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Psalm 3 - Ach Herr, wie ist das Leben doch so schwer!

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Notes
Transcript

Einleitung

Herr - wie ist das Leben doch so schwer?!
davon können wir alle doch ein Lied singen ? Jeder auf seine Weise?
Ich denke fast jeder von uns hier im Saal oder auch an den Geräten hat diesen Satz so oder so ähnlich schon mal gedacht oder ausgesprochen!!!
Meine kleine Tochter hat oft ein schweres Leben, und ein jammern auf ihren Lippen wenn ich ihr zu viel Soße auf den Teller mache; wenn die Spagetthi zu heiß sind; wenn die anderen zu laut sind....
Bei Jugendlichen ist es oft genauso dramatisch: Sie haben ein schweres Leben weil sie sich doch tatsächlich mal hinsetzen müssen um für Prüfungen zu lernen. ihnen geht es nicht gut, weil Mama wieder möchte dass sie ihr Zimmer aufräumen sollen, oder beim Abwasch helfen sollen.
Erwachsene empfinden ihr Leben vielleicht als schwer, weil die Kinder in der Nacht weinen; weil das Familienauto jetzt neun statt 6 Liter auf 100 km frisst; weil das Baby schon das dritte mal innerhalb von 30 Minuten in die Windel gemacht hat.
Ältere Personen empfinden oft das Leben so schwer, weil ihnen anscheinend keiner zuhört; weil sie sich nicht gebraucht fühlen
WIR KENNEN DIESES GEFÜHL: Ach Herr, wie ist das Leben doch so schwer!!!
Und manchmal merken wir in der Klage überhaupt nicht wie gut es uns eigentlich geht:
- Meine kleine Tochter hat genug zu essen; sie hat eine Familie die sie liebt
- Der Jugendliche kann wenigstens zur Schule gehen (auch wenn es Prüfungen gibt) und hat wenigstens ein eigenes Zimmer; Der Erwachsene hat evtl. wenigstens Kinder und ein Familienauto; die ältere Person hat doch in vielen Fällen eine Familie von der sie geliebt wird.
Es scheint Menschen zu geben, deren Spezialität es ist zu klagen: “Mir geht es so schlecht; ich bin benachteiligt; ich werde nicht gefragt; man versteht mich nicht” - die Folge: man versinkt im Selbstmitleid und sieht irgendwann kein Licht mehr am Ende des Tunnels.
“Herr wie ist das Leben doch so schwer” - Ich möchte den Blick auf einen Mann lenken der in Psalm 3 recht ähnliche Worte gebraucht hat. Es geht um David.
Nebenbei bemerkt: Dieser Klagepsalm ist ein Morgenlied; der Psalm in Kapitel 4 ist 4 ein Abendgebet, in Kapitel 5 ein Gebet um Leitung und Bewahrung - das kann uns daran erinnern, dass wir jederzeit Gemeinschaft mit Gott haben können - von Morgens bis zum Abend.
Psalm 3 wird zu der Gattung der Klagepsalmen gerechnet.
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Beat Weber schreibt zu den Klagepsalmen: „Die Klage bereitet den Boden zum Bittgebet. Ohne Klage würde der Bitte die Tiefe und Dringlichkeit abhanden gehen, und ohne die Bitte wäre die Klage zu wenig konkret auf die Behebung der Not ausgerichtet.”
Es gibt unglaublich viele Klagepsalmen und das kann und helfen es richtig zu verstehen.
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Lexikon zur Bibel: Personen, Geschichte, Archäologie, Geografie und Theologie der Bibel Klage, klagen
In der bibl. Klage finden Not und Leid des Glaubenden in einer bestimmten Form Ausdruck, häufig vor dem Hintergrund, dass die erlebte oder erlittene Realität nicht mehr mit dem Heilsversprechen Gottes in Einklang gebracht werden kann
Man weiß um die Segnungen/ um den Zuspruch Gotes aber die erlebte Realität ist eine andere. Somentsteht eine Spannung mit der es schwierig ist umzugehen.
PPT > Grafik - meisten Psalmen von David sind Klagepsalmen.

