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Selbstvernichtung

Gemeinsam Gott Entdecken - Staffel I GottesSpuren  •  Sermon  •  Submitted
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Notes
Transcript

Einleitung

Liebe Gemeinde,
viele von euch haben bestimmt die Serie Star-Wars gesehen. Es ist eine meiner Lieblings-Serien. Dramatisch ist besonders die Story um den jungen Aniken Skywalker. Ein hochbegabter Junge. Er wird ist auf der Seite der Guten und wird zu einem Jedi-Ritter ausgebildet. Dieser Junge wird zum jungen Mann. Entgegen der Ordens-Regel verliebt er sich in eine schöne Politikerin und heiratet sie im Geheimen. Dazu kommt dass Skywalker immer häufiger zu Zorn und der Suche nach Bewunderung neigt. Der große Lehrer warnt ihn. Skywalker muss lernen sich von Gefühle nicht beherrschen zu lassen, sonst kann er eine Gefärdung für andere werden.
Skywalker hat Vorahnungen. Er sieht, dass seiner Mutter Unglück zustößt. Doch er kommt zu spät. Es ist der entscheidende Bruch in seinem Leben. Er nimmt grausam Rache. Sein Motto ist danach nie wieder. Er möchte nie wieder Opfer sein. Er ist eine Geschichte des ungetrösteten Leides. Seine Zweite Kriese: Seine Jugendliebe Padme wird schwanger. Er hat wieder Vorahnungen, diesmal von ihrem Tod. Der böse Sith-Lord, der Feind der Guten Seite, entdeckt die Schwäche. Er erzählt ihm von der dunklen Seite, und dass so auch der Tod abgewehrt werden kann.Dieser Traum lässt Skywalker nicht mehr los. Er glaubt den Versprechen, lässt sich verführen und wendet sich der dunklen Seite zu. Vom Hoffnungsträger der Guten, wird er zum überaus Bösen, zum Darth Vadder. Er wird mächtiger als jeder andere, er wird das Universum mit einer Schreckensherrschaft knechten, aber er kann den Tod seiner Geliebten nicht verhindern. Im Gegenteil, es ist ihre Verzweiflung über seine Entwicklung, die sie quasi an gebrochenen Herzen sterben lässt. Die Geschichte von Skywalker ist die einer Selbstvernichtung, in die er sich selbst hinein begibt und andere mitzieht.
Rückblick
Wir sind in unserer Serie Gemeinsam Gott entdecken, noch in der ersten Staffel. Wir schauen welche Spuren Gott hinterlassen hat. In der erste Folge haben wir Gottes Innovation gesehen. Gott stellt sich als der Ursprung des Lebens vor, als der der JA zu dir sagt, der dich will, der dir deinen Wert gibt.
Überblick
Die Ursprungsgeschichte die wir in der letzten Folge angeschaut haben, beginnt paradisisch. Es ist alles gut. Der Mensch sogar sehr gut. Nach diesem Höhepunkt der Erschaffung des Lebens geht es jetzt um die Frage, warum passiert so viel schlechtes in der Welt? Warum bekomme ich selbst das Gute nicht auf die Reihe.
Wir müssen dazu dort weitermachen, wo wir das letzte Mal aufgehört haben. Bei Adam und Eva. Wir erleben die die Story dramatisch wird. Wie eine Selbstvernichtung des Menschen einsetzt. Schlagworte sind Misstrauen und der Wunsch nach Unabhängigkeit von Gott.
Wir befinden uns also in ältester menschlicher Vergangenheit. Die Menschheit, Adam und Eva, lebten in einem von Gott geschaffenen Paradies. Gott gab ihnen viel Raum zum Leben. Deutlich wird das am Essen. Ihr düft euch überall bedienen, sagt Gott, es gibt nur eine Grenze, dass ist der eine Baum hier, denn seine Frucht bedeutet die Erkenntnis von gut und böse.
Wir gehen jetzt zu 1. Mose 3. Ihr könnt den Bibeltext mitlesen. Entweder in eurer eigenen Bibel, oder im Programmblatt.

3 1 Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?† 2 Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; 3 nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.

4 Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. 5 Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse. 6 Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, S 20 von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und begehrenswert war, um klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß.

