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Der Wind der Verwandlung

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Der Heilige Geist ist der Wind, der uns berührt, die Kraft die in unser Leben weht.

Der Wind weht, sind wir bereit?

Geist der Auferstehungskraft
 Schließlich kam das Pfingstfest. Auch an diesem Tag waren sie alle wieder am selben Ort versammelt. 2 Plötzlich setzte vom Himmel her ein Rauschen ein wie von einem gewaltigen Sturm; das ganze Haus, in dem sie sich befanden, war von diesem Brausen erfüllt.
“Wenn aber der Heilige Geist auf euch gekommen ist, werdet ihr Kraft empfangen und als meine Zeugen auftreten: in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und bis in den letzten Winkel der Welt.“” (, NeÜ)
“Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid.” (, LUT84)
Diese Stellen sprechen von nichts anderem, als das Gott in seiner Kraft im Heiligen Geist auf Menschen trifft. Ich vergleiche dieses Aufeinander treffen heute mit dem Bild von Wind und Windrad.
Wenn ein starker Wind auf ein Windrad trifft, das dazu gebaut wurde, die Berührung des Windes optimal aufzunehmen, damit seine Kraft aufgefangen und gespeichert werden kann, um anschliessend weiter gegeben zu werden, dann hat das grosse Auswirkungen.

Kein einzelnes Windrad, sondern ein Windpark

In Wald läuft eine politische Debatte, ob an einem exponierten Ort ein Windrad hingestellt werden soll oder nicht. Im Gespräch sagte dann jemand: Also ein Windrad macht keinen Sinn, die Wirkungskraft und der Aufwand, um den Strom zu transportieren ist viel zu gross. Wenn schon, dann einen Windpark.
Ein einzelnes Windrad macht nicht so viel Sinn. Es soll nicht bei einem Windrad bleiben. Gott hat sich nicht nur Einzelne auserwählt, denen er mit seiner Kraft begegnen möchte. Er hat sich die Gemeinschaft der Gläubigen auserwählt. Es ist nun ein Volk von Priestern, es ist die Gemeinde Gottes, seine Jünger und einige Nachfolger, auf die er an Pfingsten treffen will. 120 Personen, bzw. Windräder, die voller Hoffnung auf dieses Brausen gewartet haben. Und der Geist trifft auf vorbereitete, ausgebreitete Segel und es kommt zur Berührung und zu grosser Bewegung in den Windrädern. Der Windpark ist voll auf Touren, so dass Menschen ins Staunen kommen über diese sichtbar gewordene, bewegende Kraft Gottes.
Sichtbar wird die geistliche Verwandlung der Menschen, auf die der Geist Gottes getroffen ist. Als Folge fangen Menschen an, die Nachricht Gottes zu verstehen, der Strom fliesst durch das Transportmittel Worte und Wunder und strömt auf weitere 3000 Menschen, die sich auch wieder dem Wind aussetzen. Eine unglaubliche Bewegung, welche bereit ist, den Strom Gottes nach ganz Europa zu transportieren. Das ist an Pfingsten passiert. Ein Windpark kam in Bewegung, göttliche, nicht verfügbare, sondern geschenkte Kraft hat Menschen ergriffen, verwandelt und sie diese Kraft weitergeben lassen.
Ein einzelnes Windrad bringt nicht so viel Energie. Es braucht einen Windpark. Gemeinschaft der Gläubigen war bereits zur Zeit von Pfingsten ein wichtiger Punkt.
“Was will ich damit sagen? Lasst den Geist Gottes euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur nachgeben.” (, NGÜ NT+PS)
Ein Energie eines Windparks kann die Gesellschaft verwandeln.
* Ein einzelnes Windrad bringt nicht so viel Energie. Es braucht einen Windpark. Gemeinschaft der Gläubigen war bereits zur Zeit von Pfingsten ein wichtiger Punkt.
Der Heilige Geist bewirkte zum ersten Mal, seit über 2500 Jahren, dass sich alle verstanden haben. Und in steht: “Bemüht euch sehr darum, die Einheit, die der Geist Gottes gewirkt hat, im Verbund des Friedens zu bewahren.” (, NeÜ) Warum? Weil ein Windpark eine unglaubliche Kraft aufnimmt und weiter gibt, wenn er sich nach dem Wind ausrichtet.
Ein Windpark hat einen Zweck. Er gibt Energie an das öffentliche Netz. Er gibt weiter, was er empfängt, in ihm wird Energie nutzbar gemacht, transformiert zu Lebensstrom. Der Wind des Geistes wird im Leben der Menschen sichtbar gemacht. Die Gemeinde - die einzelnen Christen der Gemeinde - jeder von uns, wird durch den Geist zu einem Transportmittel eines Lebens, das sich an Gottes Vaterherz orientiert, das an der Quelle lebt und sich dauerhaft dem immer wehenden Wind des Geistes aussetzt, damit die Kraft und der Strom weiter gehen, Gottes Geist in unserem Leben in Bewegung bleibt. Es steht ja, dass Jesus uns den Geist gesandt hat und er selbst dadurch zu einer Quelle des Lebens in uns wurde, die über uns hinaus in die Welt fliesst und den Menschen zum Segen wird. Darum sollen wir uns sorgen. Dass wir an diese Kraft angeschlossen bleiben.
* Ein Windpark hat einen Zweck. Er gibt Energie an das öffentliche Netz. Er gibt weiter, was er empfängt, in ihm wird Energie nutzbar gemacht, transformiert. Der Wind des Geistes wird im Leben der Menschen sichtbar gemacht. Die Gemeinde - die einzelnen Drähte der Gemeinde - jeder von uns, ist ein Transportmittel eines Lebens, das an Gottes Vaterherz lebt, an der Quelle lebt. Es steht ja, dass Jesus uns den Geist gesannt hat und er selbst dadurch zu einer Quelle des Lebens in uns wurde, die über uns hinaus in die Welt fliesst und den Menschen zum Segen wird.

