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Gott und ich 2/3

Gott und ich - Eine Reise durch den 1. Johannesbrief  •  Sermon  •  Submitted
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Notes & Transcripts

Gott und ich - Eine Reise durch den 1. Johannesbrief

Übersicht über die Predigtreihe

Dreiteilige Predigtreihe
Eine Reise durch den 1. Johannesbrief. Es ist eine Reise von Gott und dir. Ihr zusammen.
Verschiedene Aspekte werden beleuchtet die uns Johannes mitgeben möchte und die dich und dein Leben mit Gott betreffen.
1. Licht und Finsternis - “Lass mal Licht in die Bude”. / 26.08
- In Christus bleiben / Gemeinschaft mit Gott / Nicht vom Weg abkommen
2. Was heißt es „in Christus zu bleiben?“ Was heißt es Kind Gottes zu sein? / 02.09
- Lieben / Nächstenliebe / Kein Hass / Keine Liebe zur Welt
3. Sünde und Jesus? – Was ist Sünde, Wie komme ich davon los? – Was ist Vergebung? / 09.09- Sündenvergebung / an Christus glauben / selber nicht sündigen

Predigttext

1. Johannes 3,11–17 NGÜ NT+PS
Denn darum geht es ja bei der Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben. Wir dürfen es nicht wie Kain machen, der von dem Bösen stammte, dem Teufel, und seinen eigenen Bruder ermordete. Und warum hat er ihn ermordet? Weil er sah, dass sein Bruder tat, was recht war, während er selbst Böses tat. Seid daher nicht überrascht, liebe Geschwister, wenn die Welt euch hasst. Denn die Welt ist dem Tod verfallen. Wir aber haben den Schritt vom Tod ins Leben getan; wir wissen es, weil wir unsere Geschwister lieben. Wer nicht liebt, bleibt in der Gewalt des Todes. Jeder, der seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben hat; das Leben, das Gott uns schenkt, ist nicht in ihm. Was Liebe ist, haben wir an dem erkannt, was Jesus getan hat: Er hat sein Leben für uns hergegeben. Daher müssen auch wir bereit sein, unser Leben für unsere Geschwister herzugeben. Angenommen, jemand, der alles besitzt, was er zum Leben braucht, sieht seinen Bruder oder seine Schwester Not leiden. Wenn er sich ihnen nun verschließt und kein Erbarmen mit ihnen hat – wie kann da Gottes Liebe in ihm bleiben?
Textsammlung

7 Liebe Freunde, bei dem, was ich euch schreibe, handelt es sich nicht um ein neues Gebot; es ist jenes alte Gebot, das ihr von Anfang an gekannt habt, es ist die Botschaft, die euch verkündet wurde. 8 Und doch ist das, was ich euch schreibe, auch ein neues Gebot – neu, weil das, was es fordert, von Jesus Christus erfüllt wurde und auch bei euch Wirklichkeit geworden ist. Ja, die Finsternis vergeht, und das wahre Licht hat schon zu leuchten begonnen.

9 Wer behauptet, im Licht zu leben, aber seinen Bruder oder seine Schwester hasst, der lebt in Wirklichkeit immer noch in der Finsternis. 10 Doch wer seine Geschwister liebt, ´lebt im Licht und` bleibt im Licht, und nichts kann ihn zu Fall bringen. 11 Wer seine Geschwister hasst, lebt in der Finsternis. Er tappt im Dunkeln umher und weiß nicht, wohin er geht; die Finsternis hat ihn blind gemacht.

Erklärung dazu:

7–11 Johannes weiß: Das Licht Jesu hat bereits seine Arbeit in den Herzen und im Leben der Gläubigen begonnen. Darum sind diese Worte nur Erinnerungen an alte Dinge, die ihnen allen schon längst aufgegangen sind. Aber nun sieht der Apostel eine große Not: daß die Gläubigen sich untereinander nicht so liebhaben, wie sie es sollten, ja derart kühl aneinander Vorbeigehen können, daß sie sich fast nicht kennen, ja daß sie einander vielleicht gar hassen können (unter „Bruder“ versteht das Neue Testament in der Regel den Mitchristen). Wer so lebt und handelt, gibt Anstoß, ist verblendet und täuscht sich über sich selbst. Wer dagegen im Alltag einübt, den Bruder (auch wenn er schwierig ist) liebzuhaben, der ist im Lichte Jesu und kommt immer mehr hinein.

