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Sorgenfrei?!

Die Bergpredigt-Serie (9)  •  Sermon  •  Submitted
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Es gibt einen Fiebermesser für die Sorgen der Schweizer - das Sorgenbarometer. Sorgen sind Gedanken, die wir uns darüber machen, was möglicherweise Negatives eintreffen könnte. Und sie hängen an drei Problemen... und es gibt eine Lösung... mit ein paar praktischen Lektionen... Aber mehr dazu in der Predigt :-)

Notes
Transcript
Handout
Hattet ihr einen sorgenfreien Auffahrtstag? Einen freien Tag nimmt man gerne, nicht wahr. Aber dass Auffahrt tatsächlich etwas damit zu tun hat, dass es eine Lösung für unsere Sorgen gibt, daran muss ich uns zuerst mal erinnern:
Wer sollte uns verurteilen? Christus Jesus selbst ist ja für uns gestorben. Mehr noch, er ist der Auferstandene. Er sitzt auf dem Ehrenplatz zur rechten Seite Gottes und tritt für uns ein. nlb
Ich finde das genial! Als Christen haben wir einen Fürsprecher an höchster Stelle. Jemanden, der für uns eintritt, der maximalen Einfluss auf die Schaltstelle des Schicksals hat. Der auferstandene und in den Himmel “aufgefahrene” Jesus Christus, unser Retter, unser Herr, unser Freund, unser “grosser Bruder”, unser Mittler, unser Priester und König.
S
Here's a little song I wrote You might want to sing it note for note Don't worry, be happy In every life we have some trouble But when you worry you make it double Don't worry, be happy Don't worry, be happy now
don't worry, be happy
Ain't got no place to lay your head Somebody came and took your bed Don't worry, be happy The landlord say your rent is late He may have to litigate Don't worry, be happy
Ain't got no place to lay your head Somebody came and took your bed Don't worry, be happy The landlord say your rent is late He may have to litigate Don't worry, be happy
Heisst das, wir leben völlig sorgenfrei?! Um es vorweg zu nehmen: jeder Tag hat viele Dinge, um die wir uns sorgen. Sorgen müssen, sorgen können, sorgen wollen. Die Methode von Bobby McFerrin funktioniert nicht im Alltag: “Don’t worry, be happy!” Dann wirkt schon eher die Methode von Jesus: “Warum machst du dir Sorgen? Wir haben einen, der für uns bei Gott eintritt!”
Bobby McFerrin
Bobby McFerrin
Sorgenfrei?! Um es vorweg zu nehmen: jeder Tag hat viele Dinge, um die wir uns sorgen. Sorgen müssen, sorgen können, sorgen wollen. Die Methode von Bobby McFerrin funktioniert nicht im Alltag: “Don’t worry, be happy!”
Sorg dich nicht - sei einfach glücklich?! Sorgenfrei?! Um es vorweg zu nehmen: jeder Tag hat viele Dinge, um die wir uns sorgen. Sorgen müssen, sorgen können, sorgen wollen. Die Methode von Bobby McFerrin funktioniert nicht im Alltag: “Don’t worry, be happy!”
Vier Methoden, um mit Sorgen umzugehen
Ich schaue für mich
dass wir keine Vorsorge treffen, sondern quasi von der Hand in den Mund leben sollen
