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Ein Glas Milch mit Jesus

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Transcript
Predigttext: 1. Petrus 2,2-10
Thema: Ein Glas Milch mit Jesus
Video: Milch bringt dich in Schwung
Einleitung
Der Umgang mit Babys ist ja relativ einfach.
Wenn sie zufrieden sind, dann machen sie fast nichts anderes als zu schlafen.
Und wenn sie nicht zufrieden sind, dann schreien sie.
Diese Unzufriedenheit kann eigentlich nur drei Gründe haben: Sie sind müde.
Die Windel ist voll.
Oder: Sie haben Hunger.
Wobei das Dritte eigentlich immer richtig ist.
Meine These ist also: Wenn ein Kind schreit, dann gib ihm ne Flasche Milch und alles wird gut.
Es ist ein völlig natürlicher Reflex.
Babys merken:
Sie haben Hunger, also schreien sie.
Und wenn sie so richtig hungrig sind, dann kann nur Milch sie wieder glücklich machen.
Nur kranke Babys machen das nicht.
Wenn Babys krank sind, weil z.B. der Dickdarm nicht funktioniert, dann haben sie gar kein Verlangen nach Milch.
Wisst ihr als Samuel nach der Geburt solange in der Kinderklinik war, da hat er nie geschrien.
Dafür war er zu schwach.
Aber er wusste auch:
Wenn ich jetzt Milch trinke, dann werden meine Probleme nur noch größer.
Er hat sich nie über Milch gefreut.
Er hat den Mund zugekniffen und keinen Tropfen Milch in seinem Magen geduldet.
Denn es gab ein Problem in seinem Körper.
Der Dickdarm hat nicht funktioniert.
Jetzt wurde der Dickdarm raus operiert und seitdem freut er sich über Milch.
Sobald er die Flasche sieht, ist er völlig aufgedreht und hat nur noch einen Gedanken: Ich will diese Milch.
Was Milch mit dem Leben eines Christen zu tun hat, das erklärt uns nun Petrus.
Ich lese aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 2.
2 Genauso, wie ein neugeborenes Kind ´auf Muttermilch begierig ist`, sollt ihr auf Gottes Wort begierig sein, auf diese unverfälschte Milch, durch die ihr heranwachst, bis das Ziel, eure ´endgültige` Rettung, erreicht ist. 3 Ihr habt von dieser Milch ja schon getrunken und habt erlebt, wie gütig der Herr ist.
4 Kommt zu ihm! Er ist jener lebendige Stein, den die Menschen für unbrauchbar erklärten, aber den Gott selbst ausgewählt hat und der in seinen Augen von unschätzbarem Wert ist. 5 Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen.
6 Gott sagt ja in der Schrift:
»Seht, ich verwende für das Fundament auf dem Zionsberg
einen Grundstein von unschätzbarem Wert,
den ich selbst ausgewählt habe.
Wer ihm vertraut, wird vor dem Verderben bewahrt werden.«
7 Euch also, die ihr glaubt, kommt der Wert ´dieses Steins` zugute. Doch was ist mit denen, die an ihrem Unglauben festhalten? ´Es heißt in der Schrift:`
»Der Stein, den die Bauleute für unbrauchbar erklärten,
ist zum Eckstein geworden.«
8 Und ´an einer anderen Stelle heißt es:`
»Es ist ein Stein, an dem sich die Menschen stoßen,
ein Fels, an dem sie zu Fall kommen.«
Sie stoßen sich ´an diesem Stein`, wie es allen bestimmt ist, die nicht bereit sind, Gottes Botschaft Glauben zu schenken.
9 Ihr jedoch seid das ´von Gott` erwählte Volk; ihr seid eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk, das ihm allein gehört und den Auftrag hat, seine großen Taten zu verkünden – die Taten dessen, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat. 10 Früher wart ihr nicht ´Gottes` Volk – jetzt seid ihr Gottes Volk. Früher wusstet ihr nichts von seinem Erbarmen – jetzt hat er euch sein Erbarmen erwiesen.
Milch (2-3)
Verlangt nach dem Wort Gottes genauso wie ein neugeborenes Kind nach Muttermilch verlangt.
Dieses Wort Gottes kann die Bibel sein, aber es kann auch das Reden Gottes im Allgemeinen sein.
Danach sollen wir verlangen wie ein Baby nach Milch verlangt.
Vor diese Herausforderung stellt uns Petrus.
Und ja, es ist eine sehr große Herausforderung.
Ich glaube, die meisten Christen würden sagen: Es ist sehr wichtig Zeit mit Gott zu verbringen und zu hören was er sagen möchte.
Die Erfahrung sagt aber leider: Viele Christen haben genau hiermit sehr zu kämpfen.
Ja, Bibellesen, Stille Zeit, Zeit mit Gott, Gebet, all das ist wichtig, aber es ist auch gar nicht so leicht.
Denk mal bitte kurz darüber nach:
Wie groß ist dein Durst nach dieser Milch?
Also: Wie groß ist dein Verlangen nach dem Wort Gottes?
Und jetzt bitte ich dich:
Vergleiche dieses Verlangen doch mal mit der Realität!
Welche Rolle spielt das Wort Gottes in deinem Leben?
Wenn das Wort Gottes in unserem Alltag keine Rolle spielt, oder wenn es sogar vollkommen egal ist,
Ich glaube, dann müssen wir auch mal ehrlich überlegen.
- Und das muss jeder für sich tun -
Wo in unserem Leben läuft etwas so sehr verkehrt, dass wir Jesus aus den Augen verlieren?
Als Samuel in der Kinderklinik war, da wollte er keine Milch.
Er wollte keine Milch, weil etwas in seinem Körper krank war und ihn gestört hat.
Wo gibt es es vielleicht Störungen in unserem Leben, die verhindern das wir die Milch Gottes aufnehmen können oder wollen?
Ich kann das nur für mich persönlich beantworten.
Aber bei mir fängt das an beim Thema Ablenkung.
Das menschliche Dilemma ist doch, dass wir uns sehr leicht ablenken lassen.
Ich weiß einmal vor einigen Jahren, da hatte ich mich gerade mit meiner Bibel hingesetzt.
Da flog ein Fußball gegen mein Fenster.
Und ich habe nur gedacht:
Cool, da spielt jemand Fußball.
Also Bibel zu und raus zum Fußball spielen.
Und das ist nur ein möglicher Störfaktor.
Dazu kommen ja auch noch:
Stress.
Zeitnot.
Lärm.
Und vieles mehr.
Die Kunst ist also das wir einen Ort schaffen, wo Stress, Lärm und Zeitnot uns nichts anhaben können.
Denn unsere persönliche Zeit mit Gott, wo wir ein Glas Milch mit Jesus trinken ist sehr wichtig für unser Leben.
Denn das was wir gedanklich oder geistlich aufnehmen, das prägt uns.
Daher ist es wichtig zu gucken:
Bekomme ich mein Input von Jesus oder von Netflix?
Und was machen diese Dinge dann mit uns?
Und ich bin davon fest überzeugt, das das Wort Gottes uns auf eine Reise mitnehmen wird die unfassbar ist.
Da wo Christen sich Zeit nehmen und mal wieder ein Glas Milch mit Jesus trinken, da werden große Dinge geschehen.
Deshalb lädt Petrus hier ein zu einer Beziehung mit Jesus.
Und Petrus weiß: Wer ein-mal geschmeckt hat wie freundlich Jesus ist, der wird immer mehr nach ihm verlangen.
Wir sollten diese Milch so begehren wie wir nach frischem Wasser lechzen, wenn wir richtig durstig sind.
Daher lade ich dazu ein Zeit mit Jesus zu verbringen.
Ich wünsche mir das wir eine lebendige Gemeinde sind.
Und lebendig sind wir nur, wenn wir Zeit mit Gott verbringen.
Und wer das tut, der wird erleben was in den Versen 4 und 5 steht.
Milch bringt dich in Schwung (4-5 + 9-10)
4 Kommt zu ihm (also zu Jesus)! Er ist der lebendige Stein, den die Menschen für unbrauchbar erklärten, (…). 5 Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist. Lasst euch zu einer heiligen Priesterschaft aufbauen, damit ihr Gott Opfer darbringen könnt, die von seinem Geist gewirkt sind – Opfer, an denen er Freude hat, weil sie sich auf das Werk von Jesus Christus gründen.
Petrus erklärt uns hier was passiert wenn wir die Milch Gottes trinken.
Er benutzt dafür das Bild eines Bauwerkes.
Gemeinde ist ein Bauwerk zusammengesetzt aus vielen Steinen.
Jeder Christ ist als Stein, ein Teil der Gemeinde.
Damit zeigt Petrus uns, dass Gemeinde immer Gemeinschaft ist.
Du kannst nicht alleine Stein sein, nur gemeinsam können wir uns für Gott einsetzen.
Dazu eine Geschichte aus dem antiken Sparta erzählen.
Das ist besonders für die interessant, die den Film 300 geguckt haben.
Der Legende nach kam ein königlicher Besucher nach Sparta.
Der König von Sparta prahlte vor ihm mit den Mauern Spartas.
Der Besucher schaute umher, doch er konnte keine Mauern entdecken.
„Wo sind denn die Mauern, von denen du sprichst?“
Der König von Sparta verwies auf seine Soldaten und sprach: „Das sind die Mauern von Sparta - jeder von ihnen ist ein lebendiger Stein.“
Genauso spricht Petrus von der Gemeinde Gottes.
Diese hier, diese Menschen sind das Bauwerk des lebendigen Gottes.
Jeder von ihnen ist ein lebendiger Stein, weil der Geist Gottes in ihnen wirkt.
Und gemeinsam sind sie der große Tempel Gottes hier auf der Erde.
Gemeinde ist kein Bauwerk, sondern ein lebendiger Organismus.
Jeder von uns ist Teil der Gemeinde und hat eine Bestimmung.
Petrus drückt das aus indem den Begriff „geistliches Priestertum“ benutzt.
Wir sind die Priester Gottes.
Ein Priester hat jederzeit Zugang zu Gott.
Das ist der Unterschied zum Alten Testament.
Während im Alten Testament nur einige in die Gegenwart Gottes kommen durften, so darf nun jeder Gläubige zu Gott kommen.
Wir kommen als Priester, als lebendige Steine zu ihm.
Die Aufgabe des Priesters ist es Menschen zu Gott zu führen.
Als Priester sind wir Brückenbauer zu Gott.
Jeder von uns ist ein Teil dieser Brücke.
Und weil wir als Gemeinde aktiv sind, deshalb können Menschen zu Gott kommen.
Das funktioniert aber nur wenn wir geistlich fit sind, wenn wir also regelmäßig unsere Milch trinken, dann werden wir fast ganz von alleine Menschen zu Jesus einladen.
Denn Menschen mit einer lebendigen Beziehung zu Gott sind das Werkzeug Gottes.
Andere Menschen werden durch uns schmecken wie freundlich Jesus ist.
Ok, fassen wir kurz zusammen.
Wir sind die Gemeinde Gottes, wir bilden das Bauwerk Gottes hier auf Erden.
Jeder von uns ist ein Teil davon.
Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Denn der wichtigste Stein der Gemeinde fehlt ja jetzt noch.
Milch macht Munter (6-10)
Der Eckstein.
Der Eckstein ist der zentrale Stein.
Wenn der rausgezogen wird, dann bricht das Gebäude zusammen.
Für uns als Gemeinde ist dieser Eckstein - Jesus.
Ohne Jesus würde Gemeinde nicht funktionieren.
Jesus, der lebendige Eckstein der Gemeinde.
Jesus ist kein alter Stein der voller Moos ist, sondern er ist lebendig.
Er ist die Grundlage der Gemeinde und die Grundlage unserer Existenz.
Dieser Jesus ruft uns zusammen, damit wir Licht sind in dieser Welt.
Vers 9:
9 Ihr jedoch seid das ´von Gott` erwählte Volk;
ihr seid eine königliche Priesterschaft,
eine heilige Nation,
ein Volk, das allein Gott gehört und den Auftrag hat, seine großen Taten zu verkünden – die Taten von Jesus, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat.
Ist das nicht großartig?
Wir sind das Volk Gottes.
Jesus ruft uns raus aus der Finsternis, rein in sein Licht.
Und das kann immer wieder aufs Neue geschehen.
Jedes mal wenn wir mit Jesus zusammensitzen ruft er uns ins Licht.
Denn er bringt Licht in unser Leben.
Durch Jesus geschieht eine Veränderung in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen.
Als ich Vers 10 gelesen habe, da musste ich an den Propheten Hosea denken.
Ich les nochmal vor:
„Früher wart ihr nicht ´Gottes` Volk – jetzt seid ihr Gottes Volk. Früher wusstet ihr nichts von seinem Erbarmen – jetzt hat er euch sein Erbarmen erwiesen."
Ich nenne euch mal die Namen von Hoseas Kindern:
Lo-Ruhama - das heißt „Keine Barmherzigkeit.“
Und:
Lo-Ammi - das heißt „Nicht mein Volk.“
Mit diesen Namen will Gott zeigen.
Israel, so wie du dich verhältst kannst du nicht mehr mein Volk sein.
Und ich habe auch keine Barmherzigkeit mehr mit dir.
— Ein sehr heftiger Ausruf über das Volk.
Aber dann kommt Jesus.
Und aus Keine-Barmherzigkeit wird Barmherzigkeit.
Und aus Nicht-Mein-Volk wird Mein Volk.
Petrus zeigt uns wie sich der Status der Menschen vor Gott verändert.
Wenn wir uns die Beziehung zwischen Gott und den Menschen als Haus vorstellen, dann war dieses Haus gerade am einstürzen.
Doch dann kommt Jesus, als Eckstein und repariert das Haus.
Er gibt dem Haus seine neue Berufung.
Er ruft seine Gemeinde aus der Finsternis ins Licht.
Deshalb dürfen wir als Gemeinde Licht in der Dunkelheit sein.
Da wo Menschen die Dunkelheit des Lebens erfahren, da dürfen wir Träger der Hoffnung sein.
Das können wir weil Jesus unser Eckstein ist.
Für uns als FeG Geisweid bedeutet das:
Wir sollen Licht hier im Wiesental sein, wir sollen Licht in Siegen sein.
Als Priester Gottes dürfen wir Brückenbauer zu Gott sein.
Das machen wir indem wir den Menschen unserer Stadt dienen.
Das machen wir mit Kinderwochen, mit FeG Kreativ, mit Babybasaren und vielem mehr.
Wir sind das Licht Gottes hier auf Erden. Wir sind die Gemeinde Gottes.
Das sind wir, damit noch viele Menschen die Barmherzigkeit Gottes schmecken können.
Damit Menschen erleben was es heißt Teil vom Volk Gottes zu sein.
Fazit
Das funktioniert aber nur wenn wir ein gesundes geistliches Leben führen.
Wenn wir regelmäßig unsere Milch mit Jesus trinken.
Die Aussagen der Verse 4 bis 10 funktionieren nur wenn wir die Verse 2 und 3 beachten.
Im ganzen Text gibt es nur einen Imperativ, also nur einen einzigen Befehl.
„Sei begierig nach der vernünftigen und unverfälschten Milch.“
Das ist die Aufforderung.
Wenn du das machst, dann wirst du im Glauben wachsen.
Und dann wird all das was Petrus in den Versen 4 bis 10 beschreibt Wirklichkeit werden.
Also das Gott dich als Brückenbauer benutzt.
Das du Teil der Gemeinde bist.
Das du Licht bist.
Das du zu Gottes Volk gehörst.
All das wird dort Realität wo Menschen auf das Reden Gottes hören.
Früher habe ich mich gerne mit Gott zum Kaffee verabredet.
Ich bin in ein Café gegangen, habe Kaffee getrunken und dabei Bibel gelesen und gebetet.
Damit habe ich mir Zeit für das geschriebene Wort Gottes, also die Bibel, genommen, aber ich habe Gott auch Raum gegeben zu mir zu sprechen.
Es ist wichtig das wir in unserem persönlichen Leben aber auch als Gemeinde Gott immer wieder den Raum geben zu uns zu sprechen.
Denn dort wo Gott Raum bekommt zu reden, dort wird er Menschen führen.
Das bewahrt uns dann auch vor blindem Aktionismus.
Als Gemeinde könnten wir viel ohne Konzept und Planung machen.
Viel besser wäre es aber, wenn unsere Ideen und Pläne aus den Zeiten wachsen wo wir eine Milch mit Jesus trinken.
Denn nur so bekommen wir eine gute und gesunde geistliche Ausrichtung.
Nur mit einem Blick der auf Jesus ausgerichtet ist werden wir Licht sein können.
Wenn wir als Gemeinde regelmäßig zu Jesus kommen und frische Milch bei ihm trinken, dann werden wir eine Gemeinde mit einer Vision sein.
Wir werden eine Gemeinde sein die vom Heiligen Geist geleitet und geführt wird.
Deshalb: Trink docah einfach mal wieder ein Glas Milch mit Jesus.
- Amen.
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