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Josef 60plus

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Josefs Glaubenszeugnis

Hebräer 11,22 LUT84
Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.
Josefs Leben

Namensbedeutung

Josef war der Lieblingssohn von Jakob und Rahel. Name hebräisch: “er (Gott) möge hinzufügen” und von Rahel gedeutet “(Schande) wegnehmen”.

Josefs Lebensweg - Stichworte

Josef ist der elfte Sohn von Jakob (Sohn von Rahel).
Er wird vom Vater bevorzugt behandelt. Erhält bunte Kleider und bewirkt Eifersucht.
Er erzählt von seinen Träumen: Seine Brüder und Eltern werden sich vor ihm verbeugen.
Daraufhin wird er als Sklave verkauft,
von Potiphar falsch angeklagt, ins Gefängnis geworfen,
dort dient er seinen Mitgefangenen (Bäcker und Mundschenk) und legt Träume aus, wird vergessen,
später als Pharao Träume hat, die er nicht versteht, erinnert sich der Mundschenk und empfiehlt ihn dem Pharao.
Josef legt die Träume korrekt aus und wird zum zweitobersten Beamten des Landes erhoben.
Während der Hungersnot begegnen ihm seine 10 Brüder, die sich alle vor ihm verneigen und letztlich seine ganze Familie, denen er sich zu erkennen gibt und sich gnädig zeigt.
Er versorgt sie und gibt ihnen guten Lebensraum im Land Goschen (Ägypten).

Was steht in dieser Zeit von Josef?

Josef bezieht sich immer auf Gott: “Sollte ich gegen Gott sündigen.” oder “Sind die Deutungen von Träumen nicht Gottes Sache?” (; ; )
Und Gottes Haltung ihm gegenüber ist: “Der Herr aber war mit Josef, liess ihm alles gelingen und wandte sich ihm in Treue zu. (.; )
Josef lebt aus der Beziehung zu Gott, hat seinen Halt in Gott. Nicht in seiner Familie, nicht in seinem Erfolg oder seinen Niederlagen, nicht in seinen Gaben und auch nicht in seinen Erkenntnissen. Die Beziehung zu Gott ist sein Gewinn.

Was steht immer über seinem Leben, was hat er gelernt?

Was hat er gelernt? Was entdeckt er in seinem Leben über Gott?
Gen 45
Genesis 45,7 REB
Doch Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für eine große Errettung.
Keil, C. F. (1885). Commentar über den Brief an die Hebräer (S. 329–330). Leipzig: Dörffling und Franke.
Die Träume Josefs bezogen sich nicht nur auf die Hungersnot, durch die Israel errettet werden sollte, sondern auf ihr ganzes Bestehen. Denn vorerst existierten erst Jakob und seine Kinder. Die Verheissung Gottes an Abraham, dass er eine unzählbare Schar an Nachkommen haben soll, lag noch in weiter Ferne. Deshalb brauchte diese junge Pflanze Schutz und Rettung. Dies hat Gott durch Josef eingefädelt.
Josefs Leben ist von Gott geführt. Er erkennt in seiner Geschichte Gottes Handschrift und seine Absichten. Sein Leben wird ein Musterbeispiel für die Rettung durch Gott.
Weiter:
2. Josefs Leben ist von Gott geführt. Er erkennt in seiner Geschichte Gottes Handschrift und seine Absichten.

