Faithlife Sermons

Der unbekannte Fremde

Sermon  •  Submitted
0 ratings
· 2 views
Notes & Transcripts

Einleitung

Es gibt schöne Wege… Der Weg zum Osternästli, der Weg nach Hause nach dem letzten Schultag vor den Ferien, der Weg zu einem lieben Menschen, der Weg in den Gottesdienst am Ostermorgen (so hoffe ich).
Notizen
Weg
Es gibt schöne Wege… Der Weg zum Osternästli, der Weg nach Hause nach dem letzten Schultag vor den Ferien
Es gibt auch schwere Wege… Der Weg, um sich bei jemandem zu entschuldigen. Der Weg nach Hause nach einer Trennung oder einem Schicksalsschlag, wenn Hoffnungen gescheitert sind, der Weg an die Arbeit, wenn du merkst, dass du die erwartete Leistung nicht bringen kannst.
Kleopas und sein Freund waren auf einem solchen schweren Weg.
Lukas 24,13–35 NGÜ NT+PS
13 Am selben Tag gingen zwei von den Jüngern nach Emmaus, einem Dorf, das zwei Stunden von Jerusalem entfernt liegt. 14 Unterwegs sprachen sie miteinander über alles, was in den zurückliegenden Tagen geschehen war; 15 und während sie so miteinander redeten und sich Gedanken machten, trat Jesus selbst zu ihnen und schloss sich ihnen an. 16 Doch es war, als würden ihnen die Augen zugehalten: Sie erkannten ihn nicht. 17 »Worüber redet ihr denn miteinander auf eurem Weg?«, fragte er sie. Da blieben sie traurig stehen, 18 und einer von ihnen – er hieß Kleopas – meinte: »Bist du der Einzige, der sich zur Zeit in Jerusalem aufhält und nichts von dem weiß, was dort in diesen Tagen geschehen ist?« – 19 »Was ist denn geschehen?«, fragte Jesus. Sie erwiderten: »Es geht um Jesus von Nazaret, der sich durch sein Wirken und sein Wort vor Gott und vor dem ganzen Volk als mächtiger Prophet erwiesen hatte. 20 Ihn haben unsere führenden Priester und die anderen führenden Männer zum Tod verurteilen und kreuzigen lassen. 21 Und wir hatten gehofft, er sei es, der Israel erlösen werde! Heute ist außerdem schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. 22 Doch nicht genug damit: Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns auch noch in Aufregung versetzt. Sie waren heute früh am Grab 23 und fanden seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, Engel seien ihnen erschienen und hätten ihnen gesagt, dass er lebt. 24 Daraufhin gingen einige von uns zum Grab und fanden alles so, wie es die Frauen berichtet hatten. Aber ihn selbst sahen sie nicht.« 25 Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr unverständigen Leute! Wie schwer fällt es euch, all das zu glauben, was die Propheten gesagt haben! 26 Musste denn der Messias nicht das alles erleiden, um zu seiner Herrlichkeit zu gelangen?« 27 Dann ging er mit ihnen die ganze Schrift durch und erklärte ihnen alles, was sich auf ihn bezog – zuerst bei Mose und dann bei sämtlichen Propheten. 28 So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wollte er weitergehen. 29 Aber die beiden Jünger hielten ihn zurück. »Bleib doch bei uns!«, baten sie. »Es ist schon fast Abend, der Tag geht zu Ende.« Da begleitete er sie hinein und blieb bei ihnen. 30 Als er dann mit ihnen am Tisch saß, nahm er das Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es ihnen. 31 Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Doch im selben Augenblick verschwand er; sie sahen ihn nicht mehr. 32 »War uns nicht zumute, als würde ein Feuer in unserem Herzen brennen, während er unterwegs mit uns sprach und uns das Verständnis für die Schrift öffnete?«, sagten sie zueinander. 33 Unverzüglich brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Dort fanden sie alle versammelt, die Elf und die, die sich zu ihnen hielten. 34 Man empfing sie mit den Worten: »Der Herr ist tatsächlich auferstanden! Er ist Simon erschienen!« 35 Da berichteten die beiden, was sie unterwegs erlebt und wie sie den Herrn erkannt hatten, als er das Brot in Stücke brach.

