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Gott sendet - Ihr missioniert doch nicht, oder?

Was wir glauben   •  Sermon  •  Submitted
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Christlicher Glaube macht von sich reden um der Wahrheit willen (Gott verdient es, Menschen brauchen es), aus Liebe (Wo meine Liebe zu Gott und meine Liebe zu Menschen zusammenkommen, gibt es nichts Schöneres als von Ihm zu reden) und in vertrauensvoller Abhängigkeit (wir haben und sind nie genug, aber Er ist mit uns).

Notes
Transcript
Requisiten: Ein Werbeprospekt und einen Briefumschlag mit einem roten Herzen darin.
Requisiten: Ein Werbeprospekt und einen Briefumschlag mit einem roten Herzen darin.
@1 Vor einigen Jahren waren Carina und ich gemeinsam auf einer Party bei Bekannten Am Ende verabschiedeten wir uns vom Gastgeber: „Vielen Dank für die Einladung!“ Darauf er: „Sehr gern! Wir wussten ja, dass ihr nicht missioniert.“
Gott sendet — ihr missioniert doch nicht, oder?
War das jetzt ein Kompliment? Oder war das eine schallende Ohrfeige? Das war sicher positiv gemeint, aber darf ich es so einsortieren?
Am Ende einer Party: „Vielen Dank für die Einladung!“ „Sehr gern! Wir wussten ja, dass ihr nicht missioniert.“ — War das jetzt ein Kompliment oder eine schallende Ohrfeige? Als Kompliment gemeint, aber darf ich es so einsortieren?
Was hat er gemeint mit “missionieren”? Wenn so gemeint, dass wir nicht bei jedem Gespräch das Leben aus unserem Gegenüber heraus saugen, weil wir immer nur bierernst sind, böse mit den Augen funkeln und Leute für unseren Verein gewinne wollen, dann missionieren wir nicht. Und dann möchten wir das auch nicht.
Wenn er aber gemeint hat, dass man bei uns keine Sorge haben muss, etwas über Jesus zu hören; dass wir „harmlos“ sind und das Thema Religion meiden, um niemandem auf die Füße zu treten, dann hätten wir Bauchschmerzen mit seinem „Kompliment“. Wir wollen nicht drängen oder drohen — aber wir wollen unseren Glauben auch nicht leidenschaftslos als eine Möglichkeit unter vielen verkaufen.
John Ortberg sagt öfter: Mission heißt: Die Menschen, die wir lieben, in Verbindung bringen mit Jesus, dem wir folgen. Die Menschen, die wir lieben, in Verbindung bringen mit Jesus, dem wir folgen. Das wollen wir ganz sicher! Weil wir glauben, dass Menschen nichts Besseres passieren kann. Und weil wir überzeugt sind, dass Jesus jedes Lob verdient.
Wir denken in unseren Gottesdiensten zur Zeit über unser Glaubensbekenntnis als Gemeinde nach. Das kann man auf unserer Homepage und im Gemeindeprofil nachlesen, das im Foyer ausliegt. Im Vergleich zu anderen christlichen Bekenntnissen steht da nichts Besonders drin. Wir haben einfach versucht, die zentralen Themen kurz und halbwegs verständlich auf den Punkt zu bringen. Aber da gehört ohne Zweifel zu, dass der christliche Glaube ein „missionarischer“ Glaube ist. Ein Glaube, der überzeugen möchte, für sich gewinnen möchte.
Christlicher Glaube, der nicht von sich reden macht, ist kein christlicher Glaube. Timothy Keller sagt: Christlicher Glaube, der nicht überzeugen will, ist wie nicht gefrorenes Eis. Das ist vielleicht Soße oder Pudding, irgendetwas jedenfalls, aber kein Eis.
@2 Christlicher Glaube macht von sich reden
um der Wahrheit willen,
aus Liebe und
in vertrauensvoller Abhängigkeit.

…um der Wahrheit willen

@3 Christlicher Glaube macht von sich reden um der Wahrheit willen. Er lässt sich nicht einfach als „Privatsache“ ausklammern. Denn er beansprucht Wahrheit und Wahrheit lässt sich nicht ausklammern. Wahrheit will überzeugen.
Ist Kindesmissbrauch falsch? Da kann ich doch nicht sagen: „Das kannst du schon glauben, aber bitte lass die armen Männer in Ruhe, die das genießen.“ Nein, das geht jeden an! Nicht darüber reden ist keine Option! — „Natürlich! Aber bei Religion ist man sich halt nicht einig.“ — „Bei Kindesmissbrauch offensichtlich auch nicht, sonst wäre es ja kein Problem.“
Wenn du sagst „Kindesmissbrauch ist falsch“, dann nimmst du eine Position ein, die anderen auf die Füße tritt und für die du alle gewinnen möchtest. Du beanspruchst Wahrheit und Wahrheit ist immer missionarisch, sie will immer überzeugen, denn sie sagt: “Es gibt Falsches. Kindesmissbrauch ist falsch.” Das tun wir als Christen auch.
