreut vorkommen.
Der zeitliche Rahmen: wir beginnen um 1446 vor Christus (es gibt zwei Berechnungen, die andere geht von etwa 1230 vor Christus aus). Und gehen bis etwa 300 vor Christus - also fassen wir hier rund 1000 Jahre in 20 Minuten zusammen.
1. Aus Jakobs Sippe wird das befreite Volk Israel (2 Mose - 5 Mose)
Erinnert ihr euch an Gottes Berufung von Abram? In 1 Mose 12,1-3 verheisst Gott ihm drei Zusagen: ein Volk zu werden, ein Land zu bewohnen, ein Segen zu sein.
In Ägypten wird aus der Sippe von Jakob/Israel das Volk Gottes 1.0 - das von seinem ägyptischen Gastvolk versklavt wird. Damals wurden sie “Hebräer” genannt.
Gott zeigt sich als Erlöser und als treuen, eifersüchtig liebenden Bundesgott. Er beruft Mose in einer wunderbaren Begegnung bei einem brennenden Busch, der nicht verbrennt. Das ist die Herrlichkeit Gottes. Sie taucht noch öfter auf.
Durch Mose geschieht die erstaunliche Befreiung des Sklavenvolkes. Die 10 Plagen bringen den ägyptischen König, den Pharao endlich soweit, seine Sklaven ziehen zu lassen. Sie gehen zunächst in die Wüste, zum Gottesberg Sinai oder Horeb und ziehen dann murrend Richtung verheissenem Land Kanaan. Vor den Grenzen bekommen sie Bammel und wollen lieber zurück nach Ägypten. Als Konsequenz davon lässt Gott sie weitere 40 Jahre in der Halbwüste als Hirtenvolk umherziehen, bis eine neue Generation herangewachsen ist, welche das Land einnehmen würden.
Wichtige Stichworte sind: Passah, Sinai, Zehn Gebote, Stiftshütte, Bundeslade… Das sind alles Zeichen von Gottes Bund mit seinem Volk. Dazu gehören auch Segens- und Fluchbestimmungen. Die sind ganz interessant: denn sie erfüllen sich wörtlich in der Geschichte Israels - je nachdem, wie gehorsam sie Gott sind oder wie weit sie sich von ihm entfernten. Es beschreibt den Kreislauf von Untreue, Strafe, Umkehr und Befreiung
Der Segen Gottes ist sichtbar bei ihnen. Eine Wolkensäule und eine Feuersäule begleiten sie: die Herrlichkeit Gottes.
Abschluss des Pentateuch - als Grundlage. Auch “das Gesetz” genannt, obwohl viele Geschichten drin stehen.
2. Das Volk Israel breitet sich im verheissenen Land aus (Josua, Richter, Ruth, 1.Samuel 1-)
Landnahme unter Josua.
Bsp. Jericho - Mauerfall, Schutz von Rahabs Haus - wie Rahab ins Volk Israel aufgenommen wurde, zur Vorfahrin im Staummbaum von Jesus… Hebräer 11,30-31: “Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben Tage um sie herum gezogen war. Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um, weil sie die Kundschafter in Frieden aufgenommen hatte.” nlb
Beim Wegsterben der Eroberer-Generation: Kreislauf Untreue etc. = Richterzeit. Sie hatten keinen König, darum tat jeder, was er wollte. (Zit Richter 17,6; 21,25). Die Rolle von Vision und Führung Sprüche 29,18: “Wenn ein Volk das prophetische Wort nicht annimmt, verliert es jeden Halt. Aber glücklich ist es, wenn es sich an Gottes Gesetz hält!” nlb
Gideon
Deborah als Richterin…
Simson
grausige Geschichten
Geschichte von Dan: selbst versuchen, statt der Verheissung vertrauen
Ruth - eine Moabiterin… Stammbaum von Jesus, Vorfahrin von König David. “Dein Volk ist mein Volk, dein Gott ist mein Gott.”
Samuel. “Rede Herr, dein Knecht hört”
3. Das Königreich der zwölf Stämme: Israel (1.Samuel 1 - 1.Könige 11)
Der Königswunsch (das Königsgesetz im 5 Mose 17,14ff)
Saul - der Mann mit dem schwachen Selbstwertgefühl (schwankt zwischen Überheblichkeit und Minderwertigkeitskomplexen)