Der unbekannte Fremde

Am Anfang war den beiden Jesus einfach ein unbekannter Fremder. Sie hatten keine Ahnung, wer das ist. Wie lange war er wohl schon mit ihnen unterwegs. Und sie hatten ihn gar nicht gesehen?
Als Student hatte ich einmal einen schönen Weg zu gehen: an ein Nachtreffen von einem Chor-Lager. Ich ging mit dem Zug und hatte das letzte Stück zum Treffpunkt zu Fuss zurückzulegen. Als ich dort ankam traf ich Leute, die offenbar mit dem Auto an mir vorbeigefahren sind. Sie hatten mich gesehen und fragten: “Wer ist mit dir gekommen? Du warst ja mit jemandem zusammen auf dem Weg...” Nun, weit und breit war niemand bei mir. Ich weiss noch, wir haben gerätselt. Entweder haben sich die Leute im Auto getäuscht, haben andere Leute gesehen und davon eine für mich gehalten. Oder ich hatte einen unsichtbaren Begleiter. Einen Engel an meiner Seite. Ein unbekannter Fremder.
Glaubst du, dass das sein kann? Ich glaube es - und ich weiss, dass immer weider solche Erfahrungen gemacht werden. Die Personen selber sehen die Engel nicht, aber andere, die sie beobachten, sehen sie. Und es gibt die Erfahrung, dass plötzlich Leute auftauchen - wie aus dem nichts - und jemandem helfen. Beispiel: du stehst vor der roten Ampel, stellst das Auto ab. Die Ampel wechselt auf grün. Das Auto springt nicht mehr an. Du wirst zum Verkehrshindernis. Ein anderes Auto hält, jemand steigt aus, überbrückt die Batterie und du kannst dein Auto anspringen lassen und ab geht’s. Wer war das? Ein unbekannter Fremder.
Ich höre von vielen Leuten, dass sie in ihrem Leben manchmal so besondere Hilfe bekommen haben. Da war niemand sichtbar dabei. Aber man sagt: “Eine höhere Macht hat mir geholfen”. Oder “Das Schicksal war gut zu mir”. Freunde, das war der unbekannte Fremde! Vielen Menschen ahnen: da gibt es etwas oder jemand. Sie sind vielleicht dankbar. Vielleicht berührt. Aber sie wissen nicht, wer dieser unbekannte Fremde war. Ich sage es mit dem Apostel Paulus:
“Nun verkündige ich euch den, welchen ihr verehrt, ohne ihn zu kennen.” ()
Gott ist da - aber eben unsichtbar. Da gibt es dieses starke Gedicht, das genau solche Wege mit dem unbekannten, unsichtbaren Fremden beschreibt - und du realisierst: der Fremde ist Gott selber:
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn: „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“
Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“
Von: Margaret Fishback Powers Copyright ©1964 Margaret Fishback Powers Übersetzt von Eva-Maria Busch Copyright © der deutschen Übersetzung 1996 Brunnen Verlag Gießen. www.brunnen-verlag.de
Ich wünsche uns offene Augen dafür, dass Gott seine Spuren in unserem Leben hinterlässt. Der unbekannte Fremde wird dann zum Begleiter. Wie bei den beiden, die auf ihrem schweren Weg waren:
Ich wünsche uns offene Augen dafür, dass Gott seine Spuren in unserem Leben hinterlässt. Der unbekannte Fremde wird dann zum Begleiter. Wie bei den beiden, die auf ihrem schweren Weg waren:
Menschen unterwegs - unsichtbarer Begleiter
Emmaus Geschichte: taucht auf, sie erkennen ihn nicht
Abraham mit drei unbekannten Fremden
Fussspuren im Sand
: den Gott, der ihr unwissend verehrt habt
Menschen verehren eine höhere Macht - verkündigen

Der unbekannte Begleiter

Sie erkennen Jesus immer noch nicht. Aber sie hören ihn. Er stellt geschickte Fragen. Es sind zwei einfache Fragen:
“Worüber redet ihr denn miteinander auf eurem Weg?”
“Was ist denn geschehen?”
Diese beiden Fragen öffnen die Herzen. Die beiden haben jetzt erzählt, was alles Schweres passiert ist. Einfach erzählt. Und der unbekannte Begleiter hat zugehört. Einfach zugehört.
Was ist denn passiert?
Es ist eine Kunst, zu Fragen und dann auch zuzuhören. Aber es ist eine ganz gute Regel: was kommt nach einer Frage? Eine Pause, damit der andere Antworten kann! Liebe Freunde, wir dürfen das gerne von diesem unbekannten Begleiter lernen. Fragen stellen. Und Zuhören.
Stell dir vor, es würde sich jemand wirklich Zeit nehmen, und nur diese zwei Fragen stellen…
>>> Chris & Dabbelju
Und nun kommt das Grossartige: unser Gott ist genau so. Jesus - der auferstandene Retter und Herr - ist genauso. Er kommt in unser Leben und stellt einfach mal die Frage:
“Worüber denkst du nach? Was sind deine Sorgen? Deine Hoffnungen?"
Und: “Was ist denn passiert? Erzähl mir mehr davon!”
1. Petrus 5,7 LUT84
7 Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.
Aus dem unbekannten Begleiter wird jetzt jemand, der beginnt, ins Leben hinein zu sprechen:

Der inspirierende Begleiter

Die beiden, der Kleopas und der andere, haben jetzt ihr Herz ausgeschüttet. Jetzt sind ihre Ohren offen, damit sie auch etwas hören können. Sie sind ja auf einem schweren Weg - und da hätten sie auch sagen können: wir wollen jetzt für uns bleiben und mit niemandem darüber sprechen. Wir wollen in unserer Trauer und Erstarrung verharren. Wir ziehen uns ja zurück.
Aber sie haben es akzeptiert, dass der Begleiter begann, zu ihnen zu reden. Er erklärt ihnen erstaunliche Dinge. Das habe ich schon mehr gemerkt: wenn man auf einem schweren Weg ist, dann hat man manchmal einen getrübten Blick. Und es braucht andere, die einem einfach mal erzählen, was sie sehen. Und dann wir das, was der andere sagt, zu einem Evangelium. Evangelium heisst: gute Nachricht. Und wenn das Evangelium dann so langsam, aber sicher in die Gedanken eindringt, so langsam, aber sicher ins Herz hineintröpfelt, dann passiert das, was Kleopas und sein Freund erlebten:

War uns nicht zumute, als würde ein Feuer in unserem Herzen brennen, während er unterwegs mit uns sprach und uns das Verständnis für die Schrift öffnete?«

Brauchst du auch solche Inspiration? Dann sei bereit zum Zuhören. Sei bereit für das Evangelium. Für Gottes Wort. Höre Gott zu - und merke, wie Jesus selber auch für dich ein inspirierender Begleiter ist.
Spricht in ihr Leben hinein, lehrt
Herz brennt
Evangelium
Im AT steht es schon… Psalm … “Verwesung nicht sehen”
Zeichen des Jona

Jesus einladen

Ich sage ja immer wieder: entscheide dich für Jesus. Vertrau dein Leben ihm an. Lade ihn ein, in dein Leben zu kommen.
Die beiden Jünger hier haben das gemacht:

29 Aber die beiden Jünger hielten ihn zurück. »Bleib doch bei uns!«, baten sie. »Es ist schon fast Abend, der Tag geht zu Ende.« Da begleitete er sie hinein und blieb bei ihnen.

Wussten sie damals schon, wer der Begleiter war? Nein! Sie haben einfach gemerkt: der tut uns gut.
»Bleib doch bei uns!«, baten sie. »Es ist schon fast Abend, der Tag geht zu Ende.« Da begleitete er sie hinein und blieb bei ihnen.
Neues Testament Psalmen: Neue Genfer Übersetzung. (2013). (3. Auflage, ). Romanel-sur-Lausanne, Schweiz: Genfer Bibelgesellschaft; Deutsche Bibelgesellschaft
Wer ist er.
Geht es dir manchmal so, dass du denkst: “Ich muss zuerst alles begriffen haben, bevor ich eine Glaubensentscheidung treffen kann?” Das ist nicht nötig. Wir können sowieso nicht alles begreifen. Und wenn du doch mal das Gefühl hast: “Jetzt habe ich’s verstanden!” dann gibt’s ziemlich sicher gerade wieder ein neues Rätsel.

31 Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Doch im selben Augenblick verschwand er; sie sahen ihn nicht mehr.

Lade ihn ein, er würde sonst auch vorbeigehen. Deine Augen öffnen sich dann, wenn er bei dir ist. Die Realität ist: Jesus ist auferstanden. Jesus lebt!
Lade ihn ein, er würde sonst auch vorbeigehen.
Das ist die Freude. Das ist der Grund zum Weitererzählen.

Lernvers

Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden. Philipper 3,10
Related Media
Related Sermons