Liebe zur Welt oder Liebe zu Gott

15 Liebt nicht die Welt! Hängt euer Herz nicht an das, was zur Welt gehört! Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater keinen Raum in seinem Leben. 16 Denn nichts von dem, was diese Welt kennzeichnet, kommt vom Vater. Ob es die Gier des selbstsüchtigen Menschen ist, seine begehrlichen Blicke oder sein Prahlen mit Macht und Besitz – all das hat seinen Ursprung in dieser Welt. 17 Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben.

Erklärung dazu:

1Joh 2:15–17

Die Welt lieb haben heißt: nach den Maßstäben der →Welt sein Leben führen, wie sie in V. 16 anschaulich beschrieben werden. Von den drei Ausdrücken ist allerdings nur der dritte eindeutig: hoffärtiges Leben ist genau übersetzt »Prahlerei des Lebens«, d.h. das Prahlen mit einer prunkvollen Lebensführung bzw. mit Reichtum. Bei der Begierde (so wörtlich für Lust) des Fleisches und der Augen kann es sich um das sexuelle Begehren handeln; doch ist wahrscheinlich an Begehrlichkeit in einem weiteren Sinne gedacht (Habgier, Geltungssucht, Neid; →Fleisch). Dies alles vergeht im Gericht Gottes und ist schon im Vergehen. Nur wer dem Willen Gottes, d.h. dem Gebot der Liebe, folgt, bleibt in Ewigkeit (vgl. Joh 6:27; 15:16).

Die Verführung durch den Antichrist

5–17 Johannes hat viel über das Verhältnis Jesu zur Welt gesagt: Er hat die Welt lieb, er ist der Versöhner der Welt (2, 2). Zugleich liegt diese Welt „im Argen“ (5, 19). Hier warnt der Apostel vor einer (falschen) Liebe zur Welt. Was er meint, erklärt er selbst: alle Begehrlichkeit, bei der unser Ich im Mittelpunkt steht, wodurch wir alles in einem falschen Licht sehen. Hinzu kommt, daß alles in diesem Kosmos vergeht, es also zwecklos ist, sich darauf zu verlassen; Verheißung hat nur der Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes. Ein Jünger Jesu muß beides üben: die Menschen in dieser Welt lieben, wie der Herr sie geliebt hat, und das begehrliche Ich und alles, was daraus erwächst, hassen.

3 Seht doch, wie groß die Liebe ist, die uns der Vater erwiesen hat: Kinder Gottes dürfen wir uns nennen, und wir sind es tatsächlich! Doch davon weiß die Welt nichts; sie kennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 2 Ja, liebe Freunde, wir sind Gottes Kinder, wir sind es hier und heute. ´Und das ist erst der Anfang!` Was darin alles eingeschlossen ist, ist uns vorläufig noch nicht enthüllt. Doch eines wissen wir: Wenn Jesus in seiner Herrlichkeit erscheint, werden wir ihm gleich sein; denn dann werden wir ihn so sehen, wie er wirklich ist. 3 Wer diese Hoffnung hat – eine Hoffnung, die ganz auf Jesus ausgerichtet ist –, hält sich von jeder Sünde fern, um so rein zu sein wie er.

Liebe – das Kennzeichen eines Christen

11 Denn darum geht es ja bei der Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben. 12 Wir dürfen es nicht wie Kain machen, der von dem Bösen stammte, ´dem Teufel,` und seinen eigenen Bruder ermordete. Und warum hat er ihn ermordet? Weil ´er sah, dass` sein Bruder tat, was recht war, während er selbst Böses tat.

13 Seid daher nicht überrascht, liebe Geschwister, wenn die Welt euch hasst. 14 ´Denn die Welt ist dem Tod verfallen.` Wir aber haben den Schritt vom Tod ins Leben getan; wir wissen es, weil wir unsere Geschwister lieben. Wer nicht liebt, bleibt in der Gewalt des Todes. 15 Jeder, der seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist ein Mörder, und ihr wisst, dass kein Mörder ewiges Leben hat; das Leben, das Gott uns schenkt, ist nicht in ihm.

16 Was Liebe ist, haben wir an dem erkannt, ´was Jesus getan hat`: Er hat sein Leben für uns hergegeben. Daher müssen auch wir ´bereit sein`, unser Leben für unsere Geschwister herzugeben. 17 Angenommen, jemand, der alles besitzt, was er zum Leben braucht, sieht seinen Bruder oder seine Schwester Not leiden. Wenn er sich ihnen nun verschließt und kein Erbarmen mit ihnen hat – wie kann da Gottes Liebe in ihm bleiben? 18 Meine Kinder, unsere Liebe darf sich nicht in Worten und schönen Reden erschöpfen; sie muss sich durch unser Tun als echt und wahr erweisen.