Wenn eine Windparkgemeinde kraftlos wird - vom Geist nicht mehr berührt wird

Wir als Gemeinde und als einzelne Personen können aber auch wirkungslos bleiben. Wirkungslos, dass der Wind an uns vorbei zieht, dass der Wind keine Fläche mehr findet in unserem Leben, auf den er Kraft ausüben könnte bis zur tragischen Folge, dass wir den Wind ignorieren und uns seiner Wirkung bewusst entziehen. Deshalb gehe ich nun auf einige Formen ein, wie wir uns dem Geist Gottes und seinem Wirken entziehen. Diese Formen sind sehr praktisch und wir können uns Gedanken darüber machen, wo wir stehen.
Ein Windrad muss dem Wind genügend Fläche bieten. Alles, was dem Heiligen Geist Raum wegnimmt, damit er mit seiner Kraft an uns wirken kann, etwas bewegen kann, hindert einen Wandel, eine Verwandlung unseres Lebens durch seine Kraft. Es braucht aber diese Kraft, sonst kann sich nichts verwandeln. Das ist ja eigentlich ein Windrad. Es nimmt Bewegungsenergie auf, die verwandelt wird. Wir werden von der Bewegungsenergie des Geistes verwandelt. Also, wer dem Heiligen Geist diesen Raum nimmt, erlebt keine Kraft, erfährt keine Ver-Wandlung und kann nichts weiter geben. Sein Christsein hat zwar noch die Fassade eines Windrades, hat aber kein Rad mehr, ist lebloses Christentum, die Ausrichtung der Segel fehlt. Stillstand.

Ursachen, die zum Tod der Beziehung mit Gott führen können

Deshalb schauen wir uns die Ursachen an, die unsere Segel zum Stillstand bringen, abbrechen und die Kraft des Geistes schmälern bis ganz abtöten. An den folgenden Aussagen der Bibel könnt ihr euer eigenes Innenleben, euer Glaubensleben prüfen und schauen, wo ihr dem Heiligen Geist die Berührung verweigert bis hin zur Lästerung des Heiligen Geistes, die dem ewigen Tod der Beziehung zu Gott gleich kommt.