dass wir Geld und Materielles verachten und freiwillige Armut oder suchen sollen
...
Worum es geht:
Gerechtigkeit in deinem Leben …
Wo wir unser Herz haben
dass unser Blick klar ist und frei von Misssgunst, Neid und Habgier und die Finsternis vertreibt
Haushalterschaft - mit dem, was wir haben, Gott dienen
uns im täglichen Alltag dem himmlischen Vater anvertrauen (auf ihn schauen, dass er auf uns schaut)
Sorgenfrei?! Um es vorweg zu nehmen:jeder Tag hat viele Dinge, um die wir uns sorgen. Sorgen müssen, sorgen können, sorgen wollen. Die Methode von Bobby Mc Ferrin funktioniert nicht im Alltag: “Don’t worry, be happy!”
Sorgen sind Gedanken, die wir uns darüber machen, was möglicherweise Negatives eintreffen könnte. Sorgen beschäftigen uns. Die Eltern sorgen sich um die Kinder, und versorgen sie, umsorgen sie und besorgen ihnen schöne Spielsachen und sie sorgen für sie vor. Solches Sorgen kann weise sein. Es kann aber auch dumm sein. Dann, wenn Sorgen uns zerfressen. Dann, wenn Sorgen uns den Schlaf rauben. Dann, wenn das Sorgen uns zu einer ängstlichen Krake verformt, die sich mit ihren Tentakeln an alles klettet, was ihr irgendwie Sicherheit gibt.
Worüber sorgen sich die Schweizer? Das Sorgenbarometer 2018 (https://t1p.de/jik4) zeigt diese Themen: Wie geht es mir im Alter? Wie geht es mir, wenn ich krank bin? Wie geht es mir, wenn Ausländer in meine Heimat eindringen? Oder wenn meine Heimat vom Klimawandel zerstört wird? Werde ich genug Geld für alles haben, was ich brauche und was ich mir wünsche? All diese Themen sind recht weitläufig. Wie gehen wir damit um?
Fünf Personen, fünf Wege, mit Sorgen umzugehenb. Siehe das Video von ICF: https://t1p.de/r0rn
Ich schaue, dass andere für mich schauen!
Ich schaue, für andere - dann geht’s mir auch gut!
Ich schaue, dass mich anderer Leute Sorgen nicht bekümmern!
Video von ICF: https://t1p.de/r0rn
Ganz am Anfang sagt eine Person: “Wenn du niemand hast, der für dich schaut, dann hast du definitiv Sorgen.” Die Personen im Clip haben ihre Methoden entwickelt, wie sie ihre Sorgen managen.
Ich schaue für mich!
Ich schaue, dass andere für mich schauen!
Ich schaue, für andere - dann geht’s mir auch gut!
Ich schaue, dass mich anderer Leute Sorgen nicht bekümmern!
Fazit: entweder wird man arrogant, man manipuliert, man ist überbesorgt oder besserwisserisch. Da wäre Bobby McFerrins “Don’t worry, be happy!” doch wieder schön. Aber geht das so einfach? So mit “positivem Denken”? Jesus nimmt sich in der Bergpredigt bedeutend mehr Zeit für dieses Thema. Es ist eigentlich so logisch und es geht ans Herz. Jesus zeigt drei Probleme, die uns in Angst und Sorgen stürzen - oder die uns zu geizigen oder gierigen Menschen machen.
Fazit: entweder wird man arrogant, man manipuliert, man ist überbesorgt oder besserwisserisch. “Don’t worry, be happy!” Schön. Aber geht das so einfach? Jesus nimmt sich etwas mehr Zeit für dieses Thema.
Jesus nimmt sich etwas mehr Zeit für dieses Thema.