David - der Mann nach dem Herzen Gottes.
Salomo - der weiseste aller Menschen - sein Gebet in 1 Könige 3! Wie unter ihm Ruhe und Frieden einkehrten. Wie er den Tempel baute - ein Weltwunder, und die Herrlichkeit Gottes war drin! Und wie er von Gott abgefallen ist (Königsgesetz!)
4. Trennung in Nord (Israel) und Süd (Juda) (1.Könige 11- 2.Chronik 36)
Rehabeams Arroganz (Sohn Slomos)
Jerobeam übernimmt im Norden - baut eigene Heiligtümer, damit sein Volk nicht mehr nach Jerusalem zu Festen und zum Opfern geht.
Die Rolle der Propheten als Warner und Ankündiger wird stärker. Die Bekanntesten sind Elia und Elisa
Blick auf die Herrlichkeit Gottes: bei der Tempeleinweihung war die Herrlichkeit Gottes sehr zentral. Später erleben gottesfürchtige Könige Gottes Hilfe und Gnade. Die Herrlichkeit Gottes offenbart sich aber zum Beispiel auch dort, wo der Prophet Elia Feuer vom Himmel erbittet - und es fällt. Auch bei der Himmelfahrt des Elia taucht ein feuriger Wagen auf. Propheten haben Visionen mit der Herrlichkeit Gottes - Jesaja, später Hesekiel. Aber für das Volk selber widerspiegelt sich Gottes Herrlichkeit einfach im Tempelgottesdienst in Jerusalem.
Blick auf Fluch und Segen: was in Deut 28 angekündigt wurde, erfüllt sich in der Geschichte.
Die Entwicklung im Norden > die Strafe durch Assyrien. Das israelitische Volk wird aus dem Land weggeführt - und anstelle der Israeliten werden andere Leute angesiedelt, die aber durch einen Priester in den israelitischen Glauben eingeführt werden. Das ist die Entstehung der Samariter (720 v.Chr)
Die Entwicklung im Süden > einige Könige führen das Volk zurück zu Gott (Josia, Hiskia). Trotzdem: die Strafe kommt (Bsp. Hiskia) und Jerusalem wird samt Tempel zerstört von Nebukadnezar, dem Babylonier (586 v. Chr). Die Juden werden nach Babylon weggeführt - nur ein Überrest bleibt.
5. Das Volk Israel im babylonischen Exil (2 Chronik 36; Jeremia, Hesekiel, Daniel, Esther)
Jesajas Ankündigungen über Babylon und auch über Kyrus, den Perser (im 8. Jhd)
Jeremias Brief und die Ankündigung der 70 Jahre
Daniel - ein Gottesmann in einer gottfernen Welt
Hesekiel und seine verrückten Visionen. Ein Friedensreich, eine Wiederherstellung des Tempels - aber wie?!
Esther (zeitlich einornden!) - die Entstehung des Purim-Festes. Wie Gott einen Holocoust verhinderte und eine Schönheitskönigin sich von Gott brauchen liess
6. Der Überrest vom Volk - zurück im Land (Esra, Nehemia, Haggai, Sacharia)
Das Kyrus-Edikt 538 v. Christus: Völker ziehen zurück in ihre Länder - auch Israel. (Esra 1 und 2 Chronik 36)
Esra: wie das Volk sich wieder ansiedelt - und zuerst einen Altar baut (am Anfang steht die Vergebung und Beziehung zu Gott!)
Der Tempelbau - stockt - wird von Haggai und Sacharia wieder angespornt (Rolle der Propheten) 520 v. Christus. Aber - schmerzlich vermissen die Juden, dass Gottes Herrlichkeit den Tempel wieder so erfüllt, wie damals die Stiftshütte - oder auch den Tempel Salomos.
Nehemia: wie er von den zerfallenen Stadtmauern erfuhr und ein gewaltiges Projekt leitete.
Die letzten Boten des Alten Testaments. Maleachis Ausblick: Elia wird den letzten Tag ankündigen. Jeremias Ankündigung des neuen Bundes. Hesekiels neues Herz-Sicht. Jesajas Friedensreich, seine weltweite Sicht und seine Messias-Ankündigung. Joels Botschaft von der Ausgiessung des Heiligen Geistes. Die Herrlichkeit Gottes wird zurückkehren!