Ursachen, die zum Tod der Beziehung mit Gott führen können

Epheser 4,30 LUT84
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.
Epheser 4,29 LUT84
Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören.
Betrüben bedeutet kränken, belästigen, traurig machen. Den Heiligen Geist betrüben betont die Ermahnung, kein faules Wort auszusprechen. Dazu gehören auch Unwahrhaftigkeit, Trägheit, schlechtes Gerede, Bitterkeit, Zorn, Geschrei, Bosheit und jede Sünde, die der Wiedergeborene begeht, da er den Heiligen Geist in sich hat und diese Haltungen Auswirkungen auf den Heiligen Geist haben. Dieses Verhalten hindert den Heiligen Geist in seiner vollen Entfaltung, weil es ihm überhaupt nicht entspricht. Samuel Zeller beschreibt das Betrüben des Heiligen Geistes mit dem aussagekräftigen Bild, dass selbst ein zarter Hauch, den klarsten Spiegel betrübt. Und wir könnten sagen: Der zarte Hauch der faulen Worte bringt Rost ins Getriebe. Es läuft nicht mehr mit Leichtigkeit.
bedeutet kränken, belästigen, betrüben, traurig machen. Dieser Begriff wird als Verstärkung der in stehenden Ermahnung, kein faules Wort auszusprechen, gesehen,[1] weil er diesem Verhalten so ganz und gar nicht entspricht. Samuel Zeller beschreibt das Betrüben des Heiligen Geistes mit dem aussagekräftigen Bild, dass selbst ein zarter Hauch, den klarsten Spiegel betrübt. Dazu gehört Unwahrhaftigkeit, Trägheit, schlechtes Gerede, Bitterkeit, Grimm, Zorn, Geschrei, Lästerung, Bosheit[2] und jede Sünde, die der Wiedergeborene begeht, da er den Heiligen Geist in sich hat und dieser auf das Unheilige, auf das Sündige anspricht. Diese Sünden hindern den Heiligen Geist in seiner vollen Entfaltung.
[1] Vgl. Bultmann, Art. luph, 324.
[2] Vgl. Zeller, Sünde, 6.
Deshalb schauen wir uns die Ursachen an, die unsere Segel zum Stillstand bringen, abbrechen und die Kraft des Geistes schmälern bis ganz abtöten. An den folgenden Aussagen der Bibel könnt ihr euer eigenes Innenleben, euer Glaubensleben prüfen und schauen, wo der Heilige Geist gehindert wird, uns zu berühren.

Dämpfen/Löschen:

1. Thessalonicher 5,19–20 LUT84
Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht.
Dämpfen bedeutet unterdrücken, eindämmen. Das Dämpfen geschieht durch bewusstes Unterdrücken der Geisteswirkungen in der Gemeinde, wie prophetische Rede, aufdeckende, ermahnende, korrigierende und dadurch reinigende Rede. Letztlich geht es darum, Menschen wieder an das Vaterherz Gottes zu bringen. Etwas Wichtiges wird unterlassen. Der Heilige Geist, der durch Personen unter uns die Gemeinde auferbauen und den Ungläubigen das Evangelium weitergeben möchte, wird gedämpft, indem man die Wahrheit unterdrückt oder aus Scham vor einer Konfrontation schweigt. Es gibt manche biblischen Beispiele, wie Gott solche Verantwortungsträger, die prophetische Rede, Korrektur zur Wahrheit hin, unterdrückt haben, ersetzen musste. Eli der Priester und seine Nachkommenschaft wurde deshalb abgesetzt. Eli hat die Wahrheit unterdrückt und seine Kinder wichtiger genommen, als Gottes Wort. Paulus hingegen wurde durch Gemeindeglieder angegriffen, weil ihm vom Heiligen Geist in erster Linie die Verkündigung des Evangeliums auf das Herz gelegt wurde.
[1] Vgl. Lang, Art. sb<nnumi, 168.
Das Gewissen wird auch abgeschwächt durch Lektüre, Medien jeglicher Art oder andere äussere Einflüsse. Er kann selbst durch das selbstsüchtige Handeln eines Bruders oder unser eigenes Ego gedämpft werden.
[2] Vgl. Schmitz, Sünde,73.Dämp
Lobpreiszeit: Ab hier ist es NEU

Widerstreben:

Apostelgeschichte 7,51 NeÜ
Ihr Unbelehrbaren und Unbeschnittenen! Ja, unbeschnitten seid ihr an Herz und Ohren! Andauernd widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist – genauso wie eure Väter.
Dazu steigen wir in eine Zeit ein, in der wir uns auf Gott ausrichten wollen und ihn persönlich fragen wollen, weshalb wir ihn vielleicht nicht mehr so erfahren.
Widerstreben meint Widerstand leisten, widersetzen, entgegentreten. Wenn wir uns gegen das Reden des Heiligen Geistes auflehnen, es nicht an uns herankommen lassen, ist dies eine aktive Handlung. Wir lehnen es ab. Der Heilige Geist deckt uns vielleicht etwas auf, aber wir erteilen dem, was er sagt eine Abfuhr, statt genau hinzuhören und auf sein Reden einzugehen. Das ist wirklich gefährlich. Wenn der Heilige Geist zu uns spricht, ist das nicht irgend ein Vorschlag. Dann ist das ein heiliges Wort - das heisst, es ist ein göttliches Wort, das von uns eine Antwort fordert. Wir müssen uns gegen oder für das entscheiden, was Gott uns sagt oder zeigt. Wenn wir uns entgegenstellen, es nicht an uns herankommen lassen und das wiederholt, dass wird unser Herz verstocken. Zuerst setzt es ein wenig Rost an, dann blockiert es das ganze Innenleben und der Heilige Geist und seine Kraft kann nicht mehr in uns weiter wirken. Deshalb steht in Hebr 3,7: “Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht,...”.
Der Mensch erkennt das Handeln Gottes und stellt sich mit Entschiedenheit dagegen. Er will dem Ruf des Heiligen Geistes, dem Ruf zur Korrektur nicht folgen, er will nicht umkehren. Er stellt sich mit Gefühl, Verstand und Willen quer und handelt bewusst dagegen. Als Beispiel können wir die Steinigung des Stephanus nehmen (). Die Situation ist die, dass Saulus, mit anderen Priestern und Schriftgelehrten, den Aussagen des Stephanus widerstrebt und damit zum Angriff übergeht, indem er Mitbeteiligter der Steinigung und Hauptinitiator der darauf folgenden Verfolgung der Gemeinde ist. Es ist ein offensiver Widerspruch des Saulus, eine Rebellion gegen Gott, weil das Wort nicht den eigenen Ansichten entspricht (). Trotz dem Widerstreben des Saulus, trotz der Schwere der Sünde und Ablehnung gegen den Heiligen Geist, ist eine Umkehr noch nicht ausgeschlossen, wie wir es bei der Berufung des Saulus zum Apostel erkennen können. Hier bereits den Schritt zur unvergebbaren Sünde anzusetzen, wäre also verfrüht. Dennoch ist hier Vorsicht geboten. Sowohl im leichtfertigen Abwenden vom Wort wie auch im aktiven Widerstreben, das in die offensive übergehen kann, steckt die Gefahr der Herzensverstockung.
[1] Vgl. Vogel, Sünde, 77-82.
Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht,...
Widerstreben meint Widerstand leisten, entgegentreten.
1. Lied:
[2] Vgl. Zeller, Sünde, 8-10.
Hebräer 3,7 NGÜ NT+PS
Aus diesem Grund mahnt uns der Heilige Geist: »Wenn ihr heute die Stimme Gottes hört,
Hebräer 3,7–8 LUT84
Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wüste,
Hebräer 3,7 LUT84
Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet,
Hebr 3,7-8
Hebräer 3,7–8 NGÜ NT+PS
Aus diesem Grund mahnt uns der Heilige Geist: »Wenn ihr heute die Stimme Gottes hört, dann verschließt euch seinem Reden nicht! Macht es nicht wie das Volk in der Wüste an jenem Tag, als es gegen ihn rebellierte und ihn herausforderte.«

Schmähen/verhöhnen:

1.Reflektionszeit «Betrüben» und persönliche Zeit zum Nachdenken anhand der Fragen.
Hebräer 10,29 NeÜ
Was meint ihr denn, um wie viel schlimmer der bestraft werden muss, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes entweiht, das ihn doch geheiligt hat, und der den Heiligen Geist verhöhnt, ohne den er Gottes Gnade nie erkannt hätte?!

Betrüben: : Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung.

Damit ist beleidigen, verachten, hochmütig begegnen, von sich weg stossen gemeint. Die Begriffe die gebraucht werden erklären sich gegenseitig und verdeutlichen die abgrundtiefe Abneigung gegen die Gnadengabe. Die Stelle umschreibt ein „von sich weg stossen“ das mit äusserster Verachtung ausgeübt wird, was dadurch zum Ausdruck kommt, dass mit Füssen dagegen getreten wird. Dadurch dass das Blut Christi verachtet wird, wird gleichzeitig die grösste Liebestat Gottes verachtet. Der Geist der Gnade wird geschmäht, der letzte Ruf zur Umkehr von sich weg gestossen. Wer so handelt, will nichts mehr mit Gott zu tun haben. Gottes Rufen wird von Nichtchristen und von „abgefallenen“ Christen mit verächtlichem Lachen missachtet. Die Konsequenz daraus ist, dass wer den Geist der Gnade verwirft, auch sich selbst verwirft. Wer so lebt, zerstört sich selbst und gibt sich in die Hände Satans. Er spielt mit den Mächten der Finsternis. Meines Erachtens ist hier der Schritt zur Sünde wider den Heiligen Geist bereits getan. Wobei wir dieses Urteil nie über einem Menschen aussprechen dürfen noch können, da wir nie genau wissen wo er steht. Eine unserer Möglichkeiten ist die Fürbitte.
Betrüben. Betrüben ist ein Begriff, den wir vielleicht nicht mehr so kennen. Aber wir kennen bedrückt sein. Wenn uns jemand kränkt, indem er z.B. etwas tut, von dem er weiss, dass es uns verletzt oder indem er schlecht über uns spricht, dann betrübt das unsere Seele. Wenn wir erleben, wie jemand zornig und schreiend auf eine Person los geht und der Person dadurch Unrecht zufügt, dann betrübt das unser Herz, das macht uns traurig. Ähnlich geht es dem Heiligen Geist. Er ist traurig, wenn er in unserem Leben Bereichen begegnet, die Unrecht sind, die zwischen die Freundschaft mit Gott und uns kommen und die Beziehung zu Gott bedrücken. Vielleicht haben wir dann auch den Eindruck: Etwas stimmt nicht mit meiner Beziehung zu Gott. Aber wir können es nicht genau sagen, was uns bedrückt.
[1] Vgl. Vogel, Sünde, 82-85.