Problem 1: wir hängen uns an Vergängliches (Mt 6,19-21)

19 Sammelt keine Reichtümer hier auf der Erde an, wo Motten oder Rost sie zerfressen oder Diebe einbrechen und sie stehlen können. 20 Sammelt eure Reichtümer im Himmel, wo sie weder von Motten noch von Rost zerfressen werden und vor Dieben sicher sind. 21 Denn wo dein Reichtum ist, da ist auch dein Herz. ( nlb, S.1324)
20 Sammelt eure Reichtümer im Himmel, wo sie weder von Motten noch von Rost zerfressen werden und vor Dieben sicher sind.
21 Denn wo dein Reichtum ist, da ist auch dein Herz.
Es ist so natürlich, dass wir uns Sicherheiten suchen. “Ich habe alles im Griff” - oder eben dann nicht. Alles vergeht. Die reichsten Menschen - der Rekord ist bei 131 Milliarden Dollar beim Amazon-Chef Jeff Bezos - werden nichts von ihrem Hab und Gut mitnehmen, wenn sie sterben. Und auch jetzt: Geld macht nicht glücklich. Auch eine Karriere macht nicht glücklich. Marliyn Monroe hat gesagt: “Karriere ist etwas Wunderbares - aber in einer kalten Nacht gibt sie nicht warm.” Wir müssen nicht reich sein oder berühmt, um uns an Vergängliches zu hängen - und unser Leben durch das zu sichern, was wir haben.
Wir müssen nicht reich sein oder berühmt, um uns an Vergängliches zu hängen - und unser Leben durch das zu sichern, was wir haben.
Es ist die Sucht, sein Leben in dieser Welt durch Besitz und Reichtum zu sichern / angenehm zu gestalten - Meinung, das sei das Leben.
Heilsam ist hier die Bitte um Versorgung: “Schenk uns heute unser tägliches Brot”. ( nlb) Das bedeutet: wir anerkennen, dass Gott unser Versorger ist - und wir uns nicht an unser Hab und Gut klammern müssen. Ja, “was wir so fest in Händen halten, ist uns alles nur von Gott geliehen. Wir dürfen es verwalten, wir dürfen es gestalten, und geben es zurück an ihn.” (Manfred Siebald). Tipp: geh durch deine Wohnung und sagt bei jedem Gegenstand, der dir etwas bedeutet: “das gehört dem Herrn”. Geh in die Garage oder auf den Parkplatz, zu deinem Auto, zu deinem Velo und sag: “das gehört dem Herrn”. Schau die Zahlen auf deinem Bankkonto an und sag laut, dass du dich selber hören kannst: “Das gehört dem Herrn!”
Bitte, die damit rechnet, dass Gott schon

Problem 2: wir haben einen getrübten Blick (Mt 6,22-23)

22 Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis in deine Seele dringen. 23 Ein schlechtes Auge dagegen sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit. Wenn schon das, was du für Licht hältst, in dir Dunkelheit ist, wie dunkel wird dann erst die Dunkelheit sein! ( nlb, S.1324)
23 Ein schlechtes Auge dagegen sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit. Wenn schon das, was du für Licht hältst, in dir Dunkelheit ist, wie dunkel wird dann erst die Dunkelheit sein!
Ein Fenster lässt Licht durch, wenn es sauber ist. Wenn es verschmiert ist, dann bleibt es in der Wohnung düster. So ist es auch mit unseren Augen: wer schlecht sieht oder blind ist, kann das Licht der Sonne, das Licht einer Kerze, ja die Schönheit von dem, was man mit Augen sehen kann, nicht wahrnehmen. Das stimmt auch, wenn wir es übertragen: wenn wir das Leben mit getrübten Blick sehen, dann wird’s in unserem Innern düster. Schon erlebt? Wenn ich meine schwermütigen Depro-Phasen habe, dann gibt es wenig, worüber ich mich freue - auch wenn es schöne Dinge gibt. Das ist ein getrübter Blick: alles ist gegen mich, der andere hat es besser, ich muss das auch haben, damit ich glücklich bin. Der getrübte Blick ist wie ein Filter, den wir vor unsere Augen legen. Es ist unsere Interpretation von dem, was passiert - aber diese Interpretation ist sehr negativ und macht uns innerlich finster und sorgenvoll.
Unser Blick wird getrübt durch Missgunst, Neid und Habgier. Unser Blick wird getrübt durch die Angst, zu kurz zu kommen. Unser Blick wird getrübt, wenn wir ein schlechtes Gewissen haben. Aber unser Blick wird klar, wenn wir ein reines Herz haben! (Damit hat Jesus seine Bergpredigt angefangen: “Glücklich sind die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott sehen.” ( nlb)
Missgunst, Neid, Habgier
Heilsam ist hier die Bitte um Vergebung: “und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind”. ( nlb). Vergebung klärt unseren Blick. Wenn du anderen vergeben hast, brauchst du nicht neidisch sein. Wenn du selber Vergebung hast, kannst du deinen Blick erheben (). Vergebung macht frei - und stellt dich ins Licht ().
Glücklich sind die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.
Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben, denen, die an uns schuldig geworden sind.