Prinzip 1 - Misstrauen
Habt ihr schon mal mit einem windigen Versicherungsvertreter geredet. Also ich meine nicht die seriösen, sondern die die dir eine Krankenversicherung für deinen Hamster , den du gar nicht hast verkaufen. Sie können dich im Gespräch sowas von um den Finger wickeln. Sie haben tolle Argumente mit denen sie dich schwindelig reden und am Ende unterschreibst du.
Wir haben in dieser Erzählung eine ähnliche Situation. Eva, neben der Adam stand, wird von einer Schlange in ein Gespräch verwickelt. “Hat Gott euch wirklich gesagt ihr dürft von keinem dieser Bäume hier essen?”. Das war das genaue Gegenteil von dem was Gott sagte. Gott gab Adam und Eva viel Freiheit und nur eine Grenze. Die Schlange macht das schlau. Sie hinterfrägt ob es Gott mit Dir gut meint. Hier soll ein Keil zwischen Gott und Menschen getrieben. Die Schlange willMisstrauen gegen Gott produzieren. Will dieser Gott mich mit seinen Regeln einschränken. Will er mir etwas vorenthalten. Warum verbietet Gott mir immer alles? Ich darf ja nichts machen was Spaß macht.
Es kann wie bei einem Kind mit seinen Eltern sein. Warum erlauben mir meine Eltern als 8Jähriger nicht, mir den spanndenden Film, “Das Schweigen der Lämmer” anzuschauen. Die können es doch nicht gut mit mir meinen. Oder warum sagen mir meine Eltern dass ich meine Hausaufgaben zu machen habe, wenn ich stattdessen PC zocken kann? Die gönnen mir doch nur nicht den Spaß.
Zugeben, die Einstellung klingt hier etwas kindisch, aber ich behaupte, dieses Misstrauen gegen Gott gibt es in einer transformierten und gut verkleideten Form auch bei uns Erwachsenen. Bei uns Frommen fängt es mit der Bibel an. Also wir glauben natürlich an Gott. Aber kann ich wirklich Gottes Offenbarung in der Bibel ernstnehemen? Steht da nicht so viel drinnen was ich lieber nicht beachte? Mir dreht es manchmal den Magen um wenn ich selbst von Theologen, also solchen die es eigentlich besser wissen müssten, höre, wer wirklich “bibeltreu” sein möchte, der müsse alttestamentlich opfern, das Land Kaanan einnehmen, dürfe kein Schweinfleisch essen und dann noch die ganzen kultischen Regeln einhalten. Das sind Strohmanndiskussionen, ähnlich wie die der Schlange mit Eva. Wer so ein Unsinn behauptet, hat die Bibel nicht verstanden. Es ist vielmehr eine Selbstvernichtung der Frommen, im Gewand der Bibelkritik, der Sündenfall 2.0. Oder ein praktischeres Beispiel. “Hat Gott wirklich gesagt, du musst als Christ zöllibatär leben, also ohne Sex?” Das haben manche Speziallisten für Ideal gehalten. Aber es ist Bullshit, hat Gott nicht gesagt, Gott hat dir den Rahmen und die Grenze der Ehe gegeben und dort sollst du ihn abfeiern. Weil Gott es gut mit dir meint und dich beschenken will!
Das Misstrauen gegen Gott kann bei uns unterschiedlich gesät werden. Oft wird da mit einer Strohmanndiskussion angefangen, dann gibt es nur schwarz oder weis. Nur die Extreme, dazwischen stirbt dann die Wahrheit. By the way, weder Adam und Eva fällt auf, dass sie danach Gottes Rahmen noch enger ziehen. Aber das nur am Rande.
Prinzip 2 - Unabhängig von Gott
Nachdem das Misstrauen erfolgreich installiert wurde, fängt die Schlange mit ihrer Ergänzungsstrategie an. Mensch Eva, mensch Adam, wenn Gott so kleinlich ist, dann solltet ihr doch besser unabhängig von ihm sein! Das ist sicherer. Setzt euch selbst eure Regeln. Lass dich doch nicht bevormunden. Du bist doch ein mündiger Mensch.