Tiefenbohrung 1: Bund Gottes - Segen oder Fluch?!

5 Minuten
Du fragst dich vielleicht: wie kann Gott sich selbst als barmherzig vorstellen und gleichzeitig so hart gegen die Sünde vorgehen?
Gott ist ein Bundesgott. Wir verstehen eigentlich auch, was ein Bund ist - aber es verliert an Bedeutung. Während ein Vertrag auf Zeit ist, ist ein Bund als unauflöslich gedacht. Es gab schon in alter Zeit viele Bünde - da waren die Eidenossen bei weitem nicht die ersten. So wie Abraham einen Bund mit Abimelech schloss - so schloss Gott einen Bund mit Abraham, dann mit Israel, mit David usw.
Zu einem Bund gehören vier Elemente: die Partner, die Absicht, die Bedingungen und die Zeichen. Es ist also Teil eines Bundes, dass geklärt wird: was geschieht, wenn wir den Bund einhalten? Was geschieht, wenn wir den Bund nicht einhalten? In 3. Mose 26 und in 5. Mose 28 stehen ausführlich Segen und Fluch - also Konsequenzen beim Einhalten oder beim Verlassen des Bundes. Hier je ein Auszug:
Deuteronomium 28,1–3 LU
Wenn du nun der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen wirst, dass du hältst und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der Herr, dein Gott, zum höchsten über alle Völker auf Erden machen. Und es werden über dich kommen alle diese Segnungen, und sie werden dich treffen, weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam gewesen bist. Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet wirst du sein auf dem Acker.
Deuteronomium 28,15–16 LU
Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines Gottes, und wirst nicht halten und tun alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und dich treffen: Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht wirst du sein auf dem Acker.
Auf diese Bestimmungen wird immer wieder zurückgegriffen. Z.Bsp. Josua:
Josua 24,14–25 LU
So fürchtet nun den Herrn und dient ihm treulich und rechtschaffen und lasst fahren die Götter, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms und in Ägypten, und dient dem Herrn. Gefällt es euch aber nicht, dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, dass wir den Herrn verlassen und andern Göttern dienen! Denn der Herr, unser Gott, hat uns und unsere Väter aus Ägyptenland geführt, aus der Knechtschaft, und hat vor unsern Augen diese großen Zeichen getan und uns behütet auf dem ganzen Wege, den wir gegangen sind, und unter allen Völkern, durch die wir gezogen sind, und hat ausgestoßen vor uns her alle Völker und die Amoriter, die im Lande wohnten. Darum wollen wir auch dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott. Josua sprach zum Volk: Ihr könnt dem Herrn nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, ein eifernder Gott, der eure Übertretung und eure Sünden nicht vergeben wird. Wenn ihr den Herrn verlasst und fremden Göttern dient, so wird er sich abwenden und euch plagen und euch umbringen, nachdem er euch Gutes getan hat. Das Volk aber sprach zu Josua: Nein, sondern wir wollen dem Herrn dienen. Da sprach Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr euch den Herrn erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Ja! – So tut nun von euch die fremden Götter, die unter euch sind, und neigt euer Herz zu dem Herrn, dem Gott Israels. Und das Volk sprach zu Josua: Wir wollen dem Herrn, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen. So schloss Josua an diesem Tag einen Bund für das Volk und legte ihm Gesetze und Rechte vor in Sichem.
Oder Samuel:
1. Samuel 7,3 LU
Samuel aber sprach zum ganzen Hause Israel: Wenn ihr euch von ganzem Herzen zu dem Herrn bekehren wollt, so tut von euch die fremden Götter und die Astarten und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch erretten aus der Hand der Philister.
Bei der Einweihung des Tempels betet Salome genau entlang der Segens und Fluch-Bestimmungen und bittet Gott, zu antworten, sobald sein Volk sich wieder dem Tempel zuwendet und Gott um Erbarmen bittet. Gott lässt sich bitten und er bestätigt dem König Salomo:
2. Chronik 7,12–15 LU
Und der Herr erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum Opferhaus erwählt. Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, dass es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.
So machen auch die eindrücklichen Gebete von Daniel und Nehemia Sinn - sie lehnen sich an diesem Bundesdenken an. Daniel 9 oder Nehemia 9 die Fürbusse-Gebete
Gibt es Segen und Fluch auch im Neuen Testament?
Matthäus 26,26–28 LU
Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.
Galater 6,7–9 LU
Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.

Tiefenbohrung 2: die Messias-Erwartung - triumphierend oder leidend?!

