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Predigt (unbenannt) (2)

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Jesus will uns zu Überwindern unserer Ängste machen

Thema: Jesus will uns zu Überwindern unserer Ängste machen Liebe Gemeinde, zu Beginn der Predigt eine kleine Geschichte. Da war einmal ein junger Mann (Folie 1). ->der war verzweifelt und hatte Angst, mit seinem Leben nicht fertig zu werden Schließlich ging er zu einem Psychiater und klagte ihm seine Not. Der Psychiater gab ihm unter anderem den Rat: „Machen sie mal bewußt Dinge, die ihnen Freude machen. Gehen Sie beispielsweise mal in den Zirkus, der zur Zeit in unserer Stadt gastiert. Dort tritt ein großartiger Clown auf, der Sie zum Lachen bringen wird.“
Da erschrak der Patient. Er packte den Arm des Arztes und sagte: "Herr Doktor, dieser Clown, das bin doch ich!"
Soweit die Geschichte
Dazu mal die Frage an uns: Wovor hast Du heute, hier und jetzt gerade am meisten ANGST? ->womit wirst Du zur Zeit nicht fertig Frage: Was sind Deine Ängste, die mit Dir heute Morgen hier durch Tür hereingekommen sind? Das Wort, der Begriff „Angst“ kommt ja ursprünglich von dem mittelhochdeutschen „angust“. ->und das bedeutet so viel wie „Enge“ oder „Beklemmung“ Und im akt. Duden steht bei „Angst“ (Fo.1): „…ein Gefühlszustand, der mit Beklemmung, Bedrückung und Erregung einhergeht angesichts einer Gefahr. Angst ist ein undeutliches Gefühl des Bedrohtseins“. Dazu stehen im Duden dann auch noch einige Redewendungen und Sprichwörter: ->“mehr Angst als Vaterlandsliebe haben“ ->“jemanden Angst und Bange machen“ ->“es mit der Angst zu tun bekommen/kriegen“ ->“in Panik geraten“ In der Wissenschaft, in der Psychologie wird interessanterweise zwischen „Angst“ und „Frucht“ unterschieden. ->“Angst“ ist in der Psychologie ein bedrückendes Gefühl, dass einen Menschen völlig unbegründet überfällt ->und die „Furcht“ ist dagegen ein belastendes Gefühl, das tatsächliche, reale Gründe hat -fürchten tut man sich vor konkreten, realen und bedrohlichen Dingen In unserer allgemeinen Sprache vermischen wir Angst und Frucht ja normalerweise miteinander. „Furcht“ klingt dabei stilistisch immer ein wenig gehobener als einfach nur „Angst“. Beispielsweise besiegt in den alten Sagen ja der „furchtlose“ Ritter den Drachen. ->und nicht der angstfreie Und auch in der Weihnachtsgeschichte des Lukasevangeliums sagt der Engel zu Maria, als er ihr die Geburt Jesu verkündet (Folie 3): …„Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Mit anderen Worten: „Maria, Du hast zwar jetzt einen guten Grund, Dich jetzt und hier zu fürchten, ->weil Du mich, einen Engel Gottes siehst aber Du brauchst Dich nicht fürchten, weil Du Gnade bei Gott gefunden hast“! …„Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Frage: Wo kommt das „sich ängstigen“ und das „sich fürchten“ denn eigentlich her? Dazu gibt es in der Psychologie die These ist, dass Angst und Furcht evolutionär antrainierte Schutzmechanismen sind (Folie 4). ->wenn das Mammut angestürmt kam, dann haben eben nur die Steinzeitjäger überlebt, die schnell genug losgelaufen sind ->die etwas zu mutigen und angstfreien Jäger sind dann eben immer wieder plattgetrampelt worden -und so haben nur die überlebt, die sich genug gefürchtet haben -nur die konnten sich dann weiter fortpflanzen Frage: Aber erklärt das wirklich die ganzen Zusammenhänge von Mut, Wut und Verzweiflung, Furcht und Angst in uns? Statement: Also mir persönlich reicht das so nicht! ->Furcht und Angst als evolutionäres Selektionsergebnis – das ist mir zu kurz gedacht Dazu hat das Thema viel zu viele Facetten. Der einzige Ort, an dem man dazu nach meiner Ansicht fundiert fündig wird, ist die Bibel! ->und dort besonders im Alten Testament Dort wird uns ganz am Anfang detailliert beschrieben, wie die Angst und Furcht im Menschen entstanden ist! Die Geschichte der Angst beginnt direkt beim Sündenfall.
Genauer gesagt: Als sich die Menschen mit dem Sündenfall bewusst von Gott abgewandt haben, da ist die Furcht ein fester Bestandteil des menschlichen Daseins geworden.