Hintergrund zum Psalm 3

Psalter 3,1–7 (NGÜ NT+PS)
1 Ein Psalm Davids. Entstanden in der Zeit, als er auf der Flucht vor seinem Sohn Absalom war.
David hatte mit Batseba gesündigt; Uria getötet - die Folge: Unruhe und ein Gegeneinander (Mord und Totschlag) in der Familie.
Amnon vergeht sich an an Tamar; Absolom bringt seinen Bruder Amnon in folge dessen um; flieht; fängt an Intrigen zu schmieden und reißt so langsam die Herrschaft von David an sich.
Absolom geht durch das Tor der Stadt, und manipuliert das Volk: Die FOLGE: Das Herz des Volkes sagt sich mehr und mehr von David los und Absolom gewinnt immer mehr an Einfluss und Macht. Etwas später bereitet Absolom ein Fest in Hebron vor; lädt auch auch einflussreiche Leute dazu ein und wird da zum König ausgerufen.
Er hat eine große Armee hinter sich und um seine Macht zu etabliereren, zieht er gegen seinen eigenen Vater David in den Kampf gegen Jerusalem.
David hat ein Herz für sein Volk und wollte nicht dass die Stadt zerstört wird; wollte nicht das unschuldige Menschen leiden, so dass er sich entschließt vor seinem eigenen Sohn zu fliehen.
Und wir hoffentlich verstehen wir warum David so viel Grund zu Klage hatte: Er war auf der Flucht vor seinem eigenen Sohn.
Für ihn eine absolut dramatische Zeit; vielleicht der größte Tiefpunkt in seinem Leben. Seinen Schmerz sehen wir in 2 Sam. 16,11a:
2. Samuel 16,11b (LU)
11 Und David sprach…: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben....
Für Eltern ist es unvorstellbar schlimm, wenn die eigenen Kinder sich gegen einen stellen - und genau durch dieses tiefe Tal geht er hier.
Er wusste nicht was die Zukunft ihn hier bringen wird. Aber wir wissen, dass David trotz der Skrupellosigkeit seines Sohnes, er ihn von Herzen geliebt hat.
Ich habe Eingangs der Predigt die Beispiele aus unserem Alltag aus dem Grund genannt, um uns aufzuzeigen, auf welch einem hohen Niveau wir oft klagen. Klage hat im Leben seinen Platz - in unser aller leben. Es ist nicht unbiblisch eine Klage zu haben.
Aber die Frage lautet: Wie klagen wir? Wann klagen wir? Aus welchen Grund klagen wird? Manchmal sollten wir lieber schweigen statt zu klagen.
In diesem tiefen Tal schreibt David diesen kurzen Psalm: “Ach Herr - wie ist das Leben doch so schwer”
Die erste Beobachtung zum Text habe ich folgendermaßen überschrieben: Ganz ähnliche Worte gebraucht David in Vers 2:

1. Verzagen und klagen (V. 2-3)

Psalter 3,2-3 (NGÜ NT+PS)
2 Herr, wie zahlreich sind doch meine Feinde! So viele lehnen sich auf und verfolgen mich! 3 Sie behaupten: »Gott wird ihn nicht retten.«
Ich verstehe dieses “Ach Herr” von David aufgrund seiner Situation nur zu gut. Unvorstellbar was er erlebt. Und diese Klage kommt aus der Tiefe des Herzens. Da hat man keine Kraft lange Eingangsformeln zu formulieren wie oft in den Briefen: “Paulus ein Apostel Jesu Christi an die Auserwählten...”: Nein er bringt es direkt auf den Punkt: “Ach Herr, wie sind meiner Feinde so viel”
Es konnte wohl niemand vorhersehen, wie schnell sich das Volk von David abwenden und Absalom zuwenden würde. Es ist hier dieser riesen Berg der vor David steht
Gefühlt allein gelassen; viele Überläufer und es scheinen immer mehr zu werden - und die Folge bis hier hin: Überforderung; Hilflosigkeit;
Drei mal sagt er in diesen 2 Versen: Es sind VIELE: viele Feinde; viele wider mich; viele sagen mir… Der Gegenwind ist enorm stark.
Wenn wir über das Volk nachdenken:
Nicht gerade dem König treu ergeben; nicht gerade standhaft in ihren Überzeugungen.
Jahre zuvor haben sie David zugerufen: Saul hat 1000 Mann geschlagen, David aber 10 x Tausend..
Und jetzt? Sobald eine Krise kommt geht das Volk den Weg des geringsten Widerstandes und Absolom gewinnt immer mehr an Macht und Stärke. Natürlich hat David Fehler gemacht, gesündigt, aber war Absolom wirklich so viel besser?
Mich hat es ein wenig an Palmsonntag erinnert:
Als Jesus in Jerusalem einmarschiert ist rief die Menge: “Hosianna; gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn” - einige Tage später: “Kreuzige ihn, kreuzige ihn”
Anwendung:
Wie schaut es mit unserer Treue und Beständigkeit aus? Es gibt ja diesen bekannten Film: “Not a fan” - ich bin kein Fan, sondern ein Nachfolger, ein echter Jünger Jesu.
Ein echter Jünger geht mit Jesus durch dick und dünn, er erlebt genauso Zeiten der Verzweiflung, hält aber dennoch unbedingt an dem Herrn fest.
Bei David kommt bei diesem ganzen Dilemma noch die Tatsache dazu dass Menschen ihm immer wieder sagten: “Er hat keine Hilfe bei Gott/ Gott wird ihn nicht retten”. Bei Hiob war es die Frau die ähnliche Worte sagte: Hier sind es viele von denen David es hört.
Er liegt am Boden und es wird unbeirrt weiter verbal auf ihn eingeschlagen.
Was macht er konkret in dieser Situation: Er verliert den eigentlichen Blick den er in dieser Situation braucht. David macht seine Gefühle, sein Denken und sein Glück von anderen abhängig. Vielleicht Leute um ihn herum; vielleicht seine Feinde; vielleicht seine Berater sind gefühlt gegen ihn und sicherlich hatte David hier viele konkrete Fragen an Gott:
Warum hast du Gott meinen Sohn Absalom nicht abgehalten seinen Bruder/ meinen Sohn zu töten
Warum hast du Gott nicht eingegriffen Gott um diesen Aufstand abzuwehren
Warum kann Gott mein Familienleben nicht so leben, wie es dich ehrt
Aber hier auch konkret: Warum sind meiner Feinde so viel!
Das schlimmste dieser Zweifel der sich einnisten möchte: Ist Gott vielleicht auch gegen mich? Und wenn sich so ein Gedanke erst einmal eingenistet hat, dann will er bleiben und immer mehr und mehr Zweifel säen. Wenn wir das zulassen, bleibt am Ende nichts als verbrannte Erde.
ÜBERTRAG:
Und das ist eine ganz reale Gefahr im Leben von Gläubigen. Wir stehen in der Gefahr uns von außerhalb unseren Glauben in Frage stellen zu lassen.
Vielleicht durch Eltern, Geschwister, Arbeitskollegen, Freunde im Verein die nicht zu Jesus gehören.
Und je nachdem wie unser Glaubensstand ist, kann es uns aus der Bahn werfen, oder uns näher in die Arme Gottes treiben.
In der selben Gefahr steht David hier: Er sieht in an dieser Stelle nur das was andere über ihn; über seinen Gott sagen.
Und das dürfen wir lernen: Wir dürfen unser Glaubensleben niemals von anderen abhängig machen. Wie oft habe ich in Gesprächen schon den Satz gehört:
Was werden die anderen denken, wenn ich das und das tue? Oft tut man nicht das richtige weil man Angst vor dem “anderen” hat. Und die Folge man belässt Dinge wie sie sind, anstatt Schritte des Glaubens zu gehen und endet in einer Klage ohne Ausweg.
Ich denke die meisten von uns haben aktuell etwas in ihrem Leben wo sie sagen: “Ach Herr”
Ach HERR wie sind die Umstände doch im Moment so schwer!
Ach Herr, wie sind die Kinder im Moment doch so anstrengend...
Ach Herr, wie ist die Einsamkeit im Moment so schwer zu ertragen
Ach Herr, wie sind die Versuchungen im Moment so stark
Was ist dein Ach Herr, dass dich im Moment bewegt?
“Wenn der Gläubige die Macht Gottes in Frage stellt oder bezweifelt, dass diese Macht ihm zugute komme, dann zerfließt seine Freude, wie das Blut aus einer gebrochenen Ader strömt. Diese Worte der Feinde verwundeten Davids Herz in der Tat aufs Schmerzlichste” W. Gurnall † 1679.
Es gibt diese Ach Herrs aber die Frage ist der Umgang damit