5 Minuten
Zur Zeit, als Jesus geboren werden sollte, gab es in Israel viele Leute, die erwarteten den Messias.
Messias = der Gesalbte. (Dasselbe in Griechisch: Christos)
Man erwartete aber nicht unbedingt, dass der Messias göttlich sei. Eher: von Gott gesandt, um das Volk zu retten. Von den Feinden befreien, den Römern.
Man erwartete einen prophetischen Messias.
5 Mose 18,18
Maleachi 3,10
Man erwartete einen königlichen Messias
1 Mose 3,15
2 Samuel 7,14 u.a.
Daniel 7,13
Wenig beachtet, aber man konnte auch einen leidenden Messias erwarten.
Psalm 22
Jesaja 53
Dass sich alles in Jesus erfüllt, das war die krasse Überraschung. Viele sahen es nicht, weil sie nicht die Gesamtschau hatten.
Denkt ans Monet-Gemälde!
Denkt daran, die Bibel mit der Bibel auszulegen!
Denkt auch daran, dass sich Prophetien dann bestätigen, wenn sie eintreffen.
Bei Jesus passt das alles!

Vertiefung

Bibelleseplan
Seiten im “Gottes Geschichte” S.20-43
Einteilung in Gruppen …

Anhang (Leiter-Infos)

Es geht heute um das Volk Gottes: der rote Faden in der Geschichte des Volkes Israel (Exodus - Maleachi). Die Geschichte Israels ab 2. Mose bis Ende des AT. Vom Auszug aus Ägpyten, der Landnahme, der Richter und Königszeit, bis zum Exil in Babylon und der Rückkehr ins verheissene Land. Wir lernen Gott als treuen, eifersüchtig liebenden Bundesgott kennen (2 Mose 34,6-7), als den eigentlichen König von Israel (2 Mose 15,18; Richter 8,25). Die Heilsgeschichte, die Geschichte Gottes, baut jetzt auf den Bund Gottes mit Abraham auf (1 Mose 12,1-3) und entfaltet sich in Zeiten des Segens und in Zeiten des Fluches (vgl. 5 Mose 28; vgl. dazu auch Psalm 78).
1. Ankommen (Eisbrecher, 10 Minuten)
Stelle eine oder beide der folgenden Fragen:
Frage 1: Wer das letzte Mal dabei war, konnte sich zur Frage «Und jetzt? Was machst du mit dieser Geschichte?» etwas vornehmen – ein Gebet, ein Eintrag ins Tagebuch. Hat euch dies in den 2 Wochen begleitet? Erzähl uns davon!
Frage 2: Segen und Fluch sind zwei starke Wirkungen. Israel hat beides erlebt. Bei Helloween steckt etwas Ähnliches im Spruch «Süsses oder Saures». Segen wünschen wir uns, einen bösen Fluch wollen wir nicht. Hast du in deinem Leben Erfahrungen gemacht, die du als Segen siehst? Und Erfahrungen, die für dich ein Fluch sind?
2. Bibelzeit über 2 Chronik 7,11-22 (20 Minuten)
Gottes Antwort an Salomo nach der Tempelweihe. Lest den Abschnitt laut durch. Nimm das EVA-Prinzip: Bibeltext zuerst entdecken, dann verstehen, dann anwenden
Entdecken: was steht genau hier? Wer kommt hier vor? Wo findet das statt? In welchem Zusammenhang steht dieser Text (was ist vorher, was kommt nachher)?
Verstehen: Was für ein biblisches Buch habe ich vor mir? Wo gehört es in der grossen Geschichte Gottes mit den Menschen, der Heilsgeschichte hin (denk an die fortlaufende Offenbarung! Es ist ein Ziel unseres Bibel-Seminars, mit der Heilsgeschichte vertraut zu werden und Bibeltexte richtig einordnen zu können) Welche Art von Text ist es (Erzählung, Gesetzestext, Weisheit, Brief, Prophetie…)? (Hinweis: die Chronik-Bücher erzählen die Königsgeschichte vom Südreich Juda, aber nicht von Israel im Norden. Einiges wird doppelt erzählt, was auch in «Könige» steht. In «Chronik» ist die Perspektive oft aus der Sicht von Priestern geschrieben, denen der Gottesdienst und der Tempel sehr wichtig ist.)
Anwenden: Übertrage es “durch Jesus hindurch” auf unsere Zeit und unser Leben. Was lernst du über Gott? Welche Aufforderung oder Warnung gilt für uns allgemein - und für dich persönlich? Wie lässt sich dieser Text auf das Gebet um Erweckung übertragen?
Schlussfrage: Und jetzt? Was machst du mit dieser Geschichte? Willst du sie jemandem erzählen? Sie malen oder ein Lied dazu machen? Einen Gedanken daraus in dein Tagebuch schreiben?
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