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Zeugnis geben

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Einleitung

Wer von euch wäre gern ein Märtyrer? Ein Märtyrer im Sinne der Bibel?
Das griechische Wort μαρτυρέω bedeutet so viel wie Zeugnis geben oder berichten. Primär hat das griechische Wort, so wie es im NT Verwendung findet, nichts mit Menschen zu tun, die für ihren Glauben leiden oder gar sterben. Das Wort μαρτυρέω ist erst später mit dieser erweiterten Bedeutung belegt worden. Im biblischen Sinn bedeutet das Wort lediglich Zeugnis geben von etwas.
Und das bringt uns auch zu unserem heutigen Thema: Zeugnis geben.
Harri hat mich gebeten, dass ich im Rahmen der Predigtserie “Jüngerschaft” zu diesem Thema predige. Als er mit seiner Bitte an mich herangetreten ist, war ich zunächst etwas zögerlich, da ich nicht jemand bin, der seinen christlichen Glauben quasi auf die Stirn tätoviert hat. Aber ich habe mich an einen Satz von Luthers geistigem Vater erinnert, dass wir das am besten predigen, was wir am meisten zu lernen haben. Und so habe ich zugesagt.

Beispiele in der Bibel

Beispiele für Gottes Zeugen in der Bibel gibt es wie Sand am mehr. Zu jeder Zeit gab es Menschen, die den Glauben hochgehalten haben und für Gott eingestanden sind. Um nur mal einige Beispiele zu nennen:
Alles beeindruckende Persönlichkeiten, die ihren Glauben auf die eine oder andere Art Kund getan haben. In dieser Predigt wollen wir ein mal schauen, was wir von ihnen etwas über das Zeugnis geben lernen können.

Was sollen wir bezeugen?

Der allgemeine christliche Glaube

Gott, der Schöpfer, der die Welt erschaffen hat
Jesus, Gottes Sohn, der die Schuld aller Menschen bezahlt hat
Der Heilige Geist, der den Menschen heute führt und auf dessen Glaubensweg hilft

Meine persönliche Glaubenserfahrung

Die eben genannten Punkte kann jedermann z.B. in den adventistischen Glaubenspunkte nachlesen. Und auch in dem Stil sind die meisten theologischen Abhandlungen verfasst. Sie haben durchaus ihre Berechtigung. Nur habe ich noch nie gehört, dass ein Mensch durch eine theologische Abhandlung zu einer persönlichen Beziehung zu Gott gekommen ist.

Wem sollen wir bezeugen?

Diese Zeugnispyramide mag trivial aussehen. Doch es steckt eine ganze Menge an Wahrheit in ihr. Je breiter die Pyramide ist, um so größer ist der Einfluss, den wir auf diese Menschen haben, um so mehr Zeit verbringen wir mit den Menschen, um so wichtiger sind diese Menschen für unser eigenes Leben und um so mehr können wir im Leben dieser Menschen erreichen.

Die Familie und enge Freunde

Mit diesen Menschen verbringen wir die meiste Zeit. Hier ist der soziale Austausch am stärksten. Man teilt Freud und Leid miteinander. Hier kann am meisten gewonnen aber auch zerstört werden.

Unser soziales Umfeld

In diese Rubrik fallen Arbeitskollegen, Nachbarn, Mitschüler. Das sind Menschen, die man regelmäßig sieht, zu denen man aber doch keinen engen und vertrauten Umgang pflegt. Man kennt sich grob. Aber man würde mit ihnen nicht notwendigerweise persönliche Probleme teilen.

Die Welt

Es sind Menschen, die uns zufällig auf der Strasse begegnen, mit denen wir beim Amt zusammenkommen, die wir im Dschungel von Bolivien sehen oder im Supermarkt.

Nun stellt sich die Frage, welche dieser Gruppen lässt sich am einfachsten mit unserem Zeugnis erreichen?

Keine - und jede :)
In der Familie kennt man sich am Besten. Man weiß genau, dass der andere kein Engel ist und hätte jeden Grund, ihm nicht zuzuhören. Und gerade hier als Eltern oder auch Geschwister ist es eine besondere Herausforderung , dem anderen zu zeigen, dass man es mit Gott ernst meint. Hier sind es weniger die Worte als viel mehr die Taten, die Zeugnis geben.
Im sozialen Umfeld hat man auch allen Grund den Mund über seinen Glauben zu halten. Man muss sich ja nicht vorsätzlich ins Abseits katapultieren. Schließlich muss man mit den Kollegen auch morgen noch zusammenarbeiten. Hier im sozialen Umfeld reichen aber Taten oft nicht aus. Man muss Dinge erklären, weil die Menschen uns nicht so gut kennen und mit unserem täglichen/privaten Leben nicht so vertraut sind.

Der allgemeine christliche Glaube

Die Welt nimmt uns nur als einen Menschen unter vielen wahr. Für Taten bleibt oft keine Zeit. Hier muss oftmals ein kurzer Zuspruch genügen.
Gott, der Schöpfer, der die Welt erschaffen hat
Jesus, Gottes Sohn, der die Schuld aller Menschen bezahlt hat
Der Heilige Geist, der den Menschen heute führt und auf dessen Glaubensweg hilft

Meine persönliche Glaubenserfahrung

Die eben genannten Punkte kann jedermann z.B. in den adventistischen Glaubenspunkte nachlesen. Und auch in dem Stil sind die meisten theologischen Abhandlungen verfasst. Sie haben durchaus ihre Berechtigung. Nur habe ich noch nie gehört, dass ein Mensch durch eine theologische Abhandlung zu einer persönlichen Beziehung zu Gott gekommen ist.
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