Es gibt im Blick auf Religion keinen neutralen Raum. Wenn es einen Gott gibt, der diese Welt geschaffen hat, der uns all das Gute schenkt, das wir erleben — dann hat es verdient, dass wir von ihm reden. Dass wir seine Herrschaft anerkennen und ihm danken. Wir können das nicht einfach ausblenden.
Wir können das nicht einfach ausblenden. Ich habe früher die Augen gerollt über den christlichen Buchmarkt. Mir schien, da muss man einfach alles nachmachen, was gerade „in“ ist. Wenn es für Mädchen Pferdebücher gibt, dann muss es auch christliche Pferdebücher geben. Wenn es Abenteuergeschichten gibt, dann muss es auch christliche Abenteuergeschichten geben. Gleiche Geschichte, aber frommer Anstrich ein Tischgebet hier, ein Gottesdienstbesuch da. Ich fand das immer schräg.
Ich habe früher die Augen gerollt über den christlichen Buchmarkt. Mir schien, da muss man einfach alles nachmachen, was gerade „in“ ist. Wenn es für Mädchen Pferdebücher gibt, dann muss es auch christliche Pferdebücher geben. Wenn es Abenteuergeschichten gibt, dann muss es auch christliche Abenteuergeschichten geben. Gleiche Geschichte, aber frommer Anstrich ein Tischgebet hier, ein Gottesdienstbesuch da. Ich fand das immer schräg.
Ich habe früher die Augen gerollt über den christlichen Buchmarkt. Mir schien, da muss man einfach alles nachmachen, was gerade „in“ ist. Wenn es für Mädchen Pferdebücher gibt, dann muss es auch christliche Pferdebücher geben. Wenn es Abenteuergeschichten gibt, dann muss es auch christliche Abenteuergeschichten geben. Gleiche Geschichte, aber frommer Anstrich ein Tischgebet hier, ein Gottesdienstbesuch da. Ich fand das immer schräg.
Aber vor einigen Jahren war Carina in einer Krabbelgruppe. Viele Leute aus unserer Gemeinde waren da, aber auch ein Nachbar, der mit Kirche nichts am Hut hatte. Im Hintergrund liefen christliche Kinderlieder. Und er störte sich daran. Das empfand er als Indoktrination, dass man das schon den Kleinsten so nahebringt.
Aber damals habe ich gedacht: Es ist unmöglich in einem neutralen Raum zu leben. Wenn ich schon meinen Kindern von Gott erzähle, dann bin ich nicht neutral. Aber wenn ich Gott verschweige, dann bin ich es auch nicht: Dann vermittle ich nämlich, dass es ihn nicht gibt oder dass es sich nicht lohnt, über ihn zu reden.
Deshalb braucht es christliche Pferdebücher, christliche Abenteuerbücher, christliche Schnulzen, christliche Filme — und wenn nur ab und zu ein Stoßgebet gesprochen oder ein Gottesdienst besucht wird. Denn das schafft ein Bewusstsein dafür, dass es einen Gott gibt, dem wir alles verdanken.
Er hat diese Welt gemacht, er hat uns gemacht und es ist nur fair, dass wir das anerkennen. Wir feiern quasi eine Party in seinem Garten, aber wir haben nicht gefragt und er ist auch nicht eingeladen. Was würdest du sagen, wenn deine Nachbar das machen? Wir reden von Gott um der Wahrheit willen. Es ist nur fair, dass wir ihn anerkennen.

MENSCHEN HABEN ES NÖTIG

Ja, Wahrheit kann kalt und lieblos sein. Wir können den Menschen um uns herum die Wahrheit auch an den Kopf schmeißen einfach, um es gesagt zu haben.
Wir können von dieser Wahrheit reden wie man Werbeprospekte verteilt. Das habe ich als Jugendlicher gemacht. Da bekam man einen Bezirk zugewiesen und hat Briefkästen abgeklappert. Bezahlt wurde man pro verteiltem Prospekt. Das heißt: Hochhäuser waren schnell verdientes Geld. Da wurde man viele Prospekte los ohne sich viel zu bewegen. Undankbar waren großzügige Wohngegenden mit lauter Einzelhäusern und langen Einfahrten — da lief man viel für wenig Geld. So können wir auch von der Wahrheit reden: Hauptsache rein damit. Mir doch egal, was die Leute damit machen — ich hab die Info reingedrückt und kriege Geld dafür.
Aber das wird dem christlichen Glauben nicht gerecht. Gott vertraut uns keine Prospekte an. Gott lässt uns Briefe verteilen. Ich würde gerne sagen “Liebesbriefe”. Und das sind sie auch. Aber sie klingen nicht immer auf den ersten Blick so. Sie können auch sehr ernst sein, weil sie unsere Schuld ansprechen. Aber sie wurden aus Liebe geschrieben.
Also wollen wir einfach Recht haben? Ist das nicht irgendwie total engstirnig?
Wir reden von Gott aber auch um der Liebe willen. Zu uns. zu ihm.
Ist das verbohrt?