Lästern gegen den Heiligen Geist:

1.Stille oder Instrumental
Lästern gegen den Heiligen Geist geschieht dann, wenn man das Wirken des Heiligen Geistes bewusst verkehrt und als Wirken des Widersachers bezeichnet. Es ist eine komplette und bewusste Ablehnung, ein festhalten, dass das Wirken des Heiligen Geistes nicht göttlich, sondern dämonisch sei. Deshalb ist in der Beurteilung von geistlichen Wirkungen Vorsicht angebracht. Stärker gehe ich momentan nicht darauf ein. Wer mehr wissen möchte kann meine Ausarbeitung “Sünde gegen den Heiligen Geist” bei mir verlangen.
· Wo sind in meinem Leben Bereiche, worin die Liebe fehlt?

Vertiefung:

Jetzt geht es darum, uns für das Reden des Heiligen Geistes zu öffnen und zu fragen:
Wo habe ich den Heiligen Geist betrübt, traurig gemacht, weil meine Haltung (Unwahrhaftigkeit), mein Reden (schlechtes Gerede) oder mein Verhalten (Zorn, Geschrei, jede Form von Sünde) nicht zu ihm passen?
Wo unterdrücke ich das Reden des Heiligen Geistes? Wo unterdrücke ich Wahrheit und wo will ich nicht umkehren? Wo entwerte ich die Verkündigung des Evangeliums? Wo schwäche ich mein Gewissen ab (Filme, Musik, Medien, unterdrücken von erkannten Wahrheiten?
Wo erteilen wir dem, was der Heilige Geist sagt eine Abfuhr? In welchen Lebensbereichen lassen wir das Reden des Heiligen Geistes nicht an uns herantreten, blockieren was er uns aufdeckt, entscheiden uns gegen das Reden des Heiligen Geistes und damit gegen ihn selbst?
Wo stossen wir den Heiligen Geist weg, verachten ihn, die an uns herangetragene Wahrheit, das Evangelium und beleidigen ihn? Wenn dir in diesem Bereich etwas einfällt und dir bewusst wird, dass du hier den Heiligen Geist und seine Wahrheit verachtest - suche bitte das Gespräch?
[2] Vgl. a.a.O., 86.
· Wo könnten Bereiche sein, die uns vom Vaterherz Gottes trennen?
· Fühle ich mich Gott nah, fern, unverstanden? Ist ein Gefühl da, das mich bedrückt, ohne dass es benennen kann oder sagen kann, weshalb?
· Gibt es offensichtliche Schuld, die mich von Gott trennt?
Dafür beten, dass Gott uns zeigt, weshalb wir bedrückt sind oder wo der Heilige Geist sich nicht wohl fühlt.
2. Lied
2.Reflektionszeit «Dämpfen» und persönliche Zeit zum Nachdenken anhand der Fragen.

Dämpfen/Löschen: 1. Thessalonicher 5,19–20: Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht.