Was die Schlange hier den Menschen verspricht, ist eine Unabhängigkeit von Gott. Quasi, ihr definiert selbst was gut und böse ist. Lasst das nicht mehr Gott für euch machen. Gott braucht nicht für dich bestimmen.
Du siehst , dass Gott dir eine Grenze setzt, aber warum sollte dich das interessieren. Er ist eben eine Spaßbremse. Ich entscheide doch selbst was gut ist. Wenn Gottes Regeln für mich nicht voll nachvollziehbar sind, nicht rational vom Verstand her gut genug erklärbar sind, na dann kenne ich mich heute eben besser aus als Gott, nicht wahr? Ich lass mir nichts vorschreiben. Und wenn Gottes Sicht meiner Sicht widerspricht, dann glaube ich eben da nicht an ihm.
Woher weiß ich was gut und was böse ist? Wer sagt mir, dass es falsch ist, wenn ich einem kleinen Kind sein Eis stehle, oder einem der mich beleidigt zu verprügeln? Als Christ kann ich sagen, es entspricht nicht Gottes Willen. Gott ist quasi die Norm dafür.
Unabhängikeit von Gott ist keine Freiheit, sondern das Problem.
Vor ein zwei Wochen waren wir in Zwickau in der Knopffabrik klettern. Die höchste Wand die ich hochkletterte war 22m hoch. Als ich dann von oben runterschaute und die Menschen nicht ganz so groß mehr wirkten, sagte Schlange in mir, “Johannes, hat Gott wirklich gesagt, du muss immer an ein Seil festgebunden sein”? “Nö, aber, also joa, wenn ich jetzt nur das Seil abmachen könnte, dann wäre ich wirklich frei. So ein Mist, dass dieses Seil mich fesselt und meine Freiheit einschränkt”. Mensch ich wäre ja saudoof, wenn ich das auch nur versuchen würde. Ich würde mich selbst vernichten. Das Kletterseil, sichert viel mehr meine Freiheit, am Seil habe ich an der Kletterwand Raum zum Leben. Ohne Seil, naja, wäre ich ziemlich schnell wortwörtlich platt.
Bei Adam und Eva ging es nicht einfach um eine Frucht. Das Thema hier war nicht Naschen. Es ging draum, dass sie nicht wollten, dass Gott über sie bestimmt. Sie wollten selbst Gott sein.
Die erste Folge dieser Entscheidung 1 - Austritt aus Gottes Königsherrschaft -> Verlust der Staatsbürgerschaft
Die Menschen stellten ein Misstrauensvotum gegen Gott indem sie seine Grenze übertreten und die Frucht essen.
Wir wollen selbst bestimmen was gut und böse ist.
Wir wollen nicht mehr unter Gottes Regierung leben.
Gott wir brauchen dich nicht mehr.
Wir geben unsere Staatsbürgerschaft ab.
Wir wollen nicht mehr Bürger in deiner Regierung sein.
Adam und Eva machten den gleichen Unsinn, denn heute Reichsbürger versuchen zu fabrizieren.
Mit dem Unterschied, dass Adam und Eva tatsächlich aus Gottes Herrschaft austreten konnten.
Anstatt unter dem heilenden und wohlwollenden Einfluss Gottes, waren sie jetzt von Gott losgelöst.
Adam und Eva lebten jetzt unter der Regierung der Sünde.
Der Austritt von Adam und Eva aus Gottes Herrschaft, zerstörrt auch ihre Beziehung zu Gott. Wenn wir Christen von Sünde reden, dann meint das erst in zweiter Weise, schlechte Handlungen. Sünde ist zuallererst ein Beziehungszustand. Sünde hießt der Mensch ist nicht mit Gott in einer Beziehung. Mensch und Gott sind getrennt. Der Mensch ist von Gott unabhängig.
Es folgt die Selbstvernichtung, der Adams-Sturz. Sie schnitten quasi ihr Kletterseil durch, dass Gott zur ihrer Freiheit uns Sicherheit gegeben hatte. Der Sturz war tief, vom Paradies tief runter. Es war die freie Entscheidung von Adam und Eva. Gott hat sie nicht gezwungen. Sie hatten die Wahl. Gott hat den Baum in den Garten gestellt, weil er keine Roboter wollte. Er will Menschen die freiwillig in einer Beziehung mit ihm leben.
Wir lesen weiter in Genesis 3, ab Vers 7.