Puh, Wahrheit. Ist das nicht ganz schnell ganz furchtbar verbohrt? “Das musste jetzt einfach mal gesagt werden, damit ich es von der Seele habe?” Ja, Wahrheit kann kalt und lieblos sein. Wir können den Menschen um uns herum die Wahrheit auch an den Kopf schmeißen einfach, um es gesagt zu haben.
Puh, aber ist das nicht ganz schnell verbohrt und engstirnig? “Das musste jetzt einfach mal gesagt werden, damit ich es von der Seele habe?” Ja, Wahrheit kann kalt und lieblos sein. Wir können den Menschen um uns herum die Wahrheit auch an den Kopf schmeißen einfach, um es gesagt zu haben.
Das kann es sein.
Wir können von dieser Wahrheit reden wie man Werbeprospekte verteilt. Das habe ich als Jugendlicher gemacht. Da bekam man einen Bezirk zugewiesen und hat Briefkästen abgeklappert. Bezahlt wurde man pro verteiltem Prospekt. Das heißt: Hochhäuser waren schnell verdientes Geld. Da wurde man viele Prospekte los ohne sich viel zu bewegen. Undankbar waren großzügige Wohngegenden mit lauter Einzelhäusern und langen Einfahrten — da lief man viel für wenig Geld. So können wir auch von der Wahrheit reden: Hauptsache rein damit. Mir doch egal, was die Leute damit machen — ich hab die Info reingedrückt und kriege Geld dafür.
Aber das wird es nur, wenn wir selber vergessen haben, worum es eigentlich geht.
Aber das wird dem christlichen Glauben nicht gerecht. Gott vertraut uns keine Prospekte an. Gott lässt uns Briefe verteilen. Ich würde gerne sagen “Liebesbriefe”. Und das sind sie auch. Aber sie klingen nicht immer auf den ersten Blick so. Sie können auch sehr ernst sein, weil sie unsere Schuld ansprechen. Aber sie wurden aus Liebe geschrieben.
verteilen, die zum Abschluss einer Lebensversicherung auffordern: “Denken Sie früher an später und sichern Sie sich ihren Platz im Himmel!” Gott lässt uns Liebesbriefe verteilen, die zu einer Beziehung einladen.
Vor zwei Wochen habe ich den christlichen Glauben verglichen mit einem Medikament, das für jeden Menschen lebensnotwendig ist. Auch für uns uns. Wenn eine Forschergruppe ein neues Medikament entdeckt. Das erste und einzige, das hilft gegen eine bestimmte Krankheit, dann weist sie doch darauf hin! Dann ist es doch nicht engstirnig zu sagen: Alles andere ist Humbug, das müsst ihr nehmen! Ganz im Gegenteil — es wäre grausam, dieses Medikament zu verschweigen. So ist es auch mit dem christlichen Glauben.
In den letzten Wochen habe ich Sünde verglichen mit einer Krankheit und den christlichen Glauben mit dem einen Medikament, das hilft. Sünde ist mehr als Taten, sie ist Rebellion. Wir erheben uns gegen unseren Schöpfer, indem wir ihn nicht als König anerkennen, der völlig verfügungsberechtigt ist über uns.
In den letzten Wochen habe ich Sünde verglichen mit einer Krankheit und den christlichen Glauben mit dem einen Medikament, das hilft. Wir sind sterbenskrank, weil wir uns
Wenn eine Forschergruppe ein neues Medikament entdeckt. Das erste und einzige, das hilft gegen eine bestimmte Krankheit, dann weist sie darauf hin! Das ist nicht engstirnig, sondern liebevoll. Es wäre grausam, dieses Medikament zu verschweigen. So ist es auch mit dem christlichen Glauben.
Wenn Jesus einer von vielen Wegen zu Gott ist — wozu der Stress?! Natürlich könnten wir den Mund halten, aber das widerspricht dem Wesen des christlichen Glaubens. Denn auch Jesus ließ sich nicht hinrichten, um einer von vielen zu sein. „Wenn wir vor Gott damit bestehen könnten, dass wir das Gesetz erfüllen, dann wäre ja Christus vergeblich gestorben!“ (; NGÜ).
Ich habe in den letzten Wochen davon gesprochen, dass aus Gottes Perspektive jeder Mensch an einer tödlichen Krankheit leidet und dass es nur ein Medikament gibt: Die Vergebung Gottes. Darauf möchten wir hinweisen.
Wir möchten niemandem auf die Füße treten. Hoffentlich finden wir gute Wege. Aber wir können nicht schweigen. Denn, schreibt Paulus, es gibt nur einen Gott und einen Vermittler zwischen Gott und Menschen (), nur eine Medizin für die Krankheit unserer Sünde.