Das Glaubenszeugnis aus

Hebräer 11,22 LUT84
Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.
Hebräer 11,22 LUT84
Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.
Auf Grund seines Glaubens an die Verheissungen Gottes - er hat es ja selbst erlebt, erwähnt er den Auszug der Kinder Israels und trifft eine Verordnung, was seine Gebeine anbelangt. Denn er geht fest davon aus, dass eintreffen wird, was Gott Abraham, Isaak und Jakob verheissen hat. Dabei spricht er vom versprochenen Land.
Genesis 50,24–25 LUT84
Und Josef sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; aber Gott wird euch gnädig heimsuchen und aus diesem Lande führen in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zu geben geschworen hat. Darum nahm er einen Eid von den Söhnen Israels und sprach: Wenn euch Gott heimsuchen wird, so nehmt meine Gebeine mit von hier.
Gen
Josef sprach gegenüber seinen Brüdern die zuversichtliche Gewissheit aus, dass Gott sein Geschlecht aus Ägypten in das den Vätern verheissene Land Kanaan hinaufführen werde, und beschwor sie, seine Gebeine mit hinaufzubringen. Das setzt ein grosses Vertrauen zu Gott voraus. Er beschwört seine Brüder, als wäre die Zukunft bereits Gegenwart, als hätte er die Unterdrückung und den anschliessenden Auszug ins verheissene Land vor Augen. So gewiss ist sich Josef, dass das Verheissene eintreffen wird.

Wozu Knochen transportieren? Was hat es mit diesem Eid auf sich?

V. 22. „Vermöge Glaubens tat Joseph gegen Ende seines Lebens von dem Auszug der Kinder Israel Erwänung und traf wegen seiner Gebeine Verordnung“. — Wie Jakobs letztwillige Verfügung ein Tun des Glaubens war, so auch die Gen. 50,24f. berichtete Verfügung, welche Joseph τελευτῶν als es mit ihm zu Ende ging (vgl. ἐτελεύτησεν Gen. 50,26) über die Bestattung seiner Gebeine traf. Auch er, der Herrscher in Aegyptenland, der die Seinen hier behufs der Lebenserhaltung (Gen. 45,7 u. 50,17) angesiedelt hatte, sprach gegen seine Brüder die zuversichtliche Gewißheit aus, daß Gott sein Geschlecht aus Aegypten in das den Vätern verheißene Land Canaan hinauffüren werde, und beschwor sie, alsdann seine Gebeine mit hinaufzubringen. Dieser Wunsch wurde ihm auch erfüllt, vgl. Gen. 50,26 mit Exod. 13,19 u. Jos. 24,32.
Bedeutung der Knochen im Judentum:
Knochen/Gebeine von Menschen stehen für den Menschen an sich und im Fall von Josef für die Rettung eines ganzen Volkes. Die Knochen sind “der Kern” des Menschen. Menschen, die mit Gott gelebt haben, wird der Respekt gezeigt, indem sie würdig und den Vorschriften gemäss begraben werden. Wurde ein Mensch nicht begraben war das ein Zeichen der Respektlosigkeit und bei Verbrennung ein Zeichen des Gerichts.
Knochen sind im Falle von Josef ein Symbol der Hoffnung. Er wurde in einen Sarg gelegt und der Blick darauf oder das Wissen, dass Josefs Knochen einmal ins verheissene Land kommen sollten, war ein Hoffnungszeichen, das den Israeliten während des ganzen Aufenthalts in Ägypten vor Augen war.
Wir müssen immer daran denken, dass es noch über 200 Jahre dauern sollte, bis zur Befreiung.
Nicht nur Josef kam in einen Sarg. Auch Jakob wurde einbalsamiert und auch die Glieder aller Söhne Jakobs blieben bestehen, um ins verheissene Land transportiert zu werden.
Die Knochen waren auch ein Zeichen der Hoffnung für ein Leben nach dem Tod. Davon spricht .
Also. Die Knochen Josefs, sein Grab wird damit zur sichtbaren Hoffnung, sich immer wieder an die Landverheissung Gottes zu erinnern.
Es ist ja spannend, was momentan in Israel geschieht, wie Jerusalem von manchen Staaten endlich als Hauptstadt anerkannt wird.