Problem 3: wir lassen uns beherrschen (Mt 6,24)

24 Niemand kann zwei Herren dienen. Immer wird er den einen hassen und den anderen lieben oder dem einen treu ergeben sein und den anderen verabscheuen. Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott und dem Geld dienen. ( nlb S.1324)
Jemand sagte mir mal: “Ich akzeptiere niemanden, der über mir ist.” Er wollte sein eigener Herr sein. Ein anderer Mann erklärte mir: “Jesus ist mir wichtig, aber der Alkohol bleibt immer meine Nummer 1.” Beide Männer achte ich für ihre Ehrlichkeit. Sie geben zu, was Jesus erklärte: “Niemand kann zwei Herren dienen.” Martin Luther soll es so gesagt haben: “Was jemand liebt, das ist sein Gott. Denn er trägt es in seinem Herzen und er beschäftigt sich Tag und Nacht damit. Er schläft damit ein und wacht damit auf. Sei es was auch immer - Gesundheit oder das Selbst, Vergnügen oder Ruhm.” (zit. im JFB-Kommentar)
Wir können nicht wählen, ob wir uns beherrschen lassen oder nicht. Wir können aber wählen, was oder wer uns beherrscht. Was oder wer unser Herr ist - oder in Luthers Sprache, was oder wer unser Gott ist. Wenn wir sagen: nichts beherrscht uns, dann ist es unser Ego, das uns beherrscht. Wir sollten ehrlich sein. Und wenn wir uns von dem beherrschen lassen, was vergänglich ist, dann haben wir definitiv Sorgen.
Hilfreich ist die Bitte um Schutz: “Lass nicht zu, dass wir der Versuchung nachgeben, sondern erlöse uns von dem Bösen”. ( nlb) Wenn ich sage: “Gott, Vater, ich bitte um deinen Schutz in der Versuchung”, dann berge ich mich bei ihm. Ich entscheide mich auch: ich will nicht einem anderen Gott dienen - ich will dir allein dienen!
Was hilft: Haushalterschaft!
Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Lösung: Schau auf deinen himmlischen Vater, der für dich schaut.

Nach dieser Problem-Schau kommt wieder die Perspektive von Jesus. Er sagt: “Darum sage ich euch!” Yes! Jetzt kommt wieder das Jesus-Wort. Logisch, kraftvoll, mitten ins Leben hinein. Lasst es uns lesen - und ich streiche ein paar Lektionen raus, die er uns mitgibt:

Erste Lektion: fokussiere dich nicht auf Nahrung und Kleidung, denn dein Leib und Leben braucht mehr als das. (Mt 6,25)

(Maslov / Recht: Schutz an Leib und Leben, Unversehrtheit, Menschenwürde)
25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer tägliches Leben - darum, ob ihr genug zu essen, zu trinken und anzuziehen habt. Besteht das Leben nicht aus mehr als nur aus Essen und Kleidung? ( nlb, S.1324)
Stimmt das? Ja, wir brauchen Menschenwürde, Unversehrtheit, Liebe. Ein Beispiel: ein afrikanisches Dorf wurde von Unwettern komplett von der Umwelt abgeschnitten. Als ein Hilfstrupp unter schwierigsten Bedingungen dort ankam, fanden sie die Bewohner unter einem provisorisch gebastelten Dach versammelt - alle Häuser und Hütten waren weggeschwemmt, alle Nahrung war zerstört - seit vier Tagen hungerten sie und beteten zu ihrem himmlischen Vater, dass er ihnen hilft. Nun war der Hilfstrupp da - aber zur Überraschung der Helfer stürzten sich die Leute nicht auf die Mitgebrachten Nahrungsmittel, sondern begannen zu singen und zu tanzen und Gott zu loben. Erst danach begannen sie zu essen. “Besteht das Leben nicht aus mehr, als nur aus Essen und Kleidung?” Das ist Würde!