Dämpfen. Dämpen bedeutet unterdrücken, eindämmen. Stelle dir vor, du weist von einer Person, dass sie durch die Woche unfreundlich ist zu seiner Familie, hart und ohne Güte. Am Sonntag kommt sie in den Gottesdienst und spielt heile Welt. Aber du darfst die Wahrheit nicht sagen, weil dir gedroht wird. Dann wirst du zurück gebunden und du musst nicht nur deine Gefühle, sondern die Wahrheit unterdrücken. Das dämpft dich massiv, unterdrückt dich als Person. Der Heilige Geist ist die Person, welche solche und andere Dinge aufdeckt, die von Gott aus gesehen nicht in Ordnung sind, welche die Gemeinschaft von Menschen verunmöglichen, Menschen unterdrücken.
Damit unter Christen diese Unterdrückung nicht stattfindet, spricht der Heilige Geist durch Menschen die Wahrheit über ungute Situationen aus, damit sie ans Licht kommen und korrigiert werden. Wir dämpfen den Heiligen Geist, wenn wir die korrigierende Aussage verachten, sie nicht einmal vor Gott prüfen wollen.
Wenn wir uns dauernd gegen eine bestimmte Wahrheit wehren, kann das unser Gewissen abschwächen. Wenn wir z.B. den Eindruck haben, wir sollten nicht mehr so brutale Filme schauen, weil sie unserer Seele schaden und wir machen einfach weiter oder wir sollten nicht mehr schlecht über andere sprechen und wir ignorieren die innere Warnung, die in uns aufleuchtet, dann geben wir dem Heiligen Geist zu verstehen: Wir achten nicht auf dich. Wir wollen die Wahrheit nicht hören.
2.Stille oder Instrumental
· Wie reagierst du darauf, wenn Menschen dir eine «kritische» Frage stellen? Gehst du darauf ein oder fühlst du dich angegriffen und gibst zurück?
· Die Gemeinde ist das Gefäss, indem der Heilige Geist durch andere Menschen Wahrheit über unsere Leben ausspricht. Bist du bereit zuzuhören?
· Bist du selbst bereit, dich vom Geist Gottes gebrauchen zu lassen, um Menschen mit vom Geist aufgezeigter Schuld zu konfrontieren?
· Ist es dabei dein sehnlichster Wunsch, dass Menschen zurück ans Vaterherz Gottes kommen?
3. Lied
3.Reflektionszeit «Widerstreben» und persönliche Zeit zum Nachdenken anhand der Fragen.

Widerstreben: : Ihr Unbelehrbaren und Unbeschnittenen! Ja, unbeschnitten seid ihr an Herz und Ohren! Andauernd widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist – genauso wie eure Väter.

Widerstreben meint Widerstand leisten, widersetzen, entgegentreten. Für Christen, die bereits mit Jesus unterwegs sind kann das bedeuten, dass wenn wir die Bibel lesen oder beten es zu Momenten kommt, die wir wie eine ganz persönliche Anfrage empfinden. Wir merken: Das gilt uns und es ist ein heiliger Moment, der Gott wichtig ist. Wir merken auch, dass wir eine Antwort auf diese Anfrage geben müssen. Widerstreben meint dann, dass wir uns ganz bewusst gegen Gottes Anfrage richten und uns für unser eigenes Leben entscheiden. Es ist noch stärker als wenn wir Wahrheit unterdrücken. Man könnte es vielleicht mit Trotz oder ganz bewusster Rebellion vergleichen. Das ist wirklich gefährlich. Wenn der Heilige Geist zu uns spricht, ist das nicht irgendein Vorschlag. Dann ist das ein heiliger Moment. Das ist ein Moment, an dem wir entscheiden, ob wir in Gottes Berufung leben oder die Berufung und damit sein Herz ablehnen. Deshalb steht in Hebr 3,7: “Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht,...”.
Es ist, als würden wir uns bewusst gegen Gottes Plan stellen.
3.Stille oder Instrumental
· Hast du den Eindruck, dass du einmal so einen Augenblick erlebt hast, indem du dich bewusst gegen Gottes Absichten mit deinem Leben gestellt hast?
· Wo hast du dich bewusst entschieden, nicht umzukehren, obwohl du klar gespürt hast, dass der Weg falsch ist?
· Ist es heute dein Wunsch und bist du auch bereit, Gott ohne Widerstand nachzufolgen, ihn erneut nach seinem Plan für dein Leben zu fragen?
Einladen zum Gebet, zur Begegnung mit Gott im Singen und im Segnungsgebet.
Mehrere Lieder:
Einladen, Schuld im gemeinsamen Gebet abzulegen.
Einladen, umzukehren, damit dich der Heilige Geist in allen Bereichen neu erfüllen kann.
Einladen, Gefühle vor Gott abzulegen und ihn um Klärung zu bitten.
Einladen, den Heiligen Geist zu bitten, dass er mit seiner Wahrheit in deine Lebenssituationen spricht.
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