Der Wunsch - die Verheissung - traf ein

Genesis 50,26 LUT84
Und Josef starb, als er hundertundzehn Jahre alt war. Und sie salbten ihn und legten ihn in einen Sarg in Ägypten.
;
Exodus 13,19 LUT84
Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josefs; denn dieser hatte den Söhnen Israels einen Eid abgenommen und gesprochen: Gott wird sich gewiss euer annehmen; dann führt meine Gebeine von hier mit euch fort.
Josua 24,32 LUT84
Die Gebeine Josefs, die die Israeliten aus Ägypten gebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Stück Feld, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters von Sichem, für hundert Goldstücke gekauft hatte und das das Erbteil der Söhne Josef ward.
Apostelgeschichte 7,16 LUT84
und sie wurden nach Sichem herübergebracht und in das Grab gelegt, das Abraham für Geld gekauft hatte von den Söhnen Hamors in Sichem.
Apostelgeschichte 7,15–16 LUT84
Und Jakob zog hinab nach Ägypten und starb, er und unsre Väter; und sie wurden nach Sichem herübergebracht und in das Grab gelegt, das Abraham für Geld gekauft hatte von den Söhnen Hamors in Sichem.
Genesis 23,1–2 LUT84
Sara wurde hundertsiebenundzwanzig Jahre alt und starb in Kirjat-Arba – das ist Hebron – im Lande Kanaan. Da kam Abraham, dass er sie beklagte und beweinte.
Gen 23,
beschreibt, wie Abraham zur Beerdigung von Sara vom Hetiter Efron ein Stück Land in Mamre (Hebron: 30 Km SW von Jerusalem) kaufte für 400 Lot Silber. Diese Aussage von Stephanus wirft Fragen auf. Aber wir lassen das einfach Mal stehen.
Apg
Er trifft Entscheidungen, als würden sie noch heute Realität werden. Für ihn ist die verheissene Zukunft sicher. Er hat erlebt, wie Gott seine Pläne verwirklicht und er bezieht sich auf Gottes Pläne für Israel, indem er sich auf Abraham, Isaak und Jakob bezieht.
Wir bleiben bei Sichem und dem Land, das Jakob gekauft hat. Den darauf beziehen sich alle Patriarchen-Berichte aus dem 1. Buch Mose.
Hebräer 11,22 LUT84
Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.
Also,
Er trifft Entscheidungen, als würden sie noch heute Realität werden. Für ihn ist die verheissene Zukunft sicher. Er hat erlebt, wie Gott seine Pläne verwirklicht und er bezieht sich auf Gottes Pläne für Israel, indem er sich auf Abraham, Isaak und Jakob bezieht.
Der Glaube zeigt sich darin, dass Josef den Auszug für eine Wirklichkeit hielt, obwohl er noch gar nicht zu sehen war. Eigentlich schien zu seiner Zeit sogar alles wunderbar und bestens. Die Juden waren hoch angesehen. Er hat sich nicht vom Status Quo blenden lassen, sondern hat sich selbst zu seiner Sterbenszeit auf Gottes Verheissung verlassen.
Nun schauen wir uns zum Abschluss noch den Ort Sichem an, der in der Bibel sehr zentral ist.
Er trifft Entscheidungen, als würden sie noch heute Realität werden. Für ihn ist die verheissene Zukunft sicher. Er hat erlebt, wie Gott seine Pläne (dir Träume) verwirklicht und er bezieht sich auf Gottes Pläne für Israel, indem er sich auf Abraham, Isaak und Jakob bezieht.

Die Stadt Sichem zwischen den Bergen Garizim und Ebal

Östlich von Neblus. 48 Km N von Jerusalem. Weitere Bilder.
Abram (später Abraham) baute Gott in Sichem einen Altar. “Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben. Und er baute dort einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war.” Das ist das erste Mal, dass Gott dem Abraham seine Verheissung, dass er Land empfangen wird, an Ort und Stelle bestätigt.
Luther, M. (1984). Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984); Bible. German. Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers (1984). (). Deutsche Bibelgesellschaft.
Das Grosskind von Abraham, Jakob kaufte in Sichem schliesslich ein Stück Land vom Hiwiter Hamor (Nachkomme Kanaans/Hams).
In Sichem wurde die Tochter Jakobs Dina vom Sohn Hamors geschändet - anschliessend kam es zum Blutbad und zur Plünderung durch die Söhne Jakobs, was er verurteilte.
In Sichem gab es die Eiche More, die ebenfalls von Bedeutung ist (Fremde Götter wurden unter dieser Eiche begraben.) Jakob erstellte Gott an dieser Stelle ebenfalls einen Altar.
angesiedelt hatte, sprach gegen seine Brüder die zuversichtliche Gewißheit aus, daß Gott sein Geschlecht aus Aegypten in das den Vätern verheißene Land Canaan hinauffüren werde, und beschwor sie, alsdann seine Gebeine mit hinaufzubringen. Dieser Wunsch wurde ihm auch erfüllt, vgl. Gen. 50,26 mit Exod. 13,19 u. Jos. 24,32.
Josef suchte seine Brüder auf den Weiden im Gebiet um Sichem
Josua erneuerte den Bund Gottes in Sichem und lies Gesetze, Worte des Segens und des Fluches ausrufen.