Richard Baxter schrieb: @4 „Der ist ein törichter Arzt und ein zutiefst treuloser Freund, der einen kranken Mann sterben lässt aus Angst ihn zu beunruhigen; und grausame Halunken sind wir unseren Freunden, dass wir sie eher ruhig zur Hölle fahren lassen als sie zu verärgern oder unser Ansehen bei ihnen zu gefährden.“
„Wir wissen ja, dass ihr nicht missioniert.“ Oh, hoffentlich doch! Hoffentlich weise, liebevoll und zur rechten Zeit, aber hoffentlich doch. Denn meine Überzeugung für mich behalten ist nicht höflich, sondern grausam. Und Gott warnt uns davor, so grausam zu sein: @5 „[Das Evangelium zu verkünden ist] eine Verpflichtung, der ich nicht ausweichen kann — wehe mir, wenn ich sie nicht erfülle“ (; NGÜ).
Christlicher Glaube macht von sich reden um der Wahrheit willen — Gott verdient es und Menschen brauchen es.

…aus Liebe

Allerdings bringt dieser Blick auf die Wahrheit zwei Gefahren mit sich. Die eine ist, dass wir an dieser Aufgabe zerbrechen, weil sie uns zu groß ist. Die andere ist, dass wir sie einfach nur pflichtbewusst ausfüllen. Gegen beides hilft… @6 die Liebe.
Dass wir hinweisen sollen auf das eine Medikament, das kann eine überwältigende und bedrückende Wahrheit sein. Wenn wir meinen, das Heil der Welt hänge an uns, dann müssen wir daran zugrunde gehen.
Mein Alptraumberuf war immer schon Marktschreier. Für mich war das immer: Ich stehe darum, muss etwas verkaufen, aber keine will es haben. Und ich schreie verzweifelt: Bitte kommt und kauft!
Wir können von dieser Wahrheit reden wie man Werbeprospekte verteilt. Das habe ich als Jugendlicher gemacht. Da bekam man einen Bezirk zugewiesen und hat Briefkästen abgeklappert. Bezahlt wurde man pro verteiltem Prospekt. Das heißt: Hochhäuser waren schnell verdientes Geld. Da wurde man viele Prospekte los ohne sich viel zu bewegen. Undankbar waren großzügige Wohngegenden mit lauter Einzelhäusern und langen Einfahrten — da lief man viel für wenig Geld. So können wir auch von der Wahrheit reden: Hauptsache rein damit. Mir doch egal, was die Leute damit machen — ich hab die Info reingedrückt und kriege Geld dafür.
Aber wir sehen Paulus und die anderen Apostel nicht panisch von einem zum nächsten rennen, sie schütteln und anbetteln. Sie haben viel investiert, ohne Frage. Aber nicht panisch. Sie wussten, dass nicht sie die Welt retten, sondern dass Gott das tut. Er ist der erste und der eigentliche Missionar. Er liebt die Menschen dieser Welt noch mehr als wir es tun. Und wir dürfen mitmachen.
Aber das wird dem christlichen Glauben nicht gerecht. Gott vertraut uns keine Prospekte an. Gott lässt uns Briefe verteilen. Ich würde gerne sagen “Liebesbriefe”. Und das sind sie auch. Aber sie klingen nicht immer auf den ersten Blick so. Sie können auch sehr ernst sein, weil sie unsere Schuld ansprechen. Aber sie wurden aus Liebe geschrieben.
Die ersten Christen waren nicht angetrieben von Angst, sondern angetrieben von Liebe und geehrt, an Gottes Rettungsmission beteiligt zu sein. Paulus schreibt: @7 "Ja, in der Person von Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt... und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden. @8 Deshalb treten wir im Auftrag von Christus als sein Gesandten auf; Gott selbst ist es, der die Menschen durch uns zur Umkehr ruft. Wir bitten im Namen von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!” (; NGÜ).
Das kann eine überwältigende und bedrückende Wahrheit sein. Wenn wir meinen, das Heil der Welt hänge an uns, dann müssen wir daran zugrunde gehen. Aber wir sehen Paulus und die anderen Apostel nicht panisch von einem zum nächsten rennen, sie schütteln und anbetteln: Bitte, kehr um! Sie haben viel investiert, ohne Frage. Aber nicht panisch. Sie wussten, dass nicht sie die Welt retten, sondern das Gott das tut. Sie waren nicht angetrieben von Angst, sondern angetrieben von Liebe und geehrt, an seiner Rettungsmission beteiligt zu sein.
Aber aus Angst von Jesus zu reden wird ihm auch nicht gerecht. Jesus und Paulus nicht panisch Traktate in Briefkästen gesteckt, sondern getrieben von der Liebe Gottes und geehrt, an seiner Rettungsmission beteiligt zu sein. Alptraumberuf Marktschreier: Bitte kauft, ich habe eine Familie zu ernähren!
Aber Paulus schreibt: "Ja, in der Person von Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt... und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden. Deshalb treten wir im Auftrag von Christus als sein Gesandten auf; Gott selbst ist es, der die Menschen durch uns zur Umkehr ruft. Wir bitten im Namen von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!” (; NGÜ).
[]Wir treten im Auftrag von Christus als sein Gesandten auf; Gott selbst ist es, der die Menschen durch uns zur Umkehr ruft. Wir bitten im Namen von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!” (,20; NGÜ).