2. Vertrauen und auf Gott schauen (V. 4-5)

Psalter 3,4-5 (NGÜ NT+PS)
4 Du aber, Herr, bist der Schild, der mich schützt, meine Ehre bist du allein. Du selbst richtest mich immer wieder auf. 5 Mit lauter Stimme will ich zum Herrn rufen, er wird mir antworten von seinem heiligen Berg. //
Ich liebe dieses “Aber” in Vers 4. “Du aber, Herr, ”
Es ist richtig, dass das Leben von David tief erschüttert ist, aber was macht er jetzt an dieser Stelle?
- Er richtet die Klage an Gott; er nennt den Schmerz beim Namen; er schaut dem Problem ins Gesicht und tut nicht so als ob es die Probleme und Nöte nicht gäbe.
Und jetzt bleibt er nicht an diesem Punkt stehen. Er fängt jetzt an zu benennen was Gott für ihn ist; was er für ihn bedeutet; was er für ihn tut.
David stärkt sich in dieser furchtbaren Situation an seinem Gott.
“bist der Schild, der misch schützt”
David hat einen erstaunlichen Blick für Gott: Gott soll nicht Schild und Schutz für ihn irgendwann in der Zukunft werden: Nein er sagt: Gott IST Schild für mich. Obwohl er Physisch, emotional und auch geistlich am Ende ist (Ps. 42); obwohl er an Ansehen und würde verlorgen hat; obwohl er hier zum Flüchtling geworden ist; obwohl ein Schimi ihn mit Dreck und Erde beworfen hat kann er hier sagen: Gott du bis mein Schild.
Und das ist großartig hier einen Mann zu sehen, der nicht an der Situation verzweifelt; sondern im Gegenteil jemanden zu sehen, der sich jetzt anfängt über Gott zu definieren.
Merken wir hier die Parallele zur geistlichen Waffenrüstung im neuen Testament?
Die feurigen Pfeile des Bösen die sind da! Aber wo die Angriffe des Feindes sind; da ist zugleich auch Gott unser Schild, mit dem wir auslöschen können, alle feurigen Pfeile des Bösen.
Ein gewöhnliches Schild schützt nur von einer Seite. Gott als Schild und Schutz deckt ganzheitlich das Leben ab. Mit allen Schwächen und Verletzungen.
Vers 4: “meine Ehre bist du allein“
David hat sein Ansehen und seine Ehre verloren, aber er sagt hier: “du bist meine Ehre”. Ehre = Kavod = Ansehen, Reichtum, Ehre, Herrlichkeit. Selbst der alttestamentliche David definiert seine Identität über Gott.
Er hätte sich über seine Erfolge, über sein Reichtum definieren können - aber das worüber er sich eben noch rühmen konnte ist wie eine Seifenblase geplatzt.
Also rühmt er sich das Gott sein Schild ist; das Gott seine Ehre ist.
Vers 4: “und hebst mein Haupt empor/ du selbst richtest mich immer wieder auf”
Ich finde dieses Bild so schön:
David ist am Boden, er weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll; viele reden auf ihn ein: Und statt jetzt zu resignieren gebraucht er dieses Bild dass Gott zu ihm kommt und seinen Kopf emporhebt, so dass er nicht mehr das Chaos um sich herum sieht, sondern aufeinmal eine veränderte Sicht bekommt.
da wo er eben noch bedrückt und erdrückt wurde bekommt er auf einmal eine Perspektive wo es nicht mehr nötig ist sein Haupt vor Scham ständig zu senken.
Und das ist doch so wichtig auch für unser Leben, die wir Glauben an Jesus Christus haben: Deine und meine Identität sollte in Gott verankert und nicht in den Umständen des Lebens. Gott selbst bringt Herrlichkeit in unser leben, auch wenn die Umstände schwierig sind.
Hebräer 12,2 (LUT84)
2 und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens,
Jesus ist nicht nur der der den Anfang gemacht hat, sondern auch der der das Werk das er angefangen hat mit dir und mir zu Ende bringen möchte.
Römer 8,31–32 (LUT84)
31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? 32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Gewaltiges Bild. Viele Feinde… sie sind nichts...Und am Ende des Kapitels sagt er dann:
Römer 8,38–39 (LUT84)
38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
Wenn uns das bewusst ist, dann glaube ich sind wir nicht so schnell mit den Klagen: “Ach Herr” - Gott will durch Christus unsere Sicht verändern.
David fängt mit einer Klage an; und bekräftigt jetzt sein Vertrauen in Gott:
Psalter 3,5 (NGÜ NT+PS)
5 Mit lauter Stimme will ich zum Herrn rufen, er wird mir antworten von seinem heiligen Berg. //
Es geht hier um ein lautes ausrufen; um ein hinausschreien. Er wird… zuversicht....
Es war nicht alles gut: Das sind ja immer die besten Ratgeber: Alles gut! Wird schon werden!
Nein David schreit seine Klage hinaus. Von Jesus lesen wir in Hebräer 5,7 ganz ähnliches:
Hebräer 5,7 (LUT84)
7 Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt.
Wir haben hier das Gebet und dann auch die Erhörung des Gebets.
Veranschaulichung:
WEnn ich in meinem Leben Antwort auf meine Gebete haben möchte, darf ich NICHT IN DER KLAGE STEHEN BLEIBEN.
dann ist die Voraussetzung die, das ich Gott als meinen König anerkenne. Dann muss ich anerkennen dass er mein Schild, meine Ehre ist und es zulassen, das er mein Haupt erhebt.
Viele Gebete, auch viele Gebete die ich gesprochen habe sind vielleicht zu lauf, zu leidenschaftslos, sie plätschern einfach gewohnheitsmäßig daher. Oder sie sind voll mit eigenen Wünschen und Ideen und es geht gar nicht dazum was Gott eigentlich vorhat und tun will.
Vertrauen und auf Gott schauen inmitten der Klage. David hat es getan und es hat funktioniert. Warum sollte es in meinem und deinem “Ach Herr”/ Klage nicht auch funktionieren.
kann ein ernsthaftes Gebet sein
kann durch Gespräche sein die man führt
Gottes Wort oder gutes Buch kann Hilfe sein
Und jetzt schaut mal was daraus resultiert: Resultat ist ganz praktisch:

3. Gott trägt durch Und schenkt Sieg

Psalter 3,6–7
6 Ich konnte mich hinlegen und ruhig schlafen; wohlbehalten bin ich wieder aufgewacht, denn der Herr ist mein Schutz. 7 Ich fürchte mich nicht vor einem Heer von Zehntausenden, auch wenn sie mich schon ringsum eingeschlossen haben.
Ich erinnere hier an die Situation: Auf der Flucht vor seinem Sohn; viele Feinde, viele falsche Anschuldigungen; vielleicht wird er von den Feinden eingeholt und überlebt die Nacht nicht mehr - und dennoch heißt es hier: NGÜ: Ich konnte mich hinlegen und ruhig schlafen; wohlbehalten bin ich wieder aufgewacht, denn der HERR ist mein Schutz.
In so einer Situation ist es denke ich eine Gabe schlafen zu können. Eben weil die Stürme des Lebens nicht größer sind als der Herr.
1. Und das erinnert ganz stark an Jesus der mitten im Sturm schlafen konnte, weil er ganau wusste: Gott ist da!
2. Das erinnert an an Petrus der obwohl er im Gefängnis war; an die Soldaten gefesselt war ruhig geschlafen hat.
Es ist ein Geschenk Gottes selbst im größten Lebenssturm schlafen zu können; innerlich ruhig sein zu können
Die Tendenz in unserem Leben ist eigentlich eine andere: Wenn etwas nicht so läuft wie wir wollen, sind wir innerlich aufgebracht; rebellieren dagegen; wollen mit aller Macht die Situation verändern.
Aber ein Mensch der sich vertrauensvoll in die Arme Gottes fallen lässt, wird einen friedvollen Umgang mit der Situation finden.
Das sagt David ja in Vers 7: Ich fürchte mich nicht vor NGÜ: “einem Heer von Zehntausenden, auch wenn sie mich schon ringsum eingeschlossen haben”
Das ist menschlich nicht erklärbar. Das wirkt Gott im Menschen der an ihn glaubt.
Gott trägt durch. Und das ist auch Bestandteil des Evangeliums:
Evangelium:
“Der Mensch, der vertrauensvoll all seine Sünde und die Schuld Gott übergibt; der Mensch, der von Gott Vergebung der Schuld erhält und Frieden mit Gott schließt, wird infolge dessen in der Lage sein genau das zu erleben was David im tiefsten Tal erlebt hat. Frieden mit Gott; Frieden in der Seele...
Anfangs sagte er noch: Es sind so viele Feinde; Im Nachdenken über Gott sagt er hier in Vers 7: Ich fürchte mich nicht. : Diese veränderte Sicht in der Situation zu haben ist schon Sieg zu erleben, weil wir es dem Feind nicht erlauben Macht über unser LEBEN ZU HABEN.
Der Psalm endet mit den Versen:
Psalter 3,8–9
8 Nun steh doch auf, Herr! Rette mich, mein Gott! Bisher hast du noch allen meinen Feinden ins Gesicht geschlagen, ja, diesen Rechtsbrechern hast du die Zähne ausgebrochen! 9 Hilfe und Rettung kommt allein vom Herrn! Dein Segen, Herr, komme über dein Volk! //
Auf Herr
Eine ganz interessante Beobachtung gibt es zwischen Vers 2 und Vers 8:
Vers 2: Viele erheben sich wieder mich
Vers 8: Nun steh doch auf Herr —> Es ist dasselbe Wort; aufstehen; sich erheben; aufrichten.
Da wo eben noch die Sorgen, die Nöte, die Bedrängnisse, die Feinde, die Versuchungen ihn umringt haben, wünscht er sich in gleicher weise von Gott umringt zu sein und zu bleiben.
Was will David mit folgenden Sätzen sagen? Bisher hast du noch allen meinen Feinden ins Gesicht geschlagen, ja, diesen Rechtsbrechern hast du die Zähne ausgebrochen! Man darf nicht vergessen: Es ist Poesie; die teilweise sehr bildhaft ist.
David sagt in Vers 8 Rette mich, mein Gott! Er sagt in Vers 9: Hilfe und Rettung kommt allein vom Herrn. Und da eingebettet dann diese etwas schwierige Aussage.
Das Bild, den Feinden ins Gesicht schlagen; den Rechtsbrechern die Zähne ausbrechen ist ein Bild der Demütigung der Feinde. Sie haben sich erhoben und Gott infrage gestellt: “Er hat keine Hilfe bei Gott”. Und jetzt ist es mit dem Spott Gott gegenüber nicht mehr so einfach; oder nicht mehr möglich, weil Gott eingegriffen hat.
Er sagt also: Du bist Rettung; so wie du in der Vergangenheit eingegriffen hat tue es auch jetzt; du bis Rettung.
David richtet jetzt seinen Blick in die Gegenwart und in die Zukunft. Er nimmt den Sieg Gottes für sich in Anspruch. Umstände identisch und doch Sieg....Geistlicher Kampf und Sieg…überhaupt nicht komplizier....Frage der Einstellun; der Herzenshaltung
Der Psalm endet in Vers 9:
Psalm 3,9
Hilfe und Rettung kommt allein vom Herrn! Dein Segen, Herr, komme über dein Volk! //
Hilfe und Rettung kommt von Gott; Sieg kommt von Gott...; noch konkreter durch Jesus Christus:
Auch geistlich. Ewiges Leben müssen wir uns schenken lassen.
Aber da braucht es den Mut seinen Stolz, seinen Egoismus zu überwinden; es braucht den Mut zuzugeben, dass das Leben bisher ohne Gott gelebt wurde, aber wenn dieser Mut aufgebracht wird, ist genau das erlebbar: Hilfe und Rettung kommt allein vom Herrn! Es ist seine Sache von Anfang bis zum Ende!

Schluss:

Ach Herr - wie ist das Leben doch so schwer!
Was bei David mit einer Klage angefangen hat. KLAGEN DÜRFEN WIR GOTT BENENNEN, UND WENN WIR ES ERNST MEINEN kann daraus ein wunderbaren Vertrauensbekenntnis Gott gegenüber Werden.
Ich denke es gibt viel unberechtigte Klage - auch unter Christen
Es gibt aber auch viel berechtigte Klage,
Ernsthafte Erkrankungen, Schmerz, bedrohliche Angst und Elend - Und hier können wir von David lernen, wie aus einer Klage, Vertrauen wird aus der wiederum Zuversicht und Hoffnung hervorkommt.
verzagen und klagen
trotzdem vertrauen und auf Gott schauen
das führt dazu dass gott durchträgt und sieg schenkt
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