Man kann sagen: „Angst und Furcht sind die Merkmale der gefallenen Schöpfung schlechthin.“ 2x
Dazu lesen wir mal aus der Sündenfallgeschichte im 1. Buch Mose im Kapitel 3 die Verse 8-10.
->Adam und Eva haben hier gerade von der verbotenen Frucht gegessen
Da heißt es (Folie 5):
Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
Soweit. Liebe Gemeinde, hier erlebt der Mensch zum allerersten Mal ein vorher nie dagewesenes Gefühl. ->Beklemmung, Angst und Furcht
Und er sagt, noch gefangen davon zu Gott: „Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich;“
Hier wird klar: Die Angst und Furcht des Menschen hat ihre Ursache in der Sünde vor Gott.
->Adam und Eva hatten von der verbotenen Frucht gegessen
Und als Gott darauf zukommt, sagt Adam zu Gott: „Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich;
Und er versucht, diese Furcht mit den Worten zu begründen: ...denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.“
Zum einen schämen sich Adam und Eva hier natürlich wirklich, weil sie durch den Genuss der Frucht erkannt haben, dass sie nackt sind.
->sie haben plötzlich ein Schamgefühl
Andererseits fürchten sie sich aber natürlich noch viel mehr vor den Konsequenzen ihrer Sünde.
->sie wussten ja, was ihnen jetzt eigentlich blüht
Gott hatte Adam ja klar gesagt, was geschehen würde, wenn er von der verbotenen Frucht isst:
1.Mose 2,17 …von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. Darum sind Adam und Eva in Todesangst vor Gott geflüchtet, als der in den Garten kam. Wenn Gott nun konsequent gewesen wäre, dann wären Adam und Eva wahrscheinlich auf der
Stelle zu Staub zerfallen.
Aber Gott ist ja ein gnädiger Gott und liebt seine Geschöpfe!
Und so straft er die Menschen nicht mit einem sofortigen Tod, sondern „nur“ mit dem Rauswurf
aus dem Paradies.
Auf einmal standen Adam und Eva mitten in einer unberechenbaren und grausamen Welt.
->sie konnten Gott nun außerhalb des Paradieses nicht mehr wie bisher mal eben um Rat fragen
->er war nun nicht mehr leibhaftig wahrzunehmen
Und das stürzte die Menschen in eine weitere Angst.
->in eine neue Angst Und diese neue Angst war noch viel größer als die Todesangst beim Sündenfall!
Jetzt, wo für Adam/Eva das Reden Gottes nicht mehr hörbar war, kamen nämlich Fragen auf, wie:
->was denkt Gott wohl über mich?
->liebt er mich oder hasst er mich?
->ist er für oder ist er gegen mich?
Liebe Gemeinde, und diese angstvollen Fragen beschäftigt die Menschen von Urzeiten an bis heute.
->wir Menschen haben Angst, dass Gott nicht mehr mit uns sein könnte
Fakt ist: Hinter all unseren Befürchtungen und Ängsten, die wir entwickeln, steht diese eine Grundangst!
->die Grundangst, dass wir Menschen die Fürsprache und den Beistand Gottes verloren haben
Das betrifft auch die Menschen, die den dreieinigen Gott gar nicht so kennen, wie wir ihn als Christen kennen.
So ziemlich jeder Mensch lebt ja in dem Bewusstsein, das irgendetwas über ihm steht.
->egal, ob er es nun Schicksal oder Glück nennt
->egal, ob er die Sterne oder irgendwelche anderen Götter in Person akzeptiert
->egal, ob er an Erdstrahlen oder andere Kräfte glaubt, die sein Leben beeinflussen
Alle Angst, die in ihm ist, gründet sich in der Befürchtung, dass diese Instanz über ihm nicht mehr zu ihm steht, nicht für ihn ist.
Das daraus entstehende Misstrauen gegenüber der „höheren Instanz“, haben so ziemlich alle Menschen gemeinsam.
Und je mehr dabei die Vorstellung der höheren Instanz vom biblischen Gottesbild abweicht, umso größer werden die Ängste und Befürchtungen der Menschen.
Wir halten mal fest (Fo.6): Die allgemeine Grundangst/Furcht des Menschen besteht darin, dass Gott
->wie auch immer er verstanden wird
dem Menschen nicht hilft, ihm nicht zur Seite steht.
Daraus entstehen alle anderen Sorgen und Befürchtungen im Leben!
Wenn der Mensch sich dagegen der Hilfe des lebendigen Gottes sicher ist, so wie Adam und Eva vor dem Sündenfall, dann braucht er gar keine Angst zu haben.
->nicht vor Krankheiten oder dem Tod
->nicht auch nicht vor irgendwelchen Lebensaufgaben oder Umständen
Soviel dazu.
Liebe Gemeinde, und daraus resultiert die eine ganz wichtige Grundfrage!
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