Das klingt anders, oder? Da ist auch Leidenschaft, da ist auch Flehen, aber da ist auch ein Bewusstsein, geadelt zu sein, geehrt durch den Auftrag, den man bekommen hat. Christen sitzen nicht im Call-Center Gottes, wo sie gegängelt werden, um möglichst viele Verträge abzuschließen. Christen sind gesandt an die Hecken und Zäune, um zu einem Festessen einzuladen, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Aber Gott lädt ein. Wir arbeiten nicht gegen ihm, um möglichst viele Menschen vor ihm zu retten. Sondern wir arbeiten mit ihm, um möglichst viele Menschen zu ihm zu retten. Das kann uns Ruhe schenken. Und das kann uns begeistern! Das kann die Art verändern, auf die wir von ihm reden.
Christen sind Freunde des Bräutigams, die in seinem Auftrag die Braut umwerben.
Bei Paulus klingt das anders: . Boten Gottes sitzen nicht im Callcenter, wo sie von Gott gegängelt werden, sondern sie sind Freunde des Bräutigams. .
(WIDERSPRICHT DAS UNBEDINGT DER ANGST?)
Boten Gottes sitzen nicht im Callcenter, wo sie von Gott gegängelt werden, sondern sie sind Freunde des Bräutigams. .
Wir können von Gott reden wie man Werbeprospekte verteilt. Das habe ich als Jugendlicher gemacht. Da bekam man einen Bezirk zugewiesen und hat Briefkästen abgeklappert. Bezahlt wurde man pro verteiltem Prospekt. Das heißt: Hochhäuser waren schnell verdientes Geld. Da wurde man viele Prospekte los ohne sich viel zu bewegen. Undankbar waren großzügige Wohngegenden mit lauter Einzelhäusern und langen Einfahrten — da lief man viel für wenig Geld. So können wir auch von der Wahrheit reden: Hauptsache rein damit. Mir doch egal, was die Leute damit machen — ich hab die Info reingedrückt und kriege Geld dafür.
Aber das wird dem christlichen Glauben nicht gerecht. Gott vertraut uns keine Prospekte an. Gott lässt uns Briefe verteilen. @EXTRA Vielleicht kennt ihr diesen Briefkastenaufkleber “Nur Liebesbriefe”? Gottes Briefe klingen nicht immer auf den ersten Blick so. Sie können auch sehr ernst sein, weil sie unsere Schuld ansprechen. Aber sie getränkt von Liebe. Ist es nicht großartig, dass wir Verkupplungshelfer sein dürfen? Johannes der Täufer spricht mal von sich als dem “Freund des Bräutigams”.
Wir suchen nicht für uns eine Braut. Wir wollen nicht Menschen gewinnen für unseren Verein. Sondern wir lieben den Bräutigam und das lässt uns seine Auserwählte mit anderen Augen sehen. Vielleicht ist sie nicht unser Fall, aber wenn er sie liebt, dann lieben wir sie auch. Und wenn er sie liebt, dann sehnen wir uns danach, dass es wirklich Grund zu feiern gibt, dass sie “ja” sagt. Und wir wissen: Unser Freund ist so großartig, dass ihr nichts Besseres passieren kann. Wenn wir ihn lieben, dann werden wir sie lieben. Und wenn unsere Liebe zu ihm und unsere Liebe zu ihr, zu den Menschen, zusammenkommen — dann gibt es nichts Schöneres, als die zwei in Verbindung zu bringen.
Muss ich verkaufen oder habe ich zu geben? Wenn ich von Jesus rede: Muss ich verkaufen oder habe ich etwas zu geben? Mein Gefühl entscheidet sich daran, wie real und wie lieb mir Jesus ist. Da ist der Druck, am Sonntagmorgen die halbe Stunde zu füllen. Oder das Vorrecht, eine halbe Stunde von Jesus schwärmen zu können. Da ist der Druck, auf jemanden zuzugehen, der mir fremd ist. Oder das Vorrecht, einen Liebesbrief Gottes zu überbringen. Da ist die Angst, was der andere sagen wird. Oder das Glück, das meine Scham überwältigt. Wenn die Begeisterung für Gott und die Liebe zu den Menschen um mich herum zusammen kommen, dann gibt es nichts Schöneres als auf Jesus hinzuweisen.
. Mein Herz fließt über — für ihn und andere. A cup running over.
Mein Gefühl entscheidet sich daran, wie real und wie lieb mir Jesus ist. Der Druck, die halbe Stunde zu füllen. Der Druck, auf jemanden zuzugehen. Mein Herz fließt über — für ihn und andere. A cup running over.
Die Frage ist nur, ob ich dieses Glück wirklich erlebe. Ob ich produziere oder überfließe. Ob ich mich zwingen muss oder getrieben werde. "Wir können nicht verschweigen, was wir gesehen und gehört haben!” (; GN). Es ist zu gut, um es für uns zu behalten!