11–16 Johannes geht wieder von zwei Tatsachen aus: 1. Jesus setzte sein Leben für uns ein; 2. die Gläubigen dürfen wissen, daß sie aus dem (geistlichen) Tode in das eigentliche Leben (mit Jesus) gekommen sind. Als Folge dieser beiden Tatsachen ergeben sich für ihn die beiden andern: 1. die Welt versteht das nicht, darum haßt sie die Gläubigen (so wie Kain seinen Bruder, weil er anders lebte, haßte und sogar erschlug); 2. die Gläubigen untereinander haben sich um so mehr lieb, so daß sie, wenn es sein müßte, auch das Leben füreinander einsetzen würden.

17–19a Johannes greift ein Beispiel heraus: Die Bruderliebe wird sich im schlichten Helfen zeigen, aber das Herz muß dabei sein. Dann wird gerade das ein Zeichen sein, daß wir auf dem rechten Wege mit Jesus sind.

Text über Gott lieben und Menschen lieben

7 Meine Freunde, wir wollen einander lieben, denn die Liebe hat ihren Ursprung in Gott, und wer liebt, ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 9 Und Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben. 10 Das ist das Fundament der Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat. 11 Meine Freunde, da Gott uns so sehr geliebt hat, sind auch wir verpflichtet, einander zu lieben. 12 Ihn selbst hat niemand je gesehen. Doch wenn wir einander lieben, lebt er in uns, und seine Liebe hat uns von Grund auf erneuert.

13 Woher wissen wir, dass wir in Gott leben und dass Gott in uns lebt? Wir erkennen es daran, dass er uns Anteil an seinem Geist gegeben hat. 14 ´Ein weiterer Grund für unsere Gewissheit ist der:` Wir haben gesehen und können bezeugen, dass der Vater seinen Sohn als Retter der Welt zu uns gesandt hat; 15 und wenn sich jemand zu Jesus als dem Sohn Gottes bekennt, lebt Gott in ihm, und er lebt in Gott. 16 Und ´noch etwas gibt uns die Gewissheit, mit Gott verbunden zu sein:` Wir haben erkannt, dass Gott uns liebt, und haben dieser Liebe unser ganzes Vertrauen geschenkt.

Gott ist Liebe, und wer sich von der Liebe bestimmen lässt, lebt in Gott, und Gott lebt in ihm. 17 Wenn das bei uns der Fall ist, hat uns die Liebe von Grund auf erneuert. Dann werden wir dem Tag des Gerichts voll Zuversicht entgegensehen können; denn auch wenn wir noch in dieser Welt leben, sind wir doch wie Christus mit dem Vater verbunden. 18 Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; ´Gottes` vollkommene Liebe vertreibt jede Angst. Angst hat man nämlich dann, wenn man mit einer Strafe rechnen muss. Wer sich also noch ´vor dem Gericht` fürchtet, bei dem ist die Liebe noch nicht zum vollen Durchbruch gekommen. 19 ´Der tiefste Grund für unsere Zuversicht liegt in Gottes Liebe zu uns:` Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

20 Wenn jemand behauptet: »Ich liebe Gott!«, aber seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist er ein Lügner. Denn wenn jemand die nicht liebt, die er sieht – seine Geschwister –, wie kann er da Gott lieben, den er nicht sieht? 21 ´Denkt an` das Gebot, das Gott uns gegeben hat: Wer Gott liebt, ist verpflichtet, auch die Geschwister zu lieben.

Erklärung

7–11 Johannes spricht hier nicht von irgendeiner allgemeinen Menschenliebe (sie kann aus ganz andern Quellen kommen, etwa Gatten- oder Kinderliebe u.ä.). Er denkt immer an die Liebe der Gläubigen untereinander: Wenn sie nicht da ist, ist alles Reden von Gott unecht (z. B. alle Theologie). Die Liebe muß echt und opferbereit sein, wie die Liebe Gottes echt ist und sich in der Sendung Jesu offenbart.

17–18 Johannes spricht von der Furcht und wird die Furcht vor Menschen meinen und zugleich die Furcht vor Gott. Aber nun bezeugt der Apostel: Je größer uns die Liebe Gottes wird, um so mehr wird die Furcht vor Menschen und die falsche Furcht vor Gott überwunden.

19–21 Johannes faßt zusammen, was er sagen will: Gott liebte uns zuerst, und darum können und dürfen auch wir lieben: Gott und den Bruder.

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