7 Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz. 8 Als sie an den Schritten hörten, dass sich Gott, der HERR, beim Tagwind im Garten erging, versteckten sich der Mensch und seine Frau vor Gott, dem HERRN, inmitten der Bäume des Gartens. 9 Aber Gott, der HERR, rief nach dem Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Er antwortete: Ich habe deine Schritte gehört im Garten; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. 11 Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, davon nicht zu essen? 12 Der Mensch antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben. So habe ich gegessen. 13 Gott, der HERR, sprach zu der Frau: Was hast du getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt. So habe ich gegessen.

14 Da sprach Gott, der HERR, zur Schlange:

Weil du das getan hast, bist du verflucht / unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. / Auf dem Bauch wirst du kriechen / und Staub fressen alle Tage deines Lebens.

15 Und Feindschaft setze ich zwischen dir und der Frau, / zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. / Er trifft dich am Kopf / und du triffst ihn an der Ferse.

16 Zur Frau sprach er:

Viel Mühsal bereite ich dir und häufig wirst du schwanger werden. / Unter Schmerzen gebierst du Kinder. / Nach deinem Mann hast du Verlangen / und er wird über dich herrschen.

17 Zum Menschen sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten hatte, davon nicht zu essen,

ist der Erdboden deinetwegen verflucht. / Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.

18 Dornen und Disteln lässt er dir wachsen / und die Pflanzen des Feldes wirst du essen.

19 Im Schweiße deines Angesichts / wirst du dein Brot essen, / bis du zum Erdboden zurückkehrst; / denn von ihm bist du genommen, / Staub bist du / und zum Staub kehrst du zurück.

20 Der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva, Leben, denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen. 21 Gott, der HERR, machte dem Menschen und seiner Frau Gewänder von Fell und bekleidete sie damit.