Zweite Lektion: wenn Gott sogar für Tiere und Pflanzen schaut, dann schaut er vielmehr auch für dich. (Mt 6,26-30)

26 Schaut die Vögel an. Sie müssen weder säen noch ernten noch Vorräte ansammeln, denn euer himmlischer Vater sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel wichtiger als sie. 27 Können all eure Sorgen euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? Nein. 28 Und warum sorgt ihr euch um eure Kleider? Schaut die Lilien an und wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und nähen sich keine Kleider. 29 Trotzdem war selbst König Salomo in seiner ganzen Pracht nicht so herrlich gekleidet wie sie. 30 Wenn sich Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und schon morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch? Euer Glaube ist so klein! ( nlb, S.1324f)
27 Können all eure Sorgen euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? Nein.
28 Und warum sorgt ihr euch um eure Kleider? Schaut die Lilien an und wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und nähen sich keine Kleider.
Das ist Jesus-Logik: wenn Gott fürs Kleine schaut, dann umso mehr fürs Grosse. Unsere Logik ist meistens umgekehrt: wenn jemand etwas Grosses kann, dann schafft er es auch fürs Kleine. Das stimmt bei unserem himmlischen Vater aber auch. Hauptaussage: du bist wertvoll für Gott, darum wird er für dich schauen.
29 Trotzdem war selbst König Salomo in seiner ganzen Pracht nicht so herrlich gekleidet wie sie.
30 Wenn sich Gott so wunderbar um die Blumen kümmert, die heute aufblühen und schon morgen wieder verwelkt sind, wie viel mehr kümmert er sich dann um euch? Euer Glaube ist so klein!

Dritte Lektion: dein Sorgen gibt dir nicht mehr Lebenslänge (Mt 6,27)

27 Können all eure Sorgen euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? Nein. (, S.1325)
Das ist auch eine Jesus-Logik. Da tauchen grad die Probleme auf: auf Vergängliches setzen und sein Leben verlängern, der getrübte Blick für die Realität und der falsche Gott. Unsere Lebenslänge liegt in Gottes Hand.

Vierte Lektion: du kannst dem himmlischen Vater vertrauen, dass er weiss, was du brauchst (Mt 6,31-32)

31 Hört auf, euch Sorgen zu machen um euer Essen und Trinken oder um eure Kleidung. 32 Warum wollt ihr leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse. ( nlb, S.1325)
Das sagt Jesus immer wieder (). Es ist ihm so wichtig, dass wir seinen Vater als unseren Vater kennen lernen. Und dass wir merken: dieser himmlische Vater ist für uns, er kennt uns, er weiss, was wir nötig haben.
32 Warum wollt ihr leben wie die Menschen, die Gott nicht kennen und diese Dinge so wichtig nehmen? Euer himmlischer Vater kennt eure Bedürfnisse.
Die Herausforderung, die ich damit habe: ich denke, ich weiss, was ich brauche: dass ich immer zufrieden sein kann, dass ich immer genug habe, dass ich gute Beziehungen habe, eine gute Gemeinde, keine Schulden, keine Konflikte, keine Depro-Phasen, keine Erschöpfung, immer Kraft, kein Burnout, keine Sucht, kein… Aber die Sicht von meinem himmlischen Vater ist irgendwie anders: er mutet mir einige dieser Dinge zu. Er lässt mich in Situationen kommen, die echt schwierig sind. Und doch soll ich ihm hier vertrauen, dass er weiss, was ich brauche?! Ich glaube, ich ahne, worum es ihm geht: ich brauche nicht etwas Gutes, ich brauche den Guten. Ich brauche Jesus (vgl. Röm 8,32)

Fünfte Lektion: stell dich täglich in Gottes Einflussbereich und lebe nach seiner Gerechtigkeit, dann schaut Gott für dich und du hast definitiv keine Sorgen. (Mt 6,33-34)