Denen, denen es gut geht, müssen wir sagen: Es ist noch viel besser! Das Glück fällt euch nicht in den Schoß, sondern da ist ein JEMAND, der euch beschenkt. __ CARINA BEREITET FRÜHSTÜCKSTISCH VOR IST SCHÖNER ALS WENN ICH ES TUE__ Denen, bei denen alles in Trümmern liegt, müssen wir sagen: Er hat sich zerschlagen lassen, damit du eines Tages bei ihm einziehen kannst.
Mich hat in der letzten Woche die Geschichte bzw. das Bild sehr beschäftigt von Oscar Martínez Ramírez und seiner Tochter Valeria. Zwei leblose Körper am Ufer des Rio Grande. Die Gesichter im Wasser liegend, das knapp zwei Jahre alte Mädchen auf dem Rücken des Vaters, einen Arm um seinen Hals gelegt. Ramírez wollte mit seiner Familie den Rio Grande überqueren, um in die USA zu fliehen. Er brachte zunächst seine Tochter Valeria ans Ufer. Dann wollte er seine Frau holen. Aber Valeria sprang wieder hinterher. Er versuchte sie zu retten und beide starben. Das ist nur eine Geschichte unter vielen, aber durch das Bild der zwei toten Körper kommt sie sehr nah.
Und dann sehe ich dieses Bild und frage mich: Wie kann ich in dieser Welt von einem Gott der Liebe reden?
Aber dann frage ich mich auch: Wie kann ich in dieser Welt von dem Gott der Liebe schweigen?
Ja, wir müssen selber Gutes tun. Wir können nicht nur auf das Jenseits vertrösten. Aber kann unser Einsatz wirklich alles sein? Ist das nicht furchtbar leer? Ist das nicht angesichts der Geschichte unserer Welt viel zu kurz gegriffen, nur an den guten Willen zu appellieren?
Lukas 17 GN
Jesus wandte sich wieder seinen Jüngern zu, den Männern und Frauen, und sagte zu ihnen: »Es ist unvermeidlich, dass Menschen an mir irrewerden. Aber wehe dem, der dazu beiträgt!Es wäre besser für ihn, er würde mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen, als dass er auch nur einen dieser kleinen, unbedeutenden Menschen, die zu mir halten, an mir irremacht.Seid wachsam gegen euch selbst! Wenn dein Bruder – und das gilt entsprechend für die Schwester – ein Unrecht begangen hat, dann stell ihn zur Rede, und wenn er es bereut, dann verzeih ihm.Selbst wenn er siebenmal am Tag an dir schuldig wird, sollst du ihm verzeihen, wenn er kommt und sagt: ‘Es tut mir Leid!’« Die Apostel sagten zum Herrn: »Stärke doch unser Vertrauen zu Gott!« Der Herr antwortete: »Wenn euer Vertrauen auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu dem Maulbeerbaum dort sagen: ‘Zieh deine Wurzeln aus der Erde und verpflanze dich ins Meer!’, und er würde euch gehorchen.« »Stellt euch vor, jemand von euch hat einen Sklaven und der kommt vom Pflügen oder Schafehüten nach Hause. Wird er wohl gleich als Erstes zu ihm sagen: ‘Bitte, komm und setz dich zu Tisch’? Gewiss nicht! Er wird ihm sagen: ‘Mach mir das Essen fertig, binde dir die Schürze um und bediene mich bei Tisch! Wenn ich fertig bin, kannst du auch essen und trinken.’ Wird er sich etwa bei dem Sklaven bedanken, weil der getan hat, was ihm befohlen war? So ist es auch mit euch. Wenn ihr alles getan habt, was Gott euch befohlen hat, dann sagt: ‘Wir sind Diener, weiter nichts; wir haben nur getan, was uns aufgetragen war.’« Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa.Als er in ein Dorf ging, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in gehörigem Abstand stehenund riefen laut: »Jesus! Herr! Hab Erbarmen mit uns!« Jesus sah sie und befahl ihnen: »Geht zu den Priestern und lasst euch eure Heilung bestätigen!« Und als sie unterwegs waren, wurden sie tatsächlich gesund. Einer aus der Gruppe kam zurück, als er es merkte. Laut pries er Gott,warf sich vor Jesus nieder, das Gesicht zur Erde, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus sagte: »Sind nicht alle zehn gesund geworden? Wo sind dann die anderen neun?Ist keiner zurückgekommen, um Gott die Ehre zu erweisen, nur dieser Fremde hier?« Dann sagte er zu dem Mann: »Steh auf und geh nach Hause, dein Vertrauen hat dich gerettet.« Einige Pharisäer fragten Jesus, wann die Herrschaft Gottes anbrechen werde. Jesus antwortete: »Ihr dürft nicht nach Vorzeichen ausschauenund an allen möglichen Orten nach ihr suchen! Denn schon jetzt, mitten unter euch, richtet Gott seine Herrschaft auf!« Dann sagte Jesus zu den Jüngern, den Männern und Frauen: »Es wird die Zeit kommen, wo ihr euch danach sehnt, auch nur einen Tag unter der Herrschaft des Menschensohnes zu erleben. Aber es wird euch nicht vergönnt sein. Sie werden zu euch sagen: ‘Schaut doch hierher!’, oder: ‘Schaut dorthin!’ Aber geht nicht hin und gebt nichts darauf.Wenn sein Tag da ist, wird der Menschensohn kommen wie ein Blitz, der mit einem Schlag den ganzen Horizont ringsum erhellt. Aber zuvor muss er noch vieles erleiden und von den Menschen dieser Generation verworfen werden. Wenn der Menschensohn kommt, wird es genauso sein wie zur Zeit Noachs:Die Menschen aßen und tranken und heirateten, wie sie es gewohnt waren – bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging. Dann kam die Flut und vernichtete sie alle. Und es wird auch genauso sein wie in den Tagen Lots: Sie aßen und tranken, sie kauften und verkauften, bestellten das Land und bauten Häuser, wie sie es gewohnt waren.An dem Tag aber, an dem Lot die Stadt Sodom verließ, fiel Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete sie alle.Ganz genauso wird es an dem Tag sein, an dem der Menschensohn erscheint. Wer an jenem Tag gerade auf dem Dach ist und seine Sachen unten im Haus liegen hat, soll keine Zeit damit verlieren, erst noch hineinzugehen, um sie zu holen. Und wer gerade auf dem Feld ist, soll nicht einmal mehr zurückschauen, um sein Haus noch einmal zu sehen.Denkt an Lots Frau!Wer sein Leben retten will, wird es verlieren, und wer es verliert, wird es retten. Ich sage euch: Zwei Männer werden in jener Nacht auf einem Bett schlafen: Der eine wird angenommen, der andere zurückgelassen.Zwei Frauen werden zusammen Korn mahlen: Die eine wird angenommen, die andere zurückgelassen.« Die Jünger fragten: »Wo wird das geschehen, Herr?« Jesus antwortete ihnen: »Wo Aas liegt, da sammeln sich die Geier.«
Wir müssen reden von dem, der größer ist als diese Welt. Wir müssen reden von dem, der sich für uns in die Fluten der Sünde stürzte. Er kam darin um, aber von seinem Rücken können wir an Land krabbeln. @9 "Wir warten… auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt” (; ). Das können wir doch nicht verschweigen! Die Nachricht ist zu gut, die Menschen sind zu wertvoll. “Denn die Liebe Christi drängt uns” (; ).

...in vertrauensvoller Abhängigkeit

Nur… wie? Michael Herbst ist Professor für praktische Theologie in Greifswald. In seinem Buch Lebendig! nimmt er die letzten Verse des Matthäusevangeliums in die Blick. Der “Missionsauftrag”. Da heißt es: @10 “Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. Bei seinem Anblick warfen sie sich vor ihm nieder; allerdings hatten einige noch Zweifel. @11 Jesus trat auf sie zu und sagte: ‘Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.’” (; NGÜ).
Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. Bei seinem Anblick warfen sie sich vor ihm nieder; allerdings hatten einige noch Zweifel. Jesus trat auf sie zu und sagte: ‘Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.’”
Herbst macht einige herausfordernde Beobachtungen: Die Jünger sind nur elf. Da könnte man sagen: Klasse, eine ganze Fußballmannschaft, damit kann man etwas anfangen. Aber aus damaliger Perspektive waren es NUR 11. Die Juden hatten es mit Zahlen. Drei Mal heilig ist Gott, und die vier steht für die ganze Welt, die vier Himmelsrichtungen. Drei Mal vier ist Zwölf, die Zahl der Vollkommenheit. Und 12 Stämme Israels gab es. Deshalb auch 12 Jünger. Aber sie waren nur 11. Nur noch 11.
Das war gleich das nächste Thema: Sie hatten nicht nur Probleme, sie machten selber Probleme. Sie verrieten Jesus, sie verleugneten ihn, sie verließen ihn, kurz vor seiner Hinrichtung stritten sie, wer in seinem Reich Kanzler würde.
18 Jesus trat auf sie zu und sagte: »Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. 19 Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.’”
Und dann hatten sie auch noch Zweifel. Die elf, die die Welt für Jesus umkrempeln sollten, hatten Zweifel. Die Elf, die ihm nach seiner Auferstehung noch leibhaftig begegnet waren. Sie hatten Zweifel.
Aber sie schickt Jesus los. Nicht, weil sie es können, sondern weil er mit ihnen geht. Er ist der zwölfte Mann. Beim Fußball sind das die Fans. Sie bescheren einen Heimvorteil, weil sie der eigenen Mannschaft mit ihren Gesängen den Rücken stärken. Die Elf können die Welt nicht verändern. Aber Jesus ist ihr zwölfter Mann.
Und das ist er auch heute noch. Bis zum Ende der Welt. Wir beten montags um Noteingänge zu den Herzen unserer Nachbarn, Freunde und Kollegen. Wir beten darum, weil wir nicht haben. Wir sind nicht fertig. Wir sind nicht genug. Nicht genug Leute, nicht genug ausgerüstet, nicht genug schlau, genug bibelfest, genug schlagfertig, genug Vorbild, genug glaubensstark. Aber Jesus ist der zwölfte Mann. Lasst uns doch gehen!
Das kann peinlich werden. Aber wer ist dir so wichtig, dass du dir das egal sein lässt? Für wen bist du bereit, auch eine Abfuhr in Kauf zu nehmen? Wer liegt dir so am Herzen, dass du ihm sogar auf die Nerven fällst, um ihn zu gewinnen?
Was wirst du tun, um ihn mit Jesus in Verbindung zu bringen? Wie wäre es, wenn du dir heute oder spätestens am Dienstag oder Mittwoch im Hauskreis eine Person suchst, mit der du eine Gebetspartnerschaft eingehst? Mit der du gemeinsam betest um eine Gelegenheit, deinen Glauben zu erwähnen oder etwas davon zu erzählen, was Jesus dir bedeutet oder einzuladen zum Gottesdienst — einfach um Ideen, um Brücken zu bauen und Verbindung zu schaffen zwischen den Menschen, die du liebst, und Jesus, dem du folgst?
Wen lässt du dir vielleicht erst von Gott aufs Herz legen? Unsere Freunde und Verwandten sind irgendwo unser Horizont. Aber Jesus ist nicht nur für sie gekommen, lädt nicht nur sie ein. Wo will er deinen Blick weiten für die, die keiner sieht? Vielleicht für Menschen, in einem ganz anderen Land? Welchen Postbezirk hat Jesus dir anvertraut?
Herbst spricht von dem Finanzhai Matthäus, der Jesus begegnet. Und der sich dann denkt: Das müssen meine Freunde auch erleben! Er lädt zu einer Party ein für seine neuen Freunde (Jesus und die Jünger) und seine alten Freunde, die Finanzhaie, Saufkumpanen, Stammtischkollegen. Herbst malt sich das aus, wie ihm kurz vorher aufgeht, dass das peinlich werden könnte. Wie werden sich die Gespräche entwickeln? Was werden die Jünger sagen, wenn sie sehen, mit wem er sonst so seine Zeit verbringt? Was werden seine alten Freunde sagen all den einfachen Fischern, die er jetzt seine Brüder nennt?
Fühle ich mich überlegen? Das kann passieren, darf es aber nicht. Begnadigt. Kein Set von Regeln: Ich muss besser werden und du auch. Sondern: Wir sind beide Bettler, darf ich dir zeigen, wo ich Brot gefunden habe?
Stärk deine Beziehung zu Jesus. Dann musst du nicht verkaufen, sondern hast zu geben. Aber gib auch. Der christliche Glaube ist kein lauwarmer Pudding, sondern kühles Eis. Wo wir schweigen verleugnen wir, was wir glauben. Wage kleine Schritte und bete um Gelegenheiten und Ideen. Du bist Gottes Briefträger, unterwegs im Auftrag des Herrn. Also kenne deinen Herrn und kenne deine Leute. Du bist nicht fertig, aber er ist mit dir.
Noch ein letztes: Vielleicht ist das Austragen der Briefe noch gar nicht dein Thema. Vielleicht ist dir gerade heute in diesem Gottesdienst ein Brief zugestellt worden? Vielleicht spürst du etwas davon, dass Jesus zu dir eine Verbindung herstellen möchte? Vielleicht weißt du noch gar nicht, das was wirklich heißt, wo das hinführt. Aber dann lass uns doch ins Gespräch kommen. Wenn Jesus heute bei dir anklopft, dann lass ihn nicht vor der Tür stehen, sondern mach ihm auf. Heute noch.
Andere scheinen so satt: Sie könnten so viel mehr haben!
Andreas-/Philippus-Evangelisation.
Er hat eine andere „Speise“. Erlebst du dieses Sattsein oder verkümmert dein Seele? Je weniger wir essen, desto weniger Hunger haben wir. Wir suchen so viel und unsere Seelen gehen ein, weil wir nicht von dieser Speise essen. Das Fasten brechen und endlich wieder satt sein. Erlebst du dieses Sattsein? Iss!
„My dear friends, if you’re on the outside looking in, you have to understand that a Christianity that doesn’t demand conversion is something, but it’s not Christianity. If you’re on the inside looking out, I just ask you, are you eating this meat? Do you have this joy? Do you have this sense of mission? Let’s pray.“
Es kommen gerade Leute dazu, zumeist zugezogen. Aber wir möchten nicht einfach mehr sein, sondern wir sind „gesandt“ (Mission), um einen Heiratsantrag zu überbringen, einen Liebesbrief, ein Liebesbrief zu SEIN.
Kein Set von Regeln, deshalb nicht nur leben, sondern auch reden. „falls nötig, nutze Worte“ — falls nötig, verzichte auf Worte. Unterschiedliche Wege, Andreas und Philippus — aber Jesus vor Augen halten durch… und auf Menschen wirklich einlassen. Liebe, die nicht nur fühlt, sondern bewegt (Bruxy Cavey)!
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