22 Dann sprach Gott, der HERR: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden, dass er Gut und Böse erkennt. Aber jetzt soll er nicht seine Hand ausstrecken, um auch noch vom Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben. 23 Da schickte Gott, der HERR, ihn aus dem Garten Eden weg, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war. 24 Er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Kerubim wohnen und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Sie hatten zu hoch gepokert, und jetzt alles verloren. Ihr Einsatz war das Paradies, sie gingen ALL IN. Das Versprechen der Schlange klang jetzt wie Hohn in den Ohren. Werdet wie Gott, esst die Frucht, was soll schon passieren. Ihr werdet Frei sein, kein Gott über euch.
Sie haben der Lüge geglaubt, sich von Gott ausgeklingt. Die Trennung vollzogen.
Die guten Zeiten waren vorbei.
Gerade noch hatten sie alles, jetzt saßen sie im Dreck. Keine Tränen der Reue wäscht diesen Schaden weg. Gott hält auch im Gericht sein Wort. Der Tod kommt in die Welt. Die Menschen bekommen was sie wollen, sie dürfen ohne Gott sein. Raus aus seinem Herrschaftsgebiet, das was heute oft Reich Gottes genannt wird.
Sie wollten Gott beerben, auf seiner Ebene stehen. Sie sind tief gefallen, ihr Paradis sollte untergehen.
Es war der Einbruch der Sünde in die Welt. Und an diesem Einbruch leidet die Welt bis heute.
Sünde ist so ein Unwort. Um was geht es hier, es klingt ja nicht gerade attraktiv.
Ich habe vorher gesagt, dass Sünde ein Beziehungstand ist. Sünde heißt zuallererst, meine Verbindung zu Gott ist gekappt. Funkstille, kein Empfang mehr. Aber Sünde ist etwas, dass dich als Mensch gefangen nimmt. Sünde ist eine Fessel. Ihre Kette hält die Welt seit Adam und Eva in Gefangenschaft.
Sünde nimmt auch den Willen in Geiselhaft. Das kennst du vielleicht von der Sucht. Ich will es nicht und will es doch. Ich muss es tun, ich muss es wollen. Obwohl ich weiß es zerstört mich und meine Beziehungen. Sei es Alkohol, oder Pornographie und was es sonst noch für Süchte gibt.
Das wird bei Tolkins Herr der Ringe gut gezeigt. Es gibt dort den Ring der Macht. Einen der der extrem anziehend und verführend ist. Gleichzeitig aber auch die pure Zerstörrung. Er gibt seinem Besitzer ein extrem langes Leben, verleiht Macht und macht unsichtbar. Bei Tolkins kommt der Hobit Smeagul an ihn. Doch sein Besitz der Ring fängt an ihn zu besitzen. Er verfällt immer mehr und wird zu Gollum. Er wird immer mehr in die Einsamkeit getrieben. In die Dunkelheit. Soziale Regeln fallen immer mehr. Gollum degeneriert, wird schon fast raubtiermäßig. Am Ende ist er zu allem bösen und hinterhältigen bereit, für den Ring der ihn beherrscht.
Erinnert ihr euch daran, dass Gott gesagt hat, wenn Adam und Eva sich gegen ihn entscheiden, hat das den Tot zur Folge? Das betrifft nicht nur die menschliche sterblichkeit. Sondern ihre Gottesbeziehung ist tot. Der Zustand “Gefesselt in der Sünde, beherrschft vom Ring der Macht” ist der Tot in der Gottesbezehieung.
Das Probelm an diesem Zustand ist, er vererbt sich weiter. Es ist ein Virus, der die gesammte Menschheit befallen hat. Sünde ist eine Gefangenschaft die dem Menschen beherrscht. Sünde vergiftet den Menschen. Wie so ein Ring der Macht, vergifftet die Sünde das menschliche Denken. Das Betriebssystem wird befallen, die Einstellung wird vergifftet. Desto mehr die Sünde ihren Virus einspielt umso weniger erkennen wir überhaupt noch das Gute.
Zwei Bibelstellen hierzu: Einmal aus 1 Mose 8 Alles, was aus ihrem Herzen kommt, ihr ganzes Denken und Planen, ist nun einmal böse von Jugend auf.[Genesis 8,21]
Und Jesus sagte: Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken wie Mord, Ehebruch, sexuelle Unmoral, Diebstahl, Lüge und Verleumdung. [Jesus: Mt 15,19]
Erinnerst du dich noch daran wer dir als Kind beigebracht hat, wie du lügst? Oder wie du gelernt hast deinen Eltern nicht zu gehorchen, oder andere zu schlagen? Keiner musste es mir beibringen. Ich lernte es von selbst. Seit der ersten Menschheit, hat jeder diesen Virus sich eigefangen.
Das Problem ist und das spricht Gott hier auch an, ist dass der Mensch in diesem Zustand nicht ewig dahinwegitieren soll. Vers 22: Dann sprach Gott, der HERR: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden, dass er Gut und Böse erkennt. Aber jetzt soll er nicht seine Hand ausstrecken, um auch noch vom Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben.
Das wäre im wahrsten Sinn des Wortes die Hölle.
Der andere Gott - Gott im Scheitern entdecken
Gehen Gott und Mensch jetzt für immer getrennte Wege? Es sieht so aus. Beide sind schließlich aus dem Segen raus. Wer hätte die Menschheit hier schon nicht seinem Schicksal überlassen? Wenn ich so frech abgelehnt würde, dann hätte ich sie bestimmt ins Dunkel fahren lassen.
Aber Gott ist anders. Ein Gott und kein Mensch. Im Scheitern des Menschen zeigt sich Gott als der ganz Andere. Gott ist der, der den Menschen nachgeht. Der aus Liebe nicht anders kann, als seine Menschen zurückholen zu wollen. Gott ist bereit dafür alles in Bewegung zu setzen. Weil Gott dich will.
Schon nach der Ur-Katastrophe verspricht Gott, dass Menschheits-Problem zu heilen.
Genesis 3,15 Von nun an werden du und die Frau Feinde sein, auch zwischen deinem und ihrem Nachwuchs soll Feindschaft herrschen. Er wird dir auf den Kopf treten, und du wirst ihn in die Ferse beißen!«
Während die Menschen Gott hintergangen haben, ihm untreu wurden, gibt Gott die Menschheit nicht auf. Gott verspricht, der Nachfahre Evas nimmt den Satan in die Zange, und zertritt den Kopf dieser alten Schlange. Das Böse wird besiegt, seine Macht soll gebrochen werden. Freiheit bei Gott wiederhergestellt werden. Für den der sich auf Gott einlässt. Das war schon lange her, in die frühste Menschheitstage reicht das Versprechen zurück. Immer wieder war die Frage der Menschen: Wann wird er kommen, der Retter der Welt?
Ausblick Jesus
Das Alte Testament, der erste Teil der Bibel, erzählt von dem Weg Gottes mit der Menschheit, die Selbstvernichtung des Menschen zu heilen. Der Adams-Sturz muss repariert werden. So einfach wird das nicht sein. In zwei Wochen werden wir uns mit der Antwort Gottes auf Adam und Eva beschäftigen. Mit Jesus Christus. Zwei Geschmacksproben. Matthäus 1,21 hier wird von Maria gesagt: Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk retten von seinen Sünden.
Und dann Römer 10,13 „jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“
Der Weg Gottes mit den Menschen endet nicht in einem Scheitern. Gottes Weg geht weiter. Weil Gott dem Menschen in Jesus seine Hand zur Vergebung ausstreckt. Vergebung, die der bekommt, der seine Sünde Gott bringt und sich seiner Herrschaft unterstellt.
Gott segne euch Amen.
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