Und ganz Israel stand mit seinen Ältesten und Amtleuten und Richtern zu beiden Seiten der Lade gegenüber den Priestern aus dem Stamm Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, die Fremdlinge sowohl als auch die Einheimischen, die eine Hälfte zum Berge Garizim hin und die andere Hälfte zum Berge Ebal hin, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen.

Sichem lag in dem Bereich, der Ephraim zugeteilt wurde. Dort wurden schliessliche die Gebeine von Josef begraben ;
Josua 24,32 LUT84
Die Gebeine Josefs, die die Israeliten aus Ägypten gebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Stück Feld, das Jakob von den Söhnen Hamors, des Vaters von Sichem, für hundert Goldstücke gekauft hatte und das das Erbteil der Söhne Josef ward.
. Ephraim ist der Sohn Josefs. Hier schliesst sich der Bogen von Jakobs Landkauf zu Josefs Begräbnis.
Ephraim ist der Sohn Josefs. Hier schliesst sich der Bogen von Jakobs Landkauf zu Josefs Begräbnis. Ein wunderbares Zeugnis der Treue Gottes zu seinen Verheissungen. Vom ersten Wort Abrahams an - über die Rettung aus Hunger und Not, die Rettung aus Unterdrückung und Sklaverei, bis hin zum rechtmässigen Begräbnis der Gebeine Josefs in seinem Familiengrab, war Gott treu und hielt sein Wort.
Noch zur Zeit der Richter war Sichem eine bedeutungsvolle Stadt des Kanaanitischen Kults und durchlebte dann Zeiten des Untergangs und erneuten Aufbaus, war sogar für kurze Zeit die Hauptstadt des Nordreichs während Jerobeam (). Später nach dem babylonischen Exil wurde sie die wichtigste Stadt der Samariter.
Bild Brunnen: Später reiste Jesus durch Sichem (Sychar) und begegnete am Jakobs Brunnen der samaritanischen Frau, wo er ihr erklärte, dass er die Quelle des lebendigen Lebens ist.

Der verkaufte Sklave wird zum Retter der Seinen

Josef wurde als Sklave verkauft. Er erlebt seine eigene Befreiung, sieht Gottes Verheissungen im eigenen Leben in Erfüllung gehen und glaubt der Verheissung Gottes, die er in erhalten hat, dass er zur Rettung Israels beiträgt und zur Erfüllung der Landverheissung an Abraham, Isaak und Jakob.
Heute ist dieses Land palästinensisches Gebiet der Zone A.
Keil, C. F. (1885). Commentar über den Brief an die Hebräer (S. 329–330). Leipzig: Dörffling und Franke.
Er trifft Entscheidungen, als würden sie noch heute Realität werden. Für ihn ist die verheissene Zukunft sicher. Er hat erlebt, wie Gott seine Pläne verwirklicht und er bezieht sich auf Gottes Pläne für Israel, indem er sich auf Abraham, Isaak und Jakob bezieht.
Von der Erfüllung hört ihr das nächste Mal
Exodus 33,1 LUT84
Der Herr sprach zu Mose: Geh, zieh von dannen, du und das Volk, das du aus Ägyptenland geführt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich’s geben.
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