33 Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht. 34 Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Die Sorgen von heute sind für heute genug. ( nlb, S.1325)
34 Deshalb sorgt euch nicht um morgen, denn jeder Tag bringt seine eigenen Belastungen. Die Sorgen von heute sind für heute genug.
Glücklich sind die, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen. Gott, der himmlische Vater, der für uns schaut. Der sich für uns sorgt, der vorsorgt.
Das ist der beste Weg, um Sorgen loszuwerden: Sorgen benennen, und in leidenschaftlichem Gebet dem himmlischen Vater sagen. Dann danken. Danken für alles das Gute - und für den Guten! (Vgl. und )
Und das ist der beste Weg für ein sorgenfreies Leben - trotz allen täglichen Belastungen: lass Gottes Reich und seine Gerechtigkeit Nummer 1 sein in deinem Leben. Kümmere dich zuerst um seine Anbetung, um seine Angelegenheiten und um seinen Willen. Entscheide dich, das Evangelium von Jesus zu glauben und zu leben - jeden Tag.
Alle Sorgen werft auf Gott, denn er sorgt für euch
Dominus providebit

Fazit

Worum es nicht geht:
dass wir keine Vorsorge treffen, sondern quasi von der Hand in den Mund leben sollen
dass wir Geld und Materielles verachten und freiwillige Armut oder suchen sollen
dass wir wir
Ich schaue für mich!
Ich schaue, dass andere für mich schauen!
Ich schaue, für andere - dann geht’s mir auch gut!
Ich schaue, dass mich anderer Leute Sorgen nicht bekümmern!
Worum es geht:
Worum es geht:
Es geht um Gerechtigkeit in deinem Leben
Es geht darum, wo wir unser Herz haben
Es geht darum, dass unser Blick klar ist und frei von Misssgunst, Neid und Habgier oder einem schlechten Gewissen ist
Es geht um biblische Haushalterschaft - dass wir mit dem, was wir haben, Gott dienen
Es geht darum, dass wir uns im Alltag dem himmlischen Vater anvertrauen (und auf ihn schauen, weil er für uns schaut)

Was solcher Hingabe im Weg steht, ist die Sucht, sein Leben in dieser Welt durch Besitz und Reichtum zu sichern und angenehm zu gestalten, sowie der Wahn zu meinen, was man da anstrebt und vielleicht sogar auch erreicht, sei das »Leben«.

“What a man loves,” says LUTHER, quoted by THOLUCK, “that is his God. For he carries it in his heart, he goes about with it night and day, he sleeps and wakes with it; be it what it may—wealth or self, pleasure or renown.”

it is used figuratively to denote the simplicity of the mind’s eye, singleness of purpose, looking right at its object, as opposed to having two ends in view. (See Pr 4:25–27).

Merkvers
Macht das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen, lebt in Gottes Gerechtigkeit, und er wird euch all das geben, was ihr braucht. ()
Fragen zur Vertiefung
Hauskreis, Gruppe, persönlich
Betrachte die drei Probleme (Schätze, trüber Blick, beherrscht werden, in ): warum können diese eigentlich Sorgen auslösen? erlebst du das auch so? was können wir konkret tun, um nicht von diesen Problemen beeinflusst zu werden?
Betrachte die fünf Lektionen in : warum können diese zu helfen, auf den himmlischen Vater zu schauen, der für uns schaut? welche dieser Lektionen hast du selber bereits gelernt? wie können wir uns als Gruppe helfen, diesen klaren Blick auf Gott zu behalten, anstatt ein Sorgen-Management zu machen?
Fragen, die sich Freunde stellen können
Minigruppe, Zweierschaft, Partner
Welcher dieser Sätze passt gut zu deiner letzten Woche?
Ich schaue für mich!
Ich schaue, dass andere für mich schauen!
Ich schaue, für andere - dann geht’s mir auch gut!
Ich schaue, dass mich anderer Leute Sorgen nicht bekümmern!
Ich schaue auf meinen himmlischen Vater, der für mich schaut. 
Betet füreinander nach : formuliert eure Sorge und macht daraus eine intensive Bitte an den himmlischen Vater. Nun beginnt zu danken, sprecht euch Gottes Frieden zu (V.7) und entscheidet euch für die Freude am Herrn (V.4).
Tipp: lest den 5-tägigen Bibelleseplan "Gott, prüfe mein Herz" mit Andachten über